Themenbereich: Milchfluss & Milchbildung anregen

"Unruhige Stillzeiten am Abend"

Anonym

Frage vom 17.06.2010

Hallo,
meine Tochter ist jetzt 7 Wochen alt. Wir stillen voll aber seit einiger Zeit (ca. 2 Wochen) gibt es abends zunehmend Unruhezustände. Sie hat unbändigen Durst. Wenn ich ihr die erste Brust gebe ist noch alles in Orndung. Bei der zweiten Seite wird sie sehr unruhig, bäumt sich auf, stößt sich mit dem Arm gegen mich und will nicht trinken. Wenn ich ihr die Brust dann doch an den Mund führe, ist sie wie ein Raubtier, gibt seltsame Geräusche von sich und tischt mit dem Kopf immer gegen meine Brust.Versucht aber trotzdem an die Brustwarze zu kommen, weil sie anscheinend Hunger hat. Jetzt geben wir abends die Flasche und sie ist schon deutlich ruhiger. Gestern hat sie abends jede Brust ruhig 20min. getrunken und wurde anschließend erst unruhig. So habe ich ihr noch 50ml abgepumpte Milch gegeben und sie war total entspannt. Kann es sein das ich abends zu wenig Milch habe? Gute 2 Stunden später hatte sie schon wieder Hunger und wir haben ihr Aptamil gegeben. Sie trinkt an den 170ml ca. 40min. Ist das ok? Es dauert ja schon sehr lange und wenn die Milch dann so abgekühlt ist, kann man sie überhaupt weitertrinken lassen und wann kann man die nächste Flaschennahrung dann wieder geben?

Vielen Dank

Antwort vom 20.06.2010

Hallo!
Ich habe leider keine eindeutige Antwort für Sie. Für die Unruhe an der Brust kann es mehrere Gründe geben. Häufig geht es um den Milchspendereflex (zu schnell oder zu langsam), aber manchmal geht es auch um die Milchmenge. Am ehesten könnte Ihr Kind noch einen Wachstumsschub haben und damit wäre es ganz normal und sinnvoll, sie insgesamt häufig an die Brust zu legen, damit sich die Milchmenge auf den Bedarf des Kindes einstellt. Mit der Gabe von Aptamil durchbrechen Sie den Kreislauf. Vielleicht ist es eine gute Idee, den Tagesablauf nochmals durchzugehen, Ihr Kind wirklich nach Bedarf anzulegen (keinen Nuggi-Einsatz), selbst genug und ausreichend zu essen (warme Mahlzeit vor dem Abend). Auch in dem Alter ist nicht zu erwarten, dass ein Kind nur alle 3-4 Stunden trinkt, sondern auch schon mal nach 2 Stunden Hunger hat. Je ruhiger Sie selbst mit der Erfahrung der letzten Wochen bleiben und auch Ihrem Kind vermitteln, dass Sie schon wissen, wo es lang geht, desto besser sind die unruhigen Stillsituationen zu bewältigen. Trinkmenge und Dauer können sehr unterschiedlich sein, aber prinzipiell macht es einem Kind nichts aus, die abgekühlte Milch zu trinken. Eine PreNahrung kann übrigens wie Muttermilch nach Bedarf gefüttert werden. Sie haben Anspruch auf Stillberatung, nutzen Sie den Besuch einer Hebamme oder Stillberaterin. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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