Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"Wie erkenne ich Wehenbereitschaft ? Was kann man tun um die Geburt zu provozieren?"

Anonym

Frage vom 02.09.2010

Liebe Hebamme!!

Ich bin 39+1 (ET 15.09.2010). Es ist meine 5. Schwangerschaft und bisher kamen alle Kinder leider erst nach dem ET zur Welt. deshalb habe ich Angst, daß es dieses mal wieder so sein wird. Mein Mann hat in drei Wochen einen dringenden OP Termin, möchte aber bei der Geburt unbedingt dabei sein und seine Sohn im Arm halten und streicheln können, was mit einer frisch oprierten Hand nicht so toll wäre. Ausserdem muss er ja nach der OP eine Woche im KH bleiben. Wenn ich zu dieser Zeit auch im KH liege, haben wir ein Betreuungsproblem unserer noch zu Hause lebenden Kids. Um diese Probleme zu umgehen, möchte ich gerne den Tee mit Zimt,Nelken,Ingwer und Verbenentee zur Wehenförderung nutzen. Da ich unserem Kleinen aber wirklich nicht zu früh da rausreissen will, möchte ich unbedingt erst damit beginnen, wenn ich eine Geburtsbereitschaft feststellen kann.

In der Nacht vom Sonntag zu Montag hatte ich 3 Wehen. Sie waren schwach mit Druck auf dem Beckenboden, ziehen in der Leiste und im unteren Rückenbereich, jedoch stark genug, um davon aufzuwachen und dachte schon, daß es der Startschuss war. Ich habe ansonsten einen sehr festen Schlaf.
Seitdem habe ich Probleme beim Laufen, Schmerzen im Schritt, öfters stechenden Schmerz in der Scheide und ständig einen harten Bauch (Wehen?) mit noch stärkerem Druck im Beckenboden. Das geschieht sehr unregelmäßig, manschmal in einer Stunde bis zu zehn Mal mit kleinen Pausen und dann wiederum stundenlang nichts.

Gestern war ich beim FA und der sagte mir, daß der Kleine schon sehr tief liegt und auf den Beckenboden drückt, der MUMU aber noch zu sei. Mehr Infos habe ich leider nicht erhalten. Aber da der Kleine schon so tief liegt, denke ich, daß der GMH schon verstrichen ist. Beim CTG konnte ich nicht sehen, ob mein harter Bauch vllt schon als Wehen geschrieben werden können, da ich leider erst danach wieder welche hatte. Tja unser Kleiner lässt sich halt nicht gern durchschauen;o)

Ich habe bereits die Brustwarzenstimulation und heiß Duschen (keine Badewanne vorhanden) ausprobiert, bin mir jedoch nicht sicher, ob ich das richtig gemacht, oder die Zeichen richtig erkannt habe. Leider finde ich hier nirgens eine Info zur Stärke der Wehen, wie sie zB nach der Brustwarzenstimulation sein sollten um eindeutig eine Geburtsbereitschaft zu erkennen. Ich bin mir nicht sicher, ob der harte Bauch mit Druckgefühl nach der Brustwarzenstimulationschon oder ein dauerhafter harter Bauch mit Drückgefühl unter der Dusche auch schon etwas über die Geburtsbereitschaft aussagt. Ebenso bin ich mir nicht sicher, ob eine Dusche überhaupt wirkungsvoll sein kann. Beim Baden werden ja bekanntlich alle relevanten Stellen zeitgleich stimuliert während beim Duschen einzelne Stellen nur abwechselnd berieselt werden können.

Meine Frage daher lautet: Welche Tricks kann ich anwenden um diesen Test auch unter der Dusche erfolgreich und Aussagekräftig machen zu können, vllm welche Stellen sollte ich wie lange und mit welcher Temperatur berieseln lassen und wie stark oder lange sollten dann die folgenden Zeichen sein, die eine Geburtsbereitschaft erkennen lassen.

Ich hoffe auf eine baldige Antwort und bedanke mich im vorraus für ihre Hilfe.
LG

Antwort vom 03.09.2010

Hallo,
wenn Sie alle Kinder nach dem errechntetem Termin geboren haben, dann würde ich davon ausgehen, dass das bei Ihnen einfach so ist und dann lässt sich da auch wenig dran drehen. Ich würde eher dazu tendieren, den OP Termin zu verschieben und dann das Kind den Termin bestimmen zu lassen, dann können Sie sicher sein, ihn nicht zu früh zu gebären. Das Duschen kann keine Wehenbereitschaft herstellen, genauso wenig das Baden, das sind Maßnahmen, die man unter einer Geburt ergreifen kann um die vorhandenen Wehen zu unterstützen, aber nicht um Wehen zu provozieren. Den Tee können Sie trinken, aber wie alle Methoden tut er nur seine Arbeit, wenn der Körper bereit ist Wehen zu machen und die Signale dafür erhält er von Ihrem Kind. Sex würde ich als wirkungsvoller einstufen, aber auch da gilt, dass das nur Geburtswehen macht, wenn die Zeit reif ist,ansonsten haben Sie Kontraktionen , aber eben keine muttermundswirksamen Wehen. Das sehr tiefliegende Kind bedeutet nicht gleichzeitig, dass der Gebärmutterhals aufgebraucht ist. Wenn Wehen dann kommen, dann können diese gut wirken, weil das Kind dann auf den Muttermund drückt und diesen sicherlich gut eröffnen wird. Geburtsbereitschaft lässt sich nicht so ohne weiteres erkennen im Grunde haben Sie erst dann Gewissheit, wenn Sie Wehen haben, die eben nicht mehr aufhören und die werden Sie auch zweifelsfrei wieder erkennen. Vielleicht nimmt es Ihnen ja den Druck, der die Geburt auch eher aufhält als fördert, wenn Sie den OP Termin um zwei Wochen nach hinten verschieben, das lässt sich sicher mit den Ärzten Ihres Mannes besprechen. Lg Judith

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