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"Wie komme ich ohne das "Stillen in den Schlaf" aus?"

Anonym

Frage vom 19.06.2010

Hallo,
bei meinem Sohn (5 Monate) möchte ich jetzt langsam Beikost einführen. Bisher stille ich komplett. Jedoch mache ich mir Sorgen. Er schläft zu seinen festen Schlafzeiten, und auch nachts nur beim Stillen ein. Welche Tricks gibt es, ihn nach der Breimahlzeit z.B. mittags oder auch ganz wichtig abends zum Schlafen zu bringen?
Davor habe ich echt ein bischen Angst.
Vielen Dank für die Hilfe.


Antwort vom 21.06.2010

Hallo!
Ich würde primär empfehlen, da ganz ohne Bedenken dran zu gehen. Da ein Kind mit Beginn der Beikost noch keine grossen sättigenden Mengen isst (meistens jedenfalls), ist das Stillen dazu noch wichtig und richtig, aber vielleicht sollten Sie praktischerweise vorher stillen (insbesondere am Anfang), um dann zu schauen, wie es sich entwickelt. Das Saugbedürfnis (nebst der Milch als Nahrung) wird Ihrem Kind noch länger bleiben, und das wird es auch sein, was ihn in den Schlaf kommen lässt. Natürlich versuchen viele Mütter den „Saugwechsel“ von Brust zu Nuggi in dieser Situation. Das ist eine Möglichkeit, auch, wenn sie neue Abhängigkeiten schafft. Da es generell darum geht, einen Ersatz zu finden für das Einschlafen an der Brust, aber Ihr Kind sicher noch länger Begleitung braucht, um in den Schlaf zu finden, werden Sie einfach ausprobieren müssen, was funktioniert. Manche probieren, Ihr Kind wach ins Bettchen zu legen. Die Nähe einer Bezugsperson, entweder durch Stimme, Hand auf dem Bauch, auf dem Arm oder ähnliches ist für die meisten Kinder unabdingbar, aber es tut sicher auch gut, den Vater mit einzuspannen. Zum Vater hin ist keine „Brusterwartungshaltung“ zu erwarten und vielleicht kann somit Ihr Partner zunehmend den Part von ins Bett bringen mit übernehmen. Gute Absprachen miteinander sind hilfreich und beruhigend! Sie müssten für sich rausfinden, wann Sie Neuerungen zum Einschlafen ohne Stillen am Besten anbringen; viele Mütter versuchen das als erstes im Tagesablauf, als letztes in der Nacht oder zum Abend hin. Das bedeutet, dass meistens diese Neuerung stückchenweise eingeführt werden sollte. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass Sie als Mutter gut für sich und Ihr Kind nachgespürt haben sollten, was wirklich für Sie beide richtig und wichtig erscheint. Nur, wenn Sie wirklich davon überzeugt sind von Ihrem Tun (und nicht denken, dass „müssten“ Sie machen), dann wird es im besten Fall auch klappen. All unsere Kinder spüren sofort! jede Unentschlossenheit heraus. Ich möchte Ihnen empfehlen, auch die Stillberaterinnen der www. LaLecheLiga (Mutter zu Mutter Beratung) in Ihrer Nähe zu nutzen. Diese haben sicher nochmals praktikable Tipps und können Sie vor Ort begleiten! Alles Gute und einen guten Übergang, Inken Hesse, Hebamme

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