Themenbereich: Pflege & Wohlfühlen

"Wie muss sich der Gebärmutterhals anfühlen?"

Anonym

Frage vom 03.04.2010

Guten Morgen,

ich habe eine Frage zum Muttermund und zum Gebärmutterhals.
Zuvor muss ich noch sagen, dass ich in den Zyklen vor meiner jetzigen Schwangerschaft (21. SSW, 2. SS) regelmäßig den Muttermund beobachtet habe, dh. eine grobe Ahnung und Orientierung habe.
Vorgester ging ziemlich viel Weißfluss auf einmal ab, so dass ich sicherheitshalber einen PH-Testhandschuh benutzte und ziemlich erschrak, dass ich meinen Muttermund überhaupt nicht tasten / spüren konnte, geschweige denn den Gebärmutterhals. Als ich nach der Toilette nochmals tastete (natürlich unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften), war der Muttermund wieder tastbar, der Gebärmutterhals hatte ca. eine Länge bis zum ersten Zeigefingergliedknochen.
Nun meine möglicherweise blöden Fragen:
- Kann es sein, dass sich der Muttermund durch die Gebärmutter im Verlauf der SS immer weiter nach oben zieht? (Fundusstand 18. SSW N-2)
- Kann es sein, dass der Gebärmutterhals bzw. die Länge nur durch das reine Tasten gar nicht richtig ermittelt werden kann, sondern dass der Gebärmutterhals eigentlich länger ist und deshalb nur über den US richtig ermessen werden kann?
- Kann es sein, dass der Gebärmutterhals an den vier Seiten unterschiedlich lang ist?
In meiner ersten SS hatte ich keinerlei Probleme mit dem Muttermund /Gebärmutterhals. Es liegt auch keine familiäre Vorbelastung vor. Bislang wurde der Muttermund nur abgetastet, nie vermessen, jedes mal lt. FÄ ohne Befund.
Vielen Dank für IHre Antworten und schöne Ostern!
MfG


Antwort vom 04.04.2010

Was Sie beobachtet haben ist ganz typisch und erst mal kein Grund zur Besorgnis: Je nach "Füllungszustand" von Blase und Darm kann der MM sich unterschiedlich weit vorne oder hinten in der Scheide befinden und dementsprechend leichter oder schwerer zu ertasten sein. Nach dem Toilettengang war er besser zu erspüren, schildern Sie, da hat er durch Entleerung von Blase/ und oder Darm eine andere Position eingenommen. Oft ist er während der Schw. so weit nach hinten (darmwärts) verzogen, dass frau ihn selbst gar nicht oder kaum ertasten kann. Am besten ist er meist bei Selbstuntersuchung in der Hocke zu tasten. Die Messung der Länge erfolgt meist über den US, das Messen u Abschätzen der Länge mit dem Finger führt meist bei verschiedenen Untersuchern zu unterschiedlichen Befunden. Das regelmäßige Abtasten des MM ist eigentlich nicht notwendig, aber es schadet auch nicht, wenn Sie ab und zu selbst tasten - meist werden Sie den MM eher hinten als vorne finden. Ich wünsche Ihnen auch frohe Ostern, alles Gute!!

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