Themenbereich: Kaiserschnitt

"Angst vor Narbenkomplikationen bei zweiter Geburt"

Anonym

Frage vom 25.03.2011

Hallo,
ich bin in der 25. Woche schwanger und mache mir so langsam Gedanken über die Geburt.Kurz zu mir: Ich bin 27 Jahre alt und zum dritten mal schwanger. Da die erste Schwangerschaft leider in der 9. Woche beendet werden musste ist diese Geburt erst die zweite Geburt. Meine Tochter habe ich im Juli 2009 per Kaiserschnitt (BEL) auf die Welt gebracht. Und nun kommen wir auch schon zu meiner Frage:
Ich würde gerne Ihre Meinung zu einem zweiten Kaiserschnitt hören. Auf der einen Seite möchte ich wenn möglich gerne spontan entbinden, auf der anderen Seite habe ich sehr viel Angst das es unter der Geburt zu Komplikationen durch die Narbe kommt. In dem Rückbildungskurs den ich nach der ersten Geburt besucht habe hat die leitende Hebamme in einem Nebensatz mal fallen lassen das es garnicht so selten vorkommt das die Kaiserschnittnarben wärend einer spontanen Geburt reißen.(sie arbeitet halbtags im Kreißsaal) Dieser Satz spuckt mir seit dem Abend im Kopf rum und beschäftigt mich jetzt natürlich sehr. Geburtstermin ist zwei Wochen vor dem zweiten Geburtstag unserer Tochter. Außerdem habe ich Angst das ich durch die Ängste die ich jetzt schon habe unter der Geburt vielleicht so gehemmt bin richtig mitzupressen das ich die Geburt unnötig verlängere oder es dadurch später doch wieder ein Kaiserschnitt wird. Meine Frauenärztin hat bei der letzten Vorsorgeuntersuchung schon angekündigt das wir uns vor der Geburt noch mal ausführlich über diese Thema unterhalten. Sie weiß auch das ich evtl spontan entbinden möchte. Außerdem werde ich meine Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs noch mal ansprechen wie sie zu dem Thema steht. Da ich dieses mal aber leider eine andere Hebamme habe weiß ich noch nicht wie groß das Vertrauensverhältniss zu ihr ist (Meine erste Hebamme ist in Ruhestand gegangen und deshalb möchte ich sie nicht anrufen und fragen). Außerden frage ich mich natürlich was passiert wenn die Narbe reißt. Kommt es dann zur Notop unter Vollnarkose und ich kann unser Kind erstmal nicht sehen? Oder wie wird das dann genäht? Besteht dann für eine evtl. weitere Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko wegen der Narbe? Ich muss vielleicht dazu sagen das ich durch den Kaiserschnitt kein Trauma habe und ich einen zweiten Kaiserschnitt nicht ablehnen würde wenn es für mich und das Kind besser wäre. Habe nur Angst dann irgendwann ein Problem damit zu haben nicht zu wissen wie es ist ein Kind spontan zu entbinden. Die Schwangerschaft ist bisher problemlos verlaufen und vor zwei Wochen lag unser Kind in Schädellage.
Ich hoffe sie können mir weiterhelfen, den leider findet man im Netz sehr wenig information zu dem Thema.
LG

Antwort vom 28.03.2011

Hallo,
die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Komplikationen an der alten Narbe kommt ist relativ gering. Eine Einleitung, ein Wehentropf und auch die PDA erhöhen das Risiko der Narbenkomplikation. Ich denke Sie müssen mit Ihrem Partner gemeinsam herausfinden, mit welcher Geburt Sie sich am sichersten fühlen und das dann ggf auch nochmal mit der Ärztin oder der Hebamme im Kurs besprechen.Sie haben noch gut 9 Wochen Zeit sich zu entscheiden, es muss nicht jetzt schon sein. Vor dem Restrisiko, dass Sie bei einer spontanen Geburt dann doch noch einen Kaiserschnitt bekommen müssen, kann Sie keiner schützen, dieses Risiko haben Sie immer. Es wäre aber auch sehr schade, dass Kind im OP zu bekommen, wenn Sie es aus eigener Kraft schaffen könnten. Wenn es zu einer Narbenruptur kommt, dann wird das ein Notkaiserschnitt und der wird möglicherweise in Vollnarkose gemacht und dann sehen Sie ihr Kind auch derst wenn Sie wieder wach sind. Mit jedem Kaiserschnitt wächst das Risiko einer Ruptur , nach dem zweiten Kaiserschnitt wird man Ihnen grundsätzlich zu einem erneuten Kaiserschnitt raten. Ein Kaiserschnitt hat auch noch andere Risiken, die kann Ihnen die Ärtzin in dem Gesrpäch mal alle aufzählen auch die für evt. Folgeschwangerschaften und dann denke ich haben Sie auch alle Infos die Sie brauchen um sich zu entscheiden. Was ist denn die Motivation für die spontane Geburt und was spricht für den Kaiserschnitt? Nehmen Sie sich Zeit das heraus zu finden, es muss nicht jetzt endgültig entschieden werden. LG Judith

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