Themenbereich: Schlafen

"wacht am Abend alle halbe Stunde auf"

Anonym

Frage vom 29.11.2010

Hallo liebes Hebammenteam,
meine Tochter (10 Monate) wurde 6 Monate voll gestillt, kam daher auch immer häufig nachts. Mit 6 Monaten habe ich abends auf Flasche umgestellt und Tags auf Brei, seitdem braucht sie Nachts nichts mehr zu Essen. Dennoch schläft sie sehr schlecht.
Wir haben ein ruhiges Abendritual, sie wird gewickelt, umgezogen bei gedämpftem Licht und leiser Musik, dann bekommt sie in der Kuschelecke ihre Flasche, manchmal ist sie so müde, dass sie fast darüber einschläft, aber manchmal ist sie auch noch so wach, dass sie noch ein wenig in der Ecke spielt. Doch egall wie, das Ergebnis ist immer das Gleiche.
Ich lege sie dann in ihr Bett, das steht in unserem Zimmer neben unserem Bett. Sie hat ihren Schnuller, ich gebe ihr die Hand, sie hat ihren Kuschelhasen und dann schläft sie meist ohne Theater ein.
Doch immer nach einer halben Stunde wird sie wach, ich gehe hoch, geb ihr meine Hand und sie schläft wieder ein, ich warte etwas und gehe wieder. Nach 15-30 Minute das selbe Spiel, oft laufe ich von 20-22 Uhr 4-5x zu ihr. Wenn wir uns dann auch hinlegen ist es besser, aber selbst dann wird sie nachts noch häufig wach und vergewissert sich, dass ich noch da bin.
Ich hab auch schonmal für 1 Woche versucht, ihr meine Hand zu entziehen, aber das ging daneben.
Das ist auch keine Phase, das war schon immer, es gibt zwar auch vereinzelte Nächte in denen ich abends nur 1x bei ihr war und sie 6 Stunden geschlafen hat, aber diese Nächte sind sehr selten.
Wir haben schon das Bett umgestellt (wegen evtl. Störfaktoren) sie hat vom Kinderarzt SEDinfant Saft bekommen, den nimmt sie jeden Abend. Tags schläft sie auch nicht so viel, vormittags und mittags eine Stunde oder mal im Auto. Ich beschäftige mich den ganzen Tag mit ihr, wir spielen und kuscheln viel.
Ich weiß echt nicht mehr weiter, würde gerne nochmal schlafen oder mal abends sagen können "so, das Kind schläft, ich kann mich jetzt in Ruhe anderen Dingen widmen" Mein Mann versucht mir immer wieder zu helfen, aber das lässt sie nicht zu, also muss ich immer ran.
Ich hoffe so sehr, dass sie ein paar Tipps für mich haben.
Vielen Dank schonmal!

Antwort vom 01.12.2010

Hallo!
Wie viele Kinder, braucht auch Ihr Kind zum Einschlafen noch mehr „handgreifliche“ Nähe und verlässliche Signale als Sie das erwarten. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, bis es diesen abendlichen Übergang nahtloser schafft und das nächtliche Erwachen hat sehr viel mit der Versicherung zu tun, das alles in Ordnung ist. Die Nahrung bzw. die Umstellung auf Brei ist leider gar kein Garant für das Durchschlafen. Zugegebenermassen brauchen Stillkinder eher die Mutter zum Einschlafen als den Vater, aber das wird sich geben. Damit es Ihnen gut geht, ist es hilfreich tagsüber Entlastung und Zeit für sich selbst zu suchen. Ein Gedanke von meiner Seite wäre, ob Ihr Kind zu früh ins Bett muss bzw. es einfach ein geringeres Schlafbedürfnis hat als Sie meinen? Ich kann die Gabe eines „Schlafmittels“ (auch pflanzlicher Natur) für ein 10-monatiges Kind leider nicht verstehen. Melisse als Pflanze hat einen beruhigenden Effekt, kann aber bei Dauereinnahme oder Überdosierung auch genau das Gegenteil bewirken. Noch-nicht-Durchschlafen ist in dem Alter keine Krankheit. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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