Themenbereich: Schlafen

"Kind schläft auf einmal nur in Anwesenheit der Mutter ein"

Anonym

Frage vom 02.04.2010

liebe hebammen,
ich habe einen sohn von 7 1/2 monaten. mit zwei monaten, ist er bereits nach seiner letzten flasche in seinem bettchen, im kindezimmer eingeschlafen, egal ob er müde oder putzmunter war. zwischen 0 und 4 uhr wird er wach und ich nehme ihn mit ins ehebett. mein mann und ich finden das sehr schön, ist also kein problem. seit ca. zwei wochen klappt das einschlafen allerdings garnicht mehr. ich achte darauf, dass er tagsüber nicht zuviel schläft und in der regel ist sein mittagsschlaf spätestens um 15 uhr beendet. danach schläft er nicht mehr! sobald ich ihn, wie gewohnt um 19 uhr oder auch probeweise eine stunde später ins bett lege und ich mich von ihm weg bewege, fängt er zu schreien an. wir haben schon einiges ausprobirt, jedoch ohne großen erfolg..
ihn z.b. rausgenommen und aufbleiben lassen oder ihn auf dem arm einschlafen lassen. sobald ich ihn aber wieder ins bett lege,fängt er wieder bitterlich zu weinen an! auch alleine ins ehebett gelegt zu werden gefällt ihm nicht. einmal habe ich ihn schreien lassen und bin alle paar minuten kurz rein gegangen.auch völlig sinnlos!!
sobal ich mich aber mit ihm ins ehebett lege, dreht er sich zur seite und schläft ein. wenn ich wüsste, dass es nur eine phase ist, wär das kein problem mich mit ihm hin zu legen. ich habe aber angst, dass er sich das oder das lange aufbleiben angewöhnt. vom langen schreinen lassen, bis er nicht mehr kann, halte ich nichts!! ich hoffe sie können mir weiter helfen. vielen dank jedenfalls im voraus für ihre antwort!

Antwort vom 04.04.2010

Hallo!
Ich kann Ihnen einige Denkanstösse geben zu Ihren Beschreibungen, aber leider keine absolute Antwort. Als erstes würde ich erstmal davon ausgehen, dass es nur eine Phase ist. Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass Schreien lassen überhaupt keine gute Idee ist. Ihr Sohn braucht weiterhin Ihre liebevolle Betreuung und Geduld, Zuversicht und wahrscheinlich ein bisschen Detektivarbeit. Zweitens würde ich Ihnen empfehlen mit Ihren Mann zusammen zu besprechen, was sich verändert haben könnte, einerseits tagsüber, andererseits nachts. Sind Sie zurück ins Berufsleben, haben Sie mit der Beikost begonnen, hat sich familiär etwas ereignet? Kinder haben so unglaubliche Sensoren, dass Sie auch gut an eher abwegige Sachen denken können und in Betracht ziehen. Vielleicht fremdet Ihr Sohn schon? In dieser Zeit ist der Drang zurück zur vertrauen Mutter besonders gross, aber auch nur eine Phase. Um die Trennung von Mama und Papa in der Nacht gut bewältigen zu können, brauchen Kinder die Geborgenheit und auch Rituale und Kontinuität am Tag. Es ist immer hilfreich, ein Kind mit viel Körperkontakt und Zuwendung zu versorgen, aber gleichzeitig ist es gut, es in seiner Selbständigkeit zu fördern (auf seinem Entwicklungsniveau). Ich gebe Ihnen ein Beispiel: falls Ihr Sohn gerade das Löffeln lernt und gerne seinen eigenen Löffel hat und das Breieessen auch für sich üben möchte, sollte Sie ihm in irgendeiner Form die Gelegenheit geben, diesen Schritt zu machen. Jede Form von unterstützter Selbständigkeit und Lernen ist hilfreich in anderer Hinsicht. Ansonsten: vielleicht ist ein abendliches Bad oder liebevolle Massage, Singen o.a. ein gekonnter Übergang zur Bettzeit. Ich hoffe, Sie haben die ein oder andere Idee bekommen, frohe Ostern, Inken Hesse, Hebamme

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