Themenbereich: Schlafen

"Veränderung des Schlafverhaltens"

Anonym

Frage vom 01.06.2010

Hallo,

es geht um meine Kleine, jetzt 4 Monate und 3 Wochen alt. Sie ist eine schlechte Schläferin, allerdings erst seit ein paar Wochen. Am Anfang bis zu diesem Schlafproblem schlief sie sogar einige Stunden am Stück in der Nacht und eigentlich auch sehr ruhig. Sie schlief schon von Anfang an bei uns - die ersten beiden Wochen in unserer Mitte im Elternbett, danach neben mir im Beibettchen bis heute.
Seit ein paar Wochen ist sie nachts unruhig, findet schlecht in den Schlaf und schläft kaum mehr als 2 Stunden am Stück, wacht auch weinend auf und findet nicht mehr in den Schlaf zurück ohne Hilfe. Hilfe heißt dass ich sie hochnehmen muss weil sie sich sonst gar nicht beruhigen läßt.
Meistens wenn ich sie hinlege und ich dann wenn sie eingeschlafen ist rausgehe, dauert es kaum 1,5 Stunden und sie wacht das erste mal auf. Sie schreit auch sofort, ich versuche sie dann erstmal so zu beruhigen was aber meistens nicht klappt denn sie schreit sich sofort in Rage wie oben geschrieben. Sie steckt zwar ihr Händchen sofort in den Mund( was ja zur Beruhigung dient ) aber beruhigt sich dadurch gar nicht. Auch hat sie in 2 Stunden Abständen Hunger, zumindest schluckt sie ein paar Minuten richtig dolle und dann kann ich sie wieder hinlegen und sie schläft weiter. Ich habe aber auch das Gefühl dass sie von der Tiefschlafphase oder die sog. Übergangsphase nicht in die nächste Schlafphase anknüpfen kann, denn zweimal konnte ich sie durch hochnehmen und auf meinen Bauch legen beruhigen und sie schlief wieder ein. Wenn sie dann mal schläft ist es meistens in der 2. Nachthälfte so dass sie extrem
unruhig ist, der Kopf wird hin und hergeworfen, sie reibt sich die Augen die ganze Zeit und wirft die Beine hoch. D.h. ich habe kaum mehr Zeit richtig zu schlafen dadurch, ist die Nacht durch das ständige Stillen ja sowieso schon sehr kurz.
Kann es sein dass sich das Schlafverhalten dermaßen ändert? Zahnen tut sie nicht und ansonsten haben wir auch keinerlei neuen Abläufe vom Tag, auch bringen wir sie immer abends mit dem gleichen Ritual zur gleichen Zeit ins Bett, das klappt ja bislang problemlos. Ich kann nur nicht verstehen wie ein Baby was mal ruhig und einige Stunden schlief dermaßen unruhig wurde und eine Kurzschläferin...ich weiß nur dass sie vor ein paar Wochen natürlich einen Schub machte und ein sehr aktives und aufmerksames Baby ist, sie saugt alles auf wie ein Schwamm, auch versuche ich deshalb ihr nicht zuviel Reize am Tag zu geben was sich natürlich wenn man mal in die Stadt geht etc. nicht vermeiden läßt. Auch habe ich festgestellt dass das oft keine Rolle spielt, so kann man einen ruhigen Tag haben mit nur spazieren gehen und sonst zuhause bleiben und sie schläft schlecht, am nächsten Tag kann Besuch da sein oder sie erschreckt wegen einem lauten Geräusch sehr extrem ( beim Schlafen im Kinderwagen wurde sie z.B. von Notarzt Sirenen geweckt die ja extrem laut sind und sie schrie damals ganz lange und konnte sich kaum beruhigen ) und sie schläft gut. Oder auch umgekehrt, also man kann nicht sagen wenn der Tag so und so ist, ist die Nacht so und so.

Sie ist tagsüber ein sehr fröhliches Baby und lacht sehr viel, auch beim Aufwachen strahlt sie sofort. Sie wächst und gedeiht gut, so gesehen sind wir natürlich sehr glücklich darüber.
Eine Sache noch zum Tag:Auch hier findet sie schwer in den Schlaf, versucht es zwar, gibt aber sofort auf und schreit - einfach so beruhigen ohne hochnehmen - keine Chance. Also landet sie meist auf meinem Bauch, versuche aber damit sie es sich nicht angewöhnt sie im Tiefschlaf dann hinzulegen. Im Maxi Cosi oder Kinderwagen schläft sie problemlos.
Wir wissen einfach nicht was wir tun können und hoffen auf ihren Rat - es ist nur schwer zu wissen dass sie ja eigentlich schlafen kann oder konnte und dann nebst unserem Schlafmangel so tatenlos zuzusehen wie sie auch selbst mit dem Schlaf kämpft.

Viburcol Zäpfchen hatten wir schonmal ausprobiert, die halfen aber nicht...gibt es irgendwas was man tun kann damit sie eine gute Schläferin wird oder müssen wir uns erstmal mit dem Los abgeben :-)

Danke und viele Grüße


Antwort vom 03.06.2010

Hallo,
im Grunde gibt es tatsächlich nur das Durchhalten. Kinder verändern ihr Schlafverhalten immer wieder. Mit fast 5 Monaten macht sie auch gerade einige neue Erfahrungen und Entwicklung durch die meist von Schlafveränderungen und anderen Unruhezuständen begleitet sind. Damit sie sich nicht so wachzappelt können Sie versuchen sie zu pucken. Darunter versteht man ein sehr enges Einwickeln des ganzen Kindes inclusive Händchen. Manchen Kindern gibt das viel Halt und sie werden von den eigenen Bewegungen nicht aufgeweckt. Wenn sie das nicht kennt, wird sie anfangs protestieren, es lohnt sich durch zu halten und sie nicht sofort wieder auszuwickeln. Das Einschlafen lassen auf dem eigenen Bauch und das hinlegen wenn das Kind tief schläft halte ich für keine so gute Lösung, sie wird das irgendwann registrieren und dann auch wieder wachwerden, weil sie merkt, dass Sie irgendwann wieder weg sind. Das Liegenlassen im eigenen Bettchen und dieses auch begleiten durch Anwesenheit und streichlen ist zwar kräftezehrend bringt langfristig aber den Erfolg. Halten Sie durch, es geht vorüber. LG Judith

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