Themenbereich: Flaschennahrung

"sohn mit 4 Monaten trinkt sehr wenig"

Anonym

Frage vom 07.11.2010

mein Sohn ist 4 Monate und trinkt sehr wenig, tägliche Trinkmenge so zwischen 500 und 600 ml am Tag, jede Flasche wird zum Horror er trinkt 60 ml gut und danach muss ich anfangen Ihn zu zwingen. Er bekommt Pregomin und ich muss Nestergel ren tun wegen seinem Reflux, bekommt er die Milch mit dem Breisaugeraufsatz, er hatte aber schon immer schlecht getrunken auch als ich noch gestillt habe.tagsüber will er kaum trinken ich gebe Ihm alle 3 Std. Wenn ich ihn nachts aus dem Bett hole 22 Uhr und 3.00 wenn er halbwegs schläft trinkt er ohne Probleme, Gewichtszunahme in der Woche nur 90 bis 120 . Bitte helfen Sie mir was kann ich tun. Haben Sie schon mal von so einem Problem gehört??

Antwort vom 10.11.2010

Hallo!
Ich möchte Ihnen als erstes empfehlen, allen Druck und Zwang aus dem Füttern rauszunehmen. Ich weiss, dass das leichter gesagt als getan ist, aber Essen sollte Nahrung und Genuss, familiäres Beisammensein und Kommunikation zugleich sein. Säuglinge schon merken ihren Eltern in der Mimik und Gestik an, ob sie „einen Horror“ vor dem nächsten Füttern haben und ob das Stress macht. Jeder Stress spiegelt sich im Gesicht wieder und kann sich auf das Kind übertragen. Ein Kind mit Reflux und seine Eltern haben oft eine anstrengende und mühsame Zeit, weil in vielen Fällen nur Abwarten hilft. Aber es ist sicher auch wichtig zu überlegen, was genau Ihnen Angst macht und warum Sie glauben, dass Sie ihn zwingen müssen? Wenn es keinen wirklichen körperlichen Grund gibt, der es Ihrem Kind nicht ermöglich zu trinken, dürften Sie eigentlich Vertrauen haben. Damit Sie dieses Vertrauen aufbauen können und sich somit auch entspannen, braucht es manchmal Hilfe von aussen. In der nächstgrösseren Stadt in Ihrer Nähe gibt es das Netzwerk Frühe Hilfen. Bitte wenden Sie sich dorthin und hoffentlich finden Sie dort Ansprechpartner für Ihre Sorgen. Nähren und Ernährung ist ganz lange ein Thema zwischen Kindern und ihren Eltern und es tut gut, ganz früh Sorgen und Spannungen rauszunehmen. Übrigens: die Trinkmenge Ihres Sohnes erstaunt mich jetzt nicht (und die Gewichtszunahme in der Woche ist normal für dieses Alter). Ich vermute, die Mengenangaben auf der Milchverpackung irritieren Sie. Dort steht häufig eine Mengenangabe pro Alter, die einfach nicht für jedes Kind stimmt und um ein vielfaches höher ist, als manche Kinder trinken oder überhaupt brauchen. Ich vermute, das 3 stdl. füttern resultiert aus der Empfehlung bzgl. des Refluxes; es wird häufig ein sehr strikter Rhythmus empfohlen, der sich auch vielfach bewährt. Vielleicht ist es aber eine Idee nochmals zu hinterfragen, ob dieser Rhythmus für Ihr Kind immer noch so stimmt und nötig ist (weil häufig bei einem vorgegebenen Rhythmus die Hungerzeichen eines Kindes gar nicht abgewartet werden). Und zuletzt noch einen kleinen Tipp, der sich vielleicht für den ersten Moment sehr „unorthodox“ anhört: beim nächsten Zubereiten der Flasche für Ihren Sohnemann möchte ich Ihnen empfehlen, zu lächeln und gedanklich die Flasche mit vielen, warmen Sonnenstrahlen zu füllen. Mit jedem Schluck holt sich Ihr Sohn so viele wärmende Strahlen, wie er halt gerade braucht. Für eine weitere Begleitung empfehle ich Ihnen die Fachpersonen im Umkreis. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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