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"Später ES ein Problem beim Schwanger werden?"

Anonym

Frage vom 20.07.2010

Hallo liebes Hebammen-Team,
Ich bin 33 Jahre alt und habe seit meinem 15 Lebensjahr mit Mikro-Pille und die letzten 8 Jahre mit Nuvaring verhütet. Da wir uns ein Baby wünschen, verhüte ich seit 8 Monaten nicht mehr mit hormonelle Kontrazeptiva nur noch mit Kondom.
Gleichzeitig messe ich meine Basaltemperatur . Da ich mir mit der Auswertung der Kurven nicht so leicht tat, habe ich mir zusätzlich ein Persona gekauft, um den LH Anstieg vor dem Eisprung zu messen bzw. zu sehen, ob überhaupt und vor allem wann ein Eisprung stattfindet.
Ich will meinem Körper so die Zeit geben, sich umzustellen.
Mein Zyklus war von Anfang an sehr regelmäßig (28/29 Tage). Mein FA sagte mir auch beim letzten Ultraschall, dass beide Eierstöcke arbeiten und Follikel produzieren und dass meine Schleimhaut gut aufgebaut ist.

Wir wollen nun so endgültig "los legen" mit einem Baby, doch es gibt zwei Dinge, die mir etwas Sorgen bereiten:
Die ersten 3 Monate nach Absetzen der Verhütung waren meine Basalkurven noch sehr "unregelmäßig und wirr", die letzten 3 Monate lief das Ganze schon recht gut und ich konnte auch einen erst kurzen Abfall und dann den Temepartur-Anstieg nach dem Eisprung beobachten.
Im letzten Monat hatte ich auch einen LH Anstieg am 17. und 18. Tag.

Es gibt allerdings wie gesagt 2 Dinge, die mich etwas beunruhigen:
1. Eisprung:
Diesen Zyklus läuft meine Kurve relativ gerade, aber es ist kein Temp.-Anstieg zu verzeichnen, auch das Teststäbchen
zeigt keinen LH-Anstieg an.
Bei der Routinekontrolle habe ich meinen FA darauf angesprochen, er hat auch auf dem Urltraschall auch kein sprungreifes Follikel entdeckt und meinte, dass es wohl keinen Eisprung gegeben hätte und es oft vorkommt, dass in einem Zyklus mal kein ES stattfindet (dass es sogar ab dem 35. LJ im Schnitt nur noch 5 mal im Jahr sind) und dass es bis zu 1 Jahr dauern kann, bis sich alles im Körper soweit normalisiert hat und man schwanger wird.

2. Später Eisprung im Zyklus
Ich habe ihn auch darauf angesprochen, dass (wenn es einen gibt) mein ES so spät im Zyklus stattfindet (Zyklus ist 28 Tage, da sollte ES doch so am 14. Tag sein; bei mir war es aber immer später bisher, so 19./20.mal auch 21. Tag). Ich wollte wissen, ob es sein kann, dass eine Gelbkörperschäche vorliegt.? Er meinte, dass bei 99 % der Frauen bei einem Zyklus von 28 Tagen der ES am 14. Tag ist, aber dass es durchaus Abweichungen geben kann und alles noch kein Grund zur Besorgnis ist. Er könne sich nicht vorstellen, dass eine solche Schwäche vorliegt, weil die Kurven alle (bis auf diesen Monat) angestiegen sind in der 2. Zyklus-Hälfte und das wäre bei einer Schwäche sonst nicht der Fall. Ich solle mich entspannen, regelmäßig Verkehr haben und alles andere würde sich finden....

Leider ist das für mich nicht ganz so leicht, wie ich mir das vorgestellt habe, zumal er mir auch aufgezeigt hat, wieviel schwieriger es mit zunehmendem Alter wird, schwanger zu weden und wie hoch die Wahrscheinlichkeit überhaupt ist, in einem Zyklus schwanger zu werden - da frage ich mich ernsthaft, warum das so viele Leute schaffen ;-)

Ich möchte Sie um Ihre Meinung zu den o.g. Punkten bitten und vielleicht können Sie mir ja auch etwas empfehlen, was ich unterstützend tun kann um einen regelmäßigen ES zu haben und dass er etwas früher im Zyklus stattfindet.

Danke und herzliche Grüße


Antwort vom 22.07.2010

Ich kann bzgl der Ansicht zu den "Problemen", die Sie nennen, Ihrem FA nur zustimmen: auch nach meiner Einschätzung bewegt sich das alles im normaelen Rahmen!
Wichtig, um ein Kind zu zeugen wäre nun nach meiner Meinung vor allem, die Kondome beim GV wegzulassen, sonst wirds nix ;-))! Also: alles Messen, Überwachen, Kontrollieren und Beeinflussen hilft nichts, wenn SIe nicht den Spermien Gelegenheit geben, zum Ei zu gelangen! Ob da nun der ES in der Mitte vom Z oder später oder früher stattfindet, ist eigentlich völlig egal, wenn Sie halbwegs regelmäßig miteinander schlafen, idealerweise dabei Spaß haben und auch ansonsten ein relativ gesundes Leben führen, das Ihnen im großen Ganzen jeden Tag Freude macht. Früher oder später klappt es bestimmt - wie Sie schon gemerkt haben, mit zunehmendem "Alter" mit zwar sinkender ES-Häufigkeit, aber auch bei diesen selteneren Eisprünge können Sie die Chance haben und nutzen, ein Kind zu zeugen.
Eine Gelbkörperschwäche kann Ihr Problem eigentlich nicht sein, denn das Gelbkörperhormon wird ja sowieso erst nach dem ES produziert, Das Problem (wenn es denn überhaupt eins ist), liegt also eher in der 1. Z-Hälfte: beim FSH oder Östrogen. Evtl können Sie mit Damiana und / oder Basilikum ein bisschen unterstützen. Ich wünsche Ihnen alles Gute - bestimmt klappt es, wenn Sie es erst einmal "wagen"!!

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