Themenbereich: Stillen allgemein

"veränderter Schlafrhythmus - woran liegt es?"

Anonym

Frage vom 10.01.2011

Hallo, ich habe eine 6 Monate alte Tochter und stille noch. Bis vor 3 Wochen hat sie nachts durchgeschlafen (7-8 Stunden) und hatte Tagsüber einen 4-Stunden-Rythmus. Bis dato habe ich noch mit Stillhütchen gestillt. Diesen benötige ich aber nicht mehr, da sie jetzt auch ohne trinkt. Vor gut 3 Wochen hat sich ihr Rhythmus plötzlich sehr geändert. Sie hat tagsüber und auch nachts alle 2 Stunden getrunken. Ich habe das auf eine Erkältung geschoben, sie hatte einen leichten Schnupfen. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass sie nicht mehr richtig satt wird und habe daher vor knapp 1,5 Wochen mit Beikost am Mittag begonnen. Ich stille sie danach jedoch trotzdem noch. Trotzdem hat sie ihren Trinkrhythmus beibehalten. Sie hat das Stillen jedoch auch als Einschlafhilfe benutzt und zur Beruhigung, daher trage ich sie tagsüber im Tuch. Das hat uns geholfen, am Tag einen Rhythmus von 3,5 bis 4 Stunden zu haben. Doch nachts hat sich nichts geändert. Sie schläft in einem Beistellbettchen mit bei uns im Schlafzimmer. Wir bringen sie jeden Abend gegen um 7 ins Bett, sie schläft dort ein, ohne dass ich sie stillen muss, schläft dann meist so 4 Stunden. Dann wird sie jedoch wieder nach 2 Stunden wach und dann bis früh um 7 fast jede Stunde. Ich habe probiert ihr Wasser anzubieten, den Schnuller und auch sie zu beruhigen, damit sie ohne Stillen wieder einschläft. Jedoch alles vergebens. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Was mache ich falsch oder was kann ich besser machen. Sollte man abends auch schon mit Beikost beginnen? Und wenn ja, mit was? Ich wollte das eigentlich etwas langsamer angehen. Ach ja, tagsüber schläft sie immer nur 20 Minuten. Mit Einführung der Beikost hat sie 2 mal hintereinander Mittagsschlaf gemacht von 1,5 Stunden. Am dritten Tag waren es dann wieder nur 20 Minuten. Ich wäre froh, wenn Sie ein paar Tipps hätten.


Antwort vom 12.01.2011

Hallo!
Ich finde, es klingt alles ganz gut, was Sie machen, Sie brauchen sich nichts vorzuwerfen. Zu dem nächtlichen Aufwachen mit Beginn der Erkältung habe ich folgende Gedanken: insbesondere nach einer Erkältung treten vielfach Ohrenschmerzen auf bei Säuglingen und zwar vornehmlich nachts im Liegen (gestauter Abfluss). Möglicherweise ist das der Grund für das gehäufte Aufwachen. Es beruhigt Ihr Kind natürlich, wenn sie gestillt wird und erleichtert auch den möglichen Schmerz. Nebenbei hat sie sich wohl auch an das nächtliche Aufwachen gewöhnt, dennoch würde ich empfehlen, die Ohren abzuklären. Ansonsten würde ich Ihnen raten, noch nicht so schnell mit dem nächsten Brei zu beginnen, wenn Ihre Tochter erst gerade 1,5 Wochen lang den ersten Brei isst. Gerade zu Beginn ist der Brei häufig gar nicht sättigend genug (wegen geringer Menge und dazu im Verhältnis insges. geringe Kalorienzahl), belastet die Verdauung, so dass Sie Ihr Kind gut noch weitere 2-3 Wochen an den Mittagsbrei gewöhnen können vor Einführung der nächsten Breimahlzeit. Was spricht übrigens dagegen, wenn Sie den Stillrhythmus am Tag erhöhen (mehr als 3-4stdl) und dafür evtl. nachts weniger stillen und somit mehr Ruhe bekommen? Falls Ihr Kind wirklich Hunger hat, ist Muttermilch nach wie vor der ideale Lieferant für alles, was es braucht!
Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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