Themenbereich: Stillen

"brauche Fahrplan für die Einführung von Beikost"

Anonym

Frage vom 24.08.2010

Hallo,
ich habe überall im Internet nach Antworten gesucht und hoffe nun auf Klarheit;-)) Mein Sohn ist nun 6,5 Monate alt und ich probiere hin und wieder die Beikost einzuführen. Ein paar Löffel Mittags mehr sind nicht drin ( ich probiere es seit 6 Wochen) Verschiedene Gläschen und auch viel selbstgekochtes, wobei ich dort Angst habe, dass zum Beispiiel Kartoffeln zuviel Stärke haben für die Babys( hörte ich) und ich nicht die Vitamine dem Kind gebe, die er braucht. Und bei Fleisch habe ich da ähnliche Ängste. Bei der Gläschenkost ist es so, dass ich in Stiftung Warentest verschiedene alte Artikel las, in der Deckel verunreinigt waren und Säuglingsnahrung tödliche Bakterien enthalten haben...schlimm. Nun habe ich Abendbrei angefangen zusätzlich. Aber er hat seitdem immer festen Stuhl und quält sich so damit, weint nun auch öfter mal wegen Blähungen und Schmerzen beim rauslassen glaub ich. Ich weiß nun nicht ist das vom Mittag oder Abendbrei. Dort habe ich verschiedene Flocken probiert. mochte er nicht..bis ich dann Milupa Breie probiere gerade. Hier mag er den einen oder anderen (10.15 Löffel) aber ich fürchte es drückt im Bauch ( achso ich stille sonst voll) Heute Nacht habe ich zum ersten mal angefangen Fencheltee meinen quängelndem Baby zu geben, denn im Halbschlaf scheint er diesen zu nehmen und ich glaube er schlief ruhiger. Sonst habe ich nachts seit Anfang an in meinem Bett einfach meine Brust gegeben und er hat dort immer noch getrunken 1-2 mal nachts. Weil i ch den Abendbrei angefangen habe , dachte ich, dass wäre ja genug- Ach ich bin so allein gelassen mit der Ernährung. Ich würde fast eine Flaschennahrung kaufen, damit ich weiß wieviel er isst, dort weiß ich aber auch wieder nicht welche empfohlen wird. Habe gelesen Novalac oder so aus der Apotheke soll gut sein, gibt es auch für Verdauungsproblemkinder und ich glaube meiner ist so ein Fall. HA hatte ich mal probiert, lehnt er ab. Sonst habe ich keine weitere Flaschennahrung ausprobiert. Möchte am liebsten einen Fahrplan;-)) was fehlt noch?? ja er hat vor 3 Wochen noch über 8 Kilo gewogen und ist 70 cm , ich könnte mir vorstellen, dass er schon mehr wiegt. Alle sagen er ist gut dabei. Bevor ich also weiter herumexperimentiere, vielleicht haben sie den einen oder anderen Rat für mich? Die Kinderärztin ( Homoöpathin) hat mir Stutenmilch empfohlen, aber da traue ich mich nicht ran, solange still ich weiter. Das problem ist nur, wenn das so weitergeht, dann still ich einfach voll weiter und der Kleine kriegt dann gar nichts, weil ich glaub sein darm mag das nicht. Vielleicht ist wichtig zu wissen, dass er als Neugeborener Gries(slege) in der Galle hatte???Aber das war eigentlich gut.

Antwort vom 25.08.2010

Hallo!
Ich lese aus Ihrer Beschreibung, dass Sie am allernötigsten jemanden vor Ort brauchen, der mit Ihnen die richtige Einführung von Beikost bespricht und Ihnen ausserdem auch die Möglichkeit gibt mit den vielen Hiobsbotschaften rund um die Ernährung richtig umzugehen. Ich vermute, Sie haben das Gefühl, dass Ihr Sohn schon längst reichlich essen müsste oder vielleicht ist das Ihnen vermittelt worden, aber zum jetzigen Zeitpunkt wird er bei vollem Stillen nach wie vor ausgezeichnet mit reichlich Kalorien und auch Vitaminen von Ihnen direkt versorgt (und nach wie vor hygienisch einwandfrei, schön verpackt, wohltemperiert und gut schmeckend). Einerseits scheint Ihr Kind einfach noch nicht bereit zu sein für die Beikost. Ausserdem überfordern Sie ihn (und sich selbst) auch mit Ihrer Vorgehensweise, denn es braucht mit Einführung von neuen Nahrungsmittel immer einen kleinen Zeitraum von einigen Tagen, um die Verträglichkeit zu erkennen und Ihrem Sohn die Chance zu geben mit etwas Ausdauer und Geduld das Löffeln erlernen zu können. Ich kann übrigens den Rat zur Stutenmilch nicht nachvollziehen und stimme Ihnen zu, einfach weiter zu stillen. Breie und anderes sind die „Bei-Kost“ und Ihre Muttermilch zur Zeit nach wie vor Hauptnahrungsmittel Ihres Kindes. Sie dürfen sich entspannen und sich Rat bei Ihrer Nachsorgehebamme oder einer Stillberaterin (gibt eine ganz in Ihrer Nähe) holen. Eventuell hilft es Ihnen auch, ein gutes Buch zu dem Thema zu lesen; ich empfehle Ihnen von Gabi Eugster „Babyernährung gesund & richtig“ im Verlag Urband&Fischer. Viele Ihrer Fragen sind dort ausführlich und beruhigend beschrieben und es gibt Ihnen den Fahrplan sozusagen in die Hand. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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