Themenbereich: Schlafen

"Kind verlangt ununterbrochen nach der Brust"

Anonym

Frage vom 18.05.2010

Liebes Hebammenteam! Vorab ein großes Lob an ihre Seite. Ich habe immer wieder rein geschnuppert und nun benötige ich ihre Hilfe.

Ich bin am Ende meiner Kräfte! Deshalb gebe ich ihnen einen kurzen Einblick in meine Situation.
~Mama von 2 Kinder 3 Jahre und 5 Monate
~beide Kinder gestillt
~es geht um die 5 Monate alte Tochter
~ Notkaiserschnitt aufgrund Plazentaablösung
~Kind kam auf Intensivstation
~Startschwierigkeiten beim Stillen-meine Tochter konnte nicht saugen und wurde Anfangs mit Spritze gefüttert, nahm dann Brust an
~entwickelte sich zu einem Schreikind und wir hatten die Hölle auf Erden
~mit 3 Wochen wurde KISS diagnostiziert und sie wurde von einem Chiropraktiker eingerenkt
~zum "Feinschliff" waren wir bei einer Osteopathin, meine Tochter hatte eine verschobene Schädelbasis, war in sich gedreht wie ein Korkenzieher und hatte verständlicherweise ein Geburtstrauma
~dann hatte sich die Situation und der Alltag allmählich gebessert, obwohl meine Tochter grundsätzlich vor jedem Schlaf brüllt, heute noch, weil sie einfach müde ist. Hin gehen und wiegen, Lied summen, schaukeln...nichts nutzt, es "schaukelt" sie nur noch mehr hoch...also lass ich sie in Ruhe bis sie in den Schlaf findet-mit Kinderarzt so besprochen-ich gehe immer wieder nach ihr Gucken.
~sie nimmt keinen Schnuller und auch nicht den Daumen
und jetzt zu meinem Hauptproblem:
Ich weiß, dass wir einen sehr schweren Start hatten und dass bei uns alles anders lief und ich bin auch dankbar für dieses Kind aber ich kann bald nicht mehr.
Sie verlangt ständig nach meiner Brust, wacht nachts auf und möchte nuckeln. Sie trinkt normalerweise 5-6 Stillmahlzeiten am Tag, fange langsam mit dem Mittagsbrei an, und nachts kommte sie manchmal gar nicht und schläft durch. Dann kommt sie mal wieder zwischenzeitlich, zeigt aber kein Durst-Hungerbedürfnis und nuckelt vor sich hin.
Wir haben jeden Abend das selbe Ritual und unser gesamter Tagesablauf ist gut organisiert und geregelt, ich bin Erzieherin und lege großen Wert darauf.
Die letzten Nächte "kam" sie um 23h, um 1h, um 4h und um 6h morgens.............
Meine Mann arbeitet im 3Schichtdienst und meine Tochter lässt sich durch nichts-nicht einmal durch ihn-beruhigen. Sie brüllt, dass können sie sich nicht vorstellen....bis sie an meine Brust kommt, dann ist alles gut. Sie nimmt auch keinen Flaschennuckel so dass ich ihr mal Tee anbieten könnte.......sie brüllt wie am Spies bis sie an die Brust kommt.
Mich macht die gesamte Situation so fertig, dass ich momentan nur noch heulen könnte. Ich bin am Ende meiner Kräfte und weiß nicht weiter, weil uns auch keiner helfen kann. Wir haben so viel "durch" und so viel versucht. Ich habe schon gar keine Lust mehr zu stillen,aber was dann, meine Tochter würde verhungern. Es ist so schwierig zu mal das Tagesgeschäft mit dem Großen auch laufen muss. Ich bin eine Herzblutmama, aber ich bin fertig. Hilfe von Außen kann ich kaum erwarten, meine Mutter ist krank.
Es leidet das gesamte Familienleben darunter, dass ich im Dauereinsatz bin und nie Zeit zum Verschnaufen habe. Ich hoffe sie verstehen mein Anliegen zumal es ja sehr komplex ist. Ich wäre ihnen dankbar wenn sie einfach nur zuhören würden und den ein oder anderen Ratschlag hätten bezüglich des Saugbedürfnisses meiner Tochter und der gesamten schwiereigen (Schlaf)Situation.

Antwort vom 19.05.2010

Hallo,
Respekt, was Sie alles geleistet haben und nach wie vor leisten. Dass Sie nicht mehr können ist nachvollziehbar. Ich denke schon, dass Ihre Tochter aus einer Not heraus so agiert, aber dazu müsste man sie kennen bzw. sie sich mal anschauen können. Daher wäre ein Rat sich nochmal an die Nachsorgehebamme zu wenden, die Sie beide ja gut kennengelernt hat. Oder an eine Beratungstelle, z.B. den Kinderschutzbund, dort könnte Sie sich mit Ihrer Tochter vorstellen und es kann gut geschaut werden, was mit Ihrem Mädchen ist. Wenn Sie ans Abstillen denken, dann muss auch daran überlegt werden. Ich bin mir sicher, dass sie nicht verhungern würde. Mit Sicherheit wäre es aber nochmal ein großes Angehen, dass viel Kraft erfordern würde.
Das Saugbedürfnis ist " normalerweise" in diesem Alter nicht mehr so stark ausgeprägt ich denke sie holt sich da auch nochmal zusätzliche Nähe, aber es steht auch ganz außer Frage, dass das eine völligen Überforderung für Sie und Ihre Familie ist. Schläft Ihre Tochter mit Ihnen in einem Zimmer? Könnte sie sich nachts zu sehr alleine fühlen und deswegen sich Ihrer Nähe so oft versichern zu müssen? Sie merken auch ich bin etwas ratlos. Meine Hoffnung wäre, dass sich einer Fachfrau/mann, der Ihr Kind kennenlernen kann Wege aufzeigen, die ich via Netz nicht sehen kann. Wenn Sie sich das vorstellen können, sich nochmal an jemanden zu wenden würde ich das für die Beste Idee halten. Ich wünsche Ihnen viel Kraft. LG Judith

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