Themenbereich: Schlafen

"plötzliches völlig verändertes Schlafverhalten"

Anonym

Frage vom 21.04.2010

hallo

es geht um das thema veränderter schlafrhythmus. meine tochter - sie ist jetzt 13 wochen schlief ab der 2. woche nachts immer ohne
theater, d.h. schlief alleine ein, wachte zum stillen auf ohne gequengel oder geschrei und schlief danach wieder ein. wir gehen immer so zwischen 19 und 20 uhr ins bett
und morgens ist sie so ca. 6 uhr wach was aber völlig ok ist. sie schläft im schlafzimmer
bei uns im eigenen babybay bett. sie kam ca. 3 mal die nacht und ab der 4 woche ungefähr war die 1. schlafetappe die längste - von 3,5 - 5 stunden je nachdem. das war konstant und
alle hatten uns immer beneidet - doch seit ihrem 3 monats geburtstag vor einer woche ist plötzlich alles anders:

plötzlich hat sie überhaupt keine längere schlafetappe mehr, also auch nicht die erste. max. 2 stunden, zur zeit stille ich bis zu 7 x die nacht. erst scheint alles wie immer, sie schläft abends ganz normal ein - auch alleine wie immer -wenn sie eingeschlafen ist, liegt sie dann sehr ruhig und ganz friedlich da und schläft tief, doch dann das seltsame, sie wacht plötzlich innerhalb der 1. stunde schreiend auf -mal schon nach 10 minuten, mal nach einer stunde. ich kann sie dann in ihrem bett beruhigen mit handauflegen und stimme am ohr -und sie schläft ein. nach 1 stunde kommt sie schon wieder schreiend- diesmal will sie meistens trinken. die nacht ist es dann so dass sie nach dem stillen wie gewohnt einschläft, auch schreit sie nicht wie die ersten beiden male, aber sie ist dann oft sehr unruhig nachts. das kenne ich gar nicht an ihr.
ich bin natürlich wie gerädert, schlafe ich seitdem max. 1,5 stunden wenn überhaupt am stück. dieses ganze verhalten ist auch wie gesagt von heute auf morgen so gekommen und bislang konstant was mich sehr wundert - es ist wie wenn man einen schalter umgelegt hat - nicht mal eins, zwei nächte so chaotisch, dann wieder wie früher - nein komplett umgestellt - ist das normal bei babys oder nur bei meinem so? bei ihr kommt es mir sowieso vor nach dem motto "ganz oder gar nicht" oder "keine halben sachen" :-)
sie ist lt. ärztin und stillberaterin ( bin in einer stillgruppe einmal die woche ) ein sehr aufmerksames und aktives baby ( kein schreibaby!) und überholt sich oft selbst - sie hat kein mittelmaß - entweder ganz oben oder ganz unten mit der stimmung. sie kann sich auch sehr schlecht selbst regulieren und man kann sie am tag schlecht zum schlafen hinlegen, sie schläft nur auf mir, z.zt. kann ich sie nicht mal hinlegen wenn sie dann mal eingeschlafen ist was bislang immer klappte. aber wenn sie geschlafen hat und getrunken dann kann sie auch alleine spielen unter dem trapez z.b. - das klappt schon super. auch ist auffällig dass sie am tag seit dieser umstellung nachts einmal am tag sehr quengelig war und erhöhte temperatur hatte, danach war sie aber wie immer - also sehr fröhlich eigentlich und gut drauf mit ihren üblichen "schrei-ausrastern"d.h. sie brüllt sich sehr schnell in rage meist wenn sie müde ist oder hunger hat oder schlimmstenfalls beides - ich kann sie seit einigen wochen auch nicht mehr problemlos anlegen wenn sie müde ist und hunger hat dann schreit sie nur an der brust -deswegen lasse ich sie vorher schlafen und stille dann klappt das, das war vorher andersrum . diese umstellung machen wir jetzt die 2. woche- dadurch haben wir tagsüber längere trinkabstände ca. 3 stunden, vorher waren es 2 stunden weil ich ja vorher gestillt hatte und sie dann schlief. kann es sein dass es daran liegt, weil sie nachts sich das holt was am tag jetzt an längeren etappen da ist? aber früher anlegen geht eben nicht weil sie dann meistens brüllt. oder ist das der berühmte 3 monats schub? aber sind dann die babys nicht generell schwieriger auch am tag? außer dem auf meinem arm schlafen ist sie aber wie immer...wann merke ich ob der schub vorbei ist und kann ich irgendwas machen dass die nacht wieder so wird wie sie mal war oder muss ich da durch? ich dachte eher dass im laufe des alters alles etwas besser wird, bei gesprächen mit anderen müttern fällt schon auf dass die babys immer länger schlafen als am anfang, bei unserer ist es aber eher rückläufig, denn auch als die 1. schlafetappe 5 stunden war wie oben beschrieben ( so mit 5 wochen fing das an ) , nahm sie im laufe der woche auch eher ab mit der zeit , aber nie kürzer als 3,5 stunden. ansonsten fällt noch auf dass sie schon recht viel neue sachen kann seit letzter woche..

danke für ihre erfahrungs-tipps.

Antwort vom 23.04.2010

Hallo!
Im Grunde beantworten Sie sich selbst Ihre Fragen. Sie scheinen ein sehr aufgewecktes, temperamentvolles Kind zu haben. Und es scheint so, als müsste Ihre Kleine in der Nacht noch „Dampf ablassen“. Vielleicht ist es hilfreich, wenn Sie die Babymasssage und /oder auch die Schmetterlingsmassage erlernen. Damit können Sie Ihrem Kind sozusagen „festen Boden“ unter den Füssen bieten mit den festen und den beruhigenden Berührungen. Sicher hört es sich recht ungewöhnlich an, dass Ihre Tochter wie einen Schalter umgelegt hat. Vielleicht können Sie sich noch ins Gedächtnis rufen, was genau an dem Tag oder in den Tagen davor passiert sein könnte. Ansonsten ist das eine typische Zeit für dieses Verhalten. Manche Kinder sind in ihren Entwicklungsschüben unglaublich gereizt und sind noch leichter zu überreizen. Immer wieder und immer noch ist das Tragen im Tuch oder in der Tragehilfe eine stabilisierende Handlung. Die Kinder erfahren tagsüber den Körperkontakt und können in dieser Position gemeinsam mit Mama neue Dinge entdecken. Ein Kind, was auf der Decke auf dem Boden alleine spielt, scheint zum einen recht oft zufrieden zu sein. Wenn Sie sich aber vorstellen, Sie sprechen Ihr Kind immer von weit oben aus der „Erwachsenengrösse“ heraus an und spielen vielleicht sogar von dort aus, ist das eher eine beängstigende Position. Es macht einen grossen Unterschied, wenn ich als Mutter mich ebenfalls auf die Decke lege und ganz so in Augenhöhe des Kindes gehe. Das ist viel weniger „reizend“ und Ihr Kind kann in seiner Ebene bleiben. Ansonsten überfordert es eher auf körperlicher und psychischer Ebene. Da das ganze erste Lebensjahr eine unglaubliche Lern- und Entwicklungsherausforderung ist, wird es vielfach bei diesen Auf`s und Ab`s bleiben. Es ist super, wenn Sie regelmässig eine Stillgruppe besuchen und somit im Austausch mit anderen sind. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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