Themenbereich: Zähne / Zahnen

"trinkt keine Flasche beim Zahnen "

Anonym

Frage vom 19.03.2010

Hallo, meine Tochter ist 5 1/2 Monate alt und bekommt seit zwei Monaten Mittagsbrei und seit drei Wochen auch Abendbrei. Sie hat seit ca. 3 Tage Schnupfen (ich denke nicht, dass dies ausschlaggebend ist, aber ich erwähne es trotzdem) und verweigert seit 1 Tag die Flasche. Also sie nimmt sie in den Mund und kaut dann nur drauf rum. Den Brei ist sie aber vollkommen auf. Ich habe ihr dann versucht die Milch mit dem Löffel zu geben, damit sie überhaupt etwas Milch zu sich nimmt, dies hat sie dann auch angenommen, nur nicht viel. Ich war heute beim arzt und er meinte, dass sie nicht krank ist und ich ihr vielleicht auch zum Nachmittag etwas brei geben sollte. Gleichzeitig meinte ich, dass sie viel auf Sachen rumkaut und viel sabbert. Er meinte, dass das Zahnfleisch zwar offen wäre, aber nicht heißen muss, dass sie in der nächsten zeit auf jeden fall zahnt, aber vieles dafür spricht. Er meinte aber gleichzeitig, dass ich ihr lieber ein Zäpfchen gegen schmerzen geben sollte, falls sie nicht schlafen will und unruhig ist, da die gels und kügelchen für das zahnen nicht unbedingt helfen sollen.

Nun frage ich Sie, haben Sie noch einen Tipp für mich?

Vielen Dank.


Antwort vom 21.03.2010

Hallo!
Egal, ob Zähnchen bald kommen oder nicht: die Schleimhaut und die Kieferleiste sind empfindlich und eine Art von (Gegen-) Druck ist lindernd. Vielen Kindern hilft in der Zahnungsphase auf etwas kühlem heraumzukauen. Beissringe sind hilfreich, insbesondere, wenn sie im Kühlschrank platziert wurden, aber auch feucht-kalte Tücher reichen manchmal. Sie können genauso eine Karotte, Gurke o.a. aus dem Kühlschrank anbieten. Manche Kinder geniessen eine kleine Massage ihrer Kauleisten. Ich empfehle Ihnen, Ihrem Kind immer wieder etwas zum Rumkauen anzubieten. Neben wirklichen Schmerzzäpfchen gibt es anthroposophische Alternativen, z.B. Zäpfchen mit kombinierten homöopathischen Bestandteilen in niedriger Potenz oder aber auf Ihr Kind abgestimmte homöopathische Gaben. Manche haben gute Erfahrungen mit Bernsteinketten gemacht. Leider ist wirklich nicht jedes Gel zu empfehlen, insbesondere, wenn diese ein sog. Lokalanästhetikum und zum Teil bedenkliche Stoffe beinhaltet. Ich finde, dass es Sinn macht, dass ein oder andere auch wirklich auszuprobieren. Je nachdem, ob sich der Kummer Ihres Kindes mit einem leichteren Mittelchen beheben lässt oder aber trotz aller Massnahmen anhaltend leidet, bleibt manchmal nur ein Schmerzzäpfchen in niedriger Dosierung zu geben. Zum Essen: eine Milchmahlzeit können Sie auch in einem Brei verstecken, damit Ihre Tochter ihr Kalzium und die Eiweisse erhält. Vielleicht kann sie sogar etwas aus einer Tasse oder einem anderen Gefäss trinken (am Besten aus Plastik, falls sie das Bedürfnis hat, daran rumzukauen). Eine zu warme Milch empfindet sie wahrscheinlich als zu schmerzreich, vielleicht nimmt sie sie eher auf Zimmertemperatur. Bei manchen Kindern muss der Schmerz erst einmal richtig weg sein!, ehe sie wieder trinken mögen, aber ich bin mir sicher, dass Ihr Kind nicht anhaltend die Flasche verweigert. Leider braucht es Geduld und viel Mamanähe beim Zahnen. Aber Ablenkung insgesamt und auch eine liebevolle Massage des ganzen Körpers entspannt ein Kind. Alles Gute für das Durchhalten, Inken Hesse, Hebamme

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