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"Roter Ausschlag im Gesicht "

Anonym

Frage vom 04.03.2010

Mein Sohn Till hat im Gesicht roten Ausschlag, erst kleine Bläschen und dann werden es rote trockene und auch juckende Flecken und meist sind diese Stellen sehr warm Bin schon beim Hautarzt gewesen und habe eine Zinkcreme und eine Creme mit Öl bekommen. Leider hilft beides nicht wirklich. Ich stille ich noch, habe aber schon mit Beikost angefangen. Vorbelastung vom Papa sind chronische Bronchitis und Hautausschlag. Mach mir echt Sorgen um den Kleinen, alle reden nur von Neurodermitis. Kann man das über Test erfahren und wie kann ich das Gesicht pflegen?

Danke

Antwort vom 05.03.2010

Hallo!
Leider kann ich Ihnen nicht viel beruhigendes schreiben, denn es ist nicht leicht, einen Hautausschlag und seine Ursachen wirklich „dingfest“ zu machen. Auch bei einer fraglichen Neurodermitis geht der Arzt massgeblich von den Symptomen, sprich hier den Hautausschlägen, aus. Er sollte ausserdem eine gute Anamnese, also Krankheitsgeschichte des Kindes und auch der Familie machen, um rauszufinden, ob eine familiäre Veranlagung da ist. Für einen Nachweis von den Lebensmitteln oder auch anderen Stoffen, auf die man allergisch mit Hautschlägen reagieren kann, gibt es eine ganze Reihe von ´konservativen´ Testverfahren. Allerdings sind, meines Wissens, nicht alle für Säuglinge geeignet. Darum bleibt es häufig ein Detektivspiel. Aber es existieren auch alternative Testverfahren wie die Bioresonanz, welche allerdings auch umstritten ist. Zur Pflege des Gesichts haben Sie vermutlich Linola Fett erhalten; die ist erprobt und meist gut verträglich für trockene bis sehr trockene Haut; leider verstärkt sie meist den Juckreiz, wenn die Haut schon heiss und geschwollen ist, weil sich die Wärme staut. Die Zinkcreme hilft beim Abtrocknen der feuchten Stellen. Sie ahnen wahrscheinlich schon, dass es nicht „die“ Creme gibt, sondern nur das Ausprobieren verschiedener Produkte hilft. Jede einzelne Creme sollten Sie erstmal konsequent ausprobieren, ehe Sie wechseln. Da braucht es Ihre Geduld und Zuversicht. Ich möchte Ihnen empfehlen, die Beikost einzeln einzuführen, damit Sie bessere Rückschlüsse ziehen können, ob Ihr Kind auf ein Lebensmittel reagiert. Das bedeutet, einige Tage zu warten und zu beobachten, ob Reaktionen der Haut da sind. Insgesamt ist es, wie bei jedem Kummer mit dem eigenen Kind, wichtig einen Arzt zu haben, dem Sie vertrauen können und der sich Zeit für Sie nimmt. Nur so fühlen Sie sich ausreichend informiert und betreut. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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