Themenbereich: Fruchtbarkeit beeinflussen

"wie kann ich die Fruchtbarkeit in der Stillzeit erhöhen?"

Anonym

Frage vom 20.07.2010

Liebes Hebammen-Team,
mein Mann und ich wünschen uns ein zweites Kind. Aus Krankheitsgründen geraten wir unter Termindruck, was das zweite Kind angeht. Mein Sohn ist mittlerweile 6 Monate alt und wird noch gestillt. Er bekommt mittlerweile eine Breimahlzeit. Wenn mein Mann therapiert wir, können wir mindestens zwei Jahre keine Kinder mehr bekommen. Damit würde der Altersunterschied sehr groß werden. Das möchte ich nicht so gern. Gibt es die Möglichkeit, die Fruchtbarkeit in der Stillzeit zu erhöhen?

MfG

Antwort vom 22.07.2010

Hallo!
Ich versuche, Ihnen einige Tipps zu geben, wie Sie Ihre Fruchtbarkeit beobachten können. Falls sich Ihr Menstruationszyklus schon wieder eingestellt hat, kann es hilfreich sein, dass Sie die Regelmässigkeit unterstützen mit Tees (z.B. Frauenmanteltee). Falls sich Ihr Zyklus noch nicht wieder eingestellt hat, (ist bei vielen Frauen so in der vollen Stillzeit), kann es sein, dass sich jetzt mit der ersten und jeder weiteren Breimahlzeit die erste Menstruation meldet (und vielleicht auch der erste Schnupfen oder Infekt beim Kind...). Durch die abnehmende Häufigkeit und auch Länge der Brustmahlzeiten wird dem Körper ein Signal gegeben. Manche Frauen haben die Erfahrung gemacht, dass beim (sehr) schnellen Ersetzen von einer Brustmahlzeit zu einer weiteren B(r)eimahlzeit der Zyklus einsetzt. Allerdings ist Ihr Kind erst 6 Monate alt und damit Sie beide einen unbeschwerten Übergang finden, braucht es ganz dringend auch Ihre Geduld mit seinen Entwicklungsschritten und Bedürfnissen. (Es gibt Kinder, denen der Übergang viel zu schnell geht und die dann einfach überfordert sind.) Falls Sie noch keine Menstruation haben, könnten Sie aber dennoch einen Eisprung haben. Diesen herauszufinden geht über die Beobachtung des Scheidenschleims und der Temperaturmethode. Damit könnten Sie und Ihr Mann einen günstigen Moment herausfiltern. Und ich vermute Sie ahnen, dass der grosse restliche Teil nicht in unseren Händen liegt. Vielleicht darf ich Ihnen noch folgende Worte mitgeben: allein schon beim Lesen Ihrer Frage bekomme ich selbst das unangenehme Gefühl einer Atemlosigkeit und ich glaube, gut nachvollziehen zu können, dass Sie das Gefühl haben, Ihnen läuft die Zeit davon. Dabei würde ich aber auch denken, dass es Ihnen als kleine Familie mit gesundheitlichen Sorgen sehr gut tun würde, inne zu halten. Von aussen betrachtet nehmen Sie sich gerade folgendes vor in den nächsten Monaten: Sie möchten erneut schwanger werden und neun Monate Schwangerschaft gesund überstehen (!). Sie möchten Ihren Sohn von unter einem Jahr begleiten und gleichzeitig Ihrem Ehemann Halt und Zuversicht schenken, der demnächst sich intensiv in aerztliche Behandlung gibt. Sie haben sich eine Goliath-Aufgabe vorgenommen und auch das kann ich verstehen, denn alle Ereignisse haben Sie sicherlich aus Ihrer Bahn geworfen und all Ihre Pläne scheinen nichts mehr wert zu sein; Sie wollen einfach in Ihre Umlaufbahn zurück. Ich wünsche Ihnen, dass Sie vor Ort professionelle Hilfe erhalten und damit einen guten Weg finden, alle Wünsche in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die allerbesten Wünsche Ihnen und Ihrer Familie, Inken Hesse, Hebamme

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