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"Einschlafen, Durchschlafen, nächtliches Dauerstillen-ich weiss nicht mehr weiter"

Anonym

Frage vom 22.11.2010

Hallo,

ich habe drei Probleme, die natürlich zusammenhängen.

1) Einschlafen nur mit mir als Einschlafhilfe
2) Durchschlafen / selber beruhigen geht nicht
3) nächtliches Dauerstillen / kleine Mahlzeiten

Ich bin gerädert, denn ich bekomme nur noch max 2h Schlaf am Stück.

Meine Tochter 6,5 Monate hat bis zum Alter von 4 Monaten 6h am Stück geschlafen, ist wach ins Bett gelegt worden und schlief alleine ein und konnte sich durch Daumen lutschen selber beruhigen, ist also nicht hörbar wach geworden oder brauchte mich nicht. Seid dem Urlaub und vor allem, dem ersten Zahn (mit 4 Monaten) ist das nicht mehr so.
Sie schläft nur noch auf meinem Arm ein, oder an meiner Brust, egal ob Tags oder Nachts (und natürlich Kinderwagen und MaxiCosi im Auto). Wir hatten von Anfang an ein Ritual, sie hat mit 4 Wochen im eigenen Bett und eigenem Zimmer geschlafen und hat das gut vertragen. Ich hab sie zum Stillen geholt und danach wieder wach ins Bett gelegt und sie schlief sofort ein. Das Zimmer hat die richtige Temperatur, sie ist warm genug angezogen. Ich versuche den Tag möglichst gleich zu strukturieren, aber auch 3 Wochen, in denen absolut jeder Tag haargenau gleich war, hat sich nichts geändert Da sie nicht mehr nur 3mal die Nacht kommt, sondern mittlerweile jede Stunde und da auch gefühlte 20 min dran hängt, teilen wir uns das Gästebett ab der zweiten Mahlzeit in der Nacht um 1 Uhr, dann stille ich sie nach Bedarf im Liegen.

Tagsüber hat sie mittlerweile sogar 2 Phasen in denen sie 4h ohne Essen auskommt, also frag ich mich, ob sie sich Nachts nur nicht so ablenken lässt und deswegen häufiger trinkt.
Wir haben mit der Beikost angefangen, Mittagsbrei ein halbes grosses Gläschen maximal, abends Hirsebrei mit Obst, der geht etwas besser, ich muss danach aber stillen.
Die Trinkportionen scheinen generell sehr klein zu sein, weil sie schnell fertig ist.

Sie ist ein freundliches, zufriedenes Kind, das tags wenig schreit, sie spielt tagsüber viel alleine mit Spielzeug und lernt gerade krabbeln. Hauptsache es ist jemand dabei, am Besten mehrere Personen, dann geht es ihr gut.

Zum Einschlafen braucht sie wie gesagt die Brust oder auf dem Arm (auch das funktioniert auch nur bei mir, mein Mann kann sie gar nicht ins Bett bringen), abends wacht sie aber nach ca 30 bis 45 min wieder auf und braucht meine Hilfe zum Einschlafen (manchmal geht der Schnuller, manchmal reicht streicheln) Gestern ist sie sogar 3 mal hintereinander im abstand von 30 min gekommen. Alle anderen Aufwachphasen sind mit Schnuller gar nicht zu bewältigen, da wehrt sie sich vehement mit den Händen dagegen, da hilft nur stillen. Daumen lutschen tut sie seid dem Zahn nicht mehr. Und ich bin mir nicht sicher, ob der nächste Zahn kommt.

Tagsüber schläft sie um 10 länger, sogar 2h am Stück oder mehr wenn ich sie lasse und wacht gar nicht auf. Nachmittags ist sie nach 45 min wach, egal ob sie in der früh 2h oder 30 min geschlafen hat.

Ich bin ratlos, ob ich was tun kann und wenn ja was, da sie das ja schon mal konnte.

Ich stille gerne, möchte aber nur noch max 4 Monate stillen.

Soll ich sie tagsüber häufiger anlegen und nachts Wasser versuchen anzubieten? (Milch in der Flasche nimmt sie von mir gar nicht, bei meiner Mutter gings, aber nur vormittags, Wasser in der Flasche zur Beikost geht, aber am liebsten im Erwachsenenglas)

Oder haben Sie eine andere Idee?

Antwort vom 24.11.2010

Hallo!
Ich lese aus Ihrer Beschreibung zwei Möglichkeiten: Kinder wachen nachts gehäufter wieder auf mit Beginn der Beikost. Insbesondere, wenn die Stillmahlzeiten zu einem frühen Zeitpunkt und schnell durch feste Kost ersetzt wurden, bringt das viel körperliche und seelische Unruhe rein. Entsprechend rate ich Ihnen, es bei diesen beiden Mahlzeiten erstmal zu belassen und keine weitere Milchmahlzeit zu ersetzen. Einige Kinder haben nachts auch wieder vermehrt Hunger. Das Ihr Kind nur eine kurze Trinkzeit hat, bedeutet in der Regel nicht, dass es wenig erwischt, weil viele Kinder sehr effizient sind. Ich vermute, Sie können innert der nächtlichen Stillmahlzeiten recht gut unterscheiden, ob es Hunger oder Trost ist, den Ihre Tochter braucht. Entsprechend ist es richtig mal auf die Mahlzeiten tagsüber zu schauen, dass genug Kalorien vom Kind aufgenommen werden. Manche Kinder in dem Alter sind leicht abzulenken und an allem anderen interessiert als dem Essen. Wenn Sie das beobachten, tut es gut zu schauen, wo Sie wieder genug „stille (Essen-)Zeit“ im Tagesablauf einbauen können. Wenn der nächtliche Schlaf vorher schon besser war und sich dann plötzlich vehement verändert hat, steckt manchmal auch etwas anderes dahinter. In Verbindung mit Zahnen, Verspannungen im Nacken, manchmal nächtlichen Ohrenschmerzen können Osteopathen häufiger Hilfe leisten und wieder Entspannung ermöglichen. An Ihrem Ort gibt es eine ganze Reihe von guten Beratungsstellen, die Ihnen auch im persönlichen Kontakt weiterhelfen können. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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