Themenbereich: Medikamente in der Schwangerschaft

"Unsicherheit in Bezug auf die Therapie im Krankenhaus?"

Anonym

Frage vom 12.10.2010

Hallo liebe Hebammen,
meine Frau liegt seit Freitag Abend im KKH, Sie ist in der 30SSW und hatte eine unauffällige SS. Am Freitag hatte Sie gegen 17:00 beim Wasserlassen bemerkt das Sie einen Schleimbrocken "verloren" hatte. Wir sind zur Sicherheit in´s Krankenhaus gefahren. Dort wurde Sie rundum untersucht und es wurde eine Harnwegsinf. festgestellt. Das CTG zeigte in ca. 30 Min. 5 Wehen mit Ausschlag bis 50 auf. Der Gebärmutterhals ist geschlossen und noch 3cm lang. Sie bekam direkt eine Dauerinfusion mit Partusisten in der Dosierung von 3.0 die Stunde. Parallel dazu 3xtgl. einen Tropf mit Antibiotika gegen die Infektion, Tabletten zum Pulssenken gegen die Nebenwirkungen und insg. 3x Lungenreife. Am Sonntag Abend wurde Antibiotika auf Oral 2xtgl. umgestellt und heute(Dienstag) morgen wurde ihr/uns mitgeteilt das ab heute die Dauerinfusion auf 2,5 reduziert wird und dies im zweitagestakt um je 0,5 weiter ausgeschlichen wird.
Meine Frage ist nun, macht das wirklich Sinn das über einen so langen Zeitraum auszuschleichen? Meine Frau hat in der ges. SS nicht ein einziges Medikament eingenommen, keinen Tropfen Alkohol zu sich genommen sich sehr gesund ernährt und sowohl Femibion als auch Magnesium genommen und nun wird über eine so lange Zeit mit dem Hammer auf die Gebärmutter gehauen...ich meine natürlich bildlich gesprochen. Auf Rückfrage heisst es nur das würde immer so gemacht werden. Warum nicht tägl. reduzieren und engmaschiger den Gebärmutterhals messen und CTG machen. Sorge mich um unsere kleine Maus, möchte nicht das sie Schaden nimmt weil eine Stationsärztin aus Unsicherheit lieber auf "Nummer Sicher" gehen möchte, denn den Oberarzt haben wir noch nicht gesehen. Auch wenn dort alle sehr lieb sind mache ich mir halt doch Gedanken.

Liebe Grüße und vielen Dank

Antwort vom 13.10.2010

Hallo,
grundsätzlich ist es besser ein Medikament auszuschleichen als es einfach abzusetzen. Die Infusion mit Partusisten ist sicher nur eine Vorsichtsmassnahme und wäre in einem anderen KKH möglicherweise unterblieben. Eine Infektion kann auch mal zu Wehen führen, so dass das auch sinnvoll gewesen sein kann, das lässt sich aber so von "Außen" nur schwer beurteilen. Häufiger vaginal zu untersuchen ist keine echte Alternative, da hierbei auch Keime in die Scheide eingebracht werden könnten und es ist auch für die Frauen oft belastend. Wenn Sie der Assistentin nicht so recht vertrauen, dann würde ich versuchen zumindest ein Gespräch mit dem geburtshilflichen Oberarzt zu bekommen. Fragen Sie nach dem Tag der Chefarztvisite, vielleicht können Sie es ja einrichten dann da zu sein und Ihre Fragen bei der Visite nochmal zu stellen. In aller Regel handelt die Assistentin auf Anordnung des Chefarztes, viele Kliniken haben Standards was in welcher Woche bei welchen Krankheitsbild gemacht wird, seltener kommt es da zu Einzelfallentscheidungen. Sie können sicher sein, dass man Ihrer Frau nichts verabreicht, was einen Schaden am Kind macht, ob alles sinnvoll ist, was gemacht wird ist sicher eine andere Frage, manchmal wird auch mehr gemacht als erforderlich gewesen wäre. LG Judith

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