Themenbereich: Beginn der Beikost

"Verdauungsumstellung von mehrmals täglich auf einmal alle 4-5 Tage nach Brei?!"

Anonym

Frage vom 18.04.2011



Liebes Hebammen-Team, unsere Tochter ist nun 7 Monate. Als sie knapp 5 Monate alt war, machten wir die ersten Brei-Versuche und taten uns recht schwer. Wahrscheinlich war es einfach noch zu früh, darum machten wir einige Zeit Pause damit.
Mit knapp 6 Monaten versuchten wir dann verstärkt, sie an die Beikost zu gewöhnen. Nach den ersten Löffelchen Möhrenbrei, gingen wir recht schnell zu Möhre-Kartoffel über und ließen sie kurze Zeit später auch Möhre-Karotte-Fleisch probieren. Wir hatten den Eindruck, dass sie das viel lieber mochte. Und vor genau 4 Wochen hat sie dann das erste mal eine nennenswerte Menge von ca. 50-60g davon gegessen. Seitdem hat sie nur noch alle 4-5 Tage Stuhlgang, pupst dazwischen fürchterlich rum, hält sich dabei von ihrer Laune her noch relativ gut. Relativ, denn so an Tag 4 oder 5 ist sie dann schon sehr sehr quengelig. Der Stuhl ist dann erstaunlicherweise aber nicht hart, sondern immer noch "breiig", dafür aber eine Menge, die keine Windel hält...
Die Brei-Versuche haben wir seitdem wieder eingestellt. Dennoch bleibt es bei den 4-5Tagen. Da hilft auch keine Fuß-Reflexzonen-Massage, die sie täglich bekommt. Bäuchlein -Massage lässt sie allerdings nicht zu, da drückt sie immer entschieden meine Hand weg. Tee aus der Trinkflasche nimmt sie so gut wie nicht. Sie wird also im Prinzip noch voll gestillt in einem Rhythmus "nach Bedarf".
Da die neueste Lehrmeinung ja leutet, dass die Kinder gerade im Zeitfenster zwischen 4 und 7 Monaten "Toleranzen" gegenüber Nahrungsmitteln entwickeln und daher ruhig auch vom Erwachsenen-Tisch probieren sollen, darf sie schon mal an einem Kanten Brot lutschen, oder mal wenige Löffelchen Naturjoghurt, auch mal an einem Stück Fleischwurst nuckeln, ohne es wirklich zu essen, etc. Im Prinzip an allem, von dem wir das Gefühl haben, dass es nicht zu stark gewürzt für sie ist und eine Konsistenz hat, an der sie nicht erstickt. Wie gesagt: sie probiert nur. Sie bekommt davon niemals nennenswerte Mengen.

Nun endlich zur eigentlichen Frage:

Können wir nun trotzdem wieder mit Brei weitermachen, oder muss sich die Verdauung erst wieder umstellen? Und können/sollten wir noch andere Dinge unternehmen um die Verdauung umzustellen? Das geht nun schon seit 4 Wochen so, mit den langen Intervallen...

Vor 2 Tagen haben wir ihr mal einige Löffelchen Zucchini-Kartoffel aus dem Gläschen angeboten und sie hat es gegessen, als hätte sie sehnlichst darauf gewartet. Von ihrer Entwicklung her scheint sie also eindeutig soweit zu sein. Aber wir trauen uns nicht so recht, aufgrund ihres seltenen Stuhlganges...

Danke im Voraus für Ihren Rat!


Antwort vom 21.04.2011

Hallo,

aus Ihrer Beschreibung liest man quasi sehr deutlich heraus, daß Ihre Tochter bereit für feste Nahrung ist.
Versuchen Sie ihr spielerisch immer wieder einen Becher (Trinkbecher) Wasser anzubieten.
Vielleicht wird sie irgendwann entdecken, daß selber trinken ein großer Spaß ist, dann hat sie mehr Flüssigkeit und dann wird sich auch ihr Stuhlgang wieder regulieren.
Sie nun künstlich von fester Nahrung, gegen ihren Willen, ferzuhalten, finde ich nicht empfehlenswert.
Da sie auch keine großen Probleme hat und keine wirklichen Schmerzen, hätte ich Vertrauen, daß der Darm sich von selbst zu regulieren.

Viele Grüße
Diekmann

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