Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Gibt es Anzeichen einer Gerinnungsstörung?"

Anonym

Frage vom 14.05.2011

Ich hatte vor etwa zwei Wochen meine zweite Fehlgeburt (10. SSW) und vom Arzt wurde ein Mangel an Protein S (Wert: 48) festgestellt. Er empfiehlt mir nun die Einnahme von Aspirin und Heparin für die nächste Schwangerschaft.
Allerdings haben mein Mann und ich Zweifel an seiner Diagnose, weil die Blutabnahme erfolgte bereits einen Tag VOR der Ausschabung, also zu einem Zeitpunkt, zu dem ich sicher noch unter Östrogeneinfluss stand. (Zu diesem Zeitpunkt war der Fötus seit etwa 5 Wochen nicht mehr gewachsen.) Darüber hinaus habe ich lange Zeit die Pille eingenommen.
In meiner Familie gibt es keine ähnliche Krankheitsgeschichte und niemanden (einschließlich mir selbst), der jemals eine Thrombose hatte.
Allerdings hat meine Mutter ebenfalls ein Baby verloren, aber nicht wegen einer Thrombose, sondern wegen ihres schwachen Uterus. In beiden weiteren Schwangerschaften bekam sie dann eine Cerclage und musste viel liegen, hatte aber ansonsten keine Probleme.

Wie verlässlich ist das Testergebnis (Wert 48)?
Kann ich wirklich nur unter Aspirin und Heparineinnahme ein gesundes Baby bekommen?
Was sind die Richtwerte für Protein S während der Schwangerschaft?
Kann das Ergebnis durch Pille und Schwangerschaft verfälscht sein?
Gibt es Symptome, die darauf hinweisen, dass man eine Gerinnungsstörung hat? Ich konnte nie welche bei mir feststellen...
Kann man bei Vorliegen dieser Gerinnungsstörung auch mit pflanzlichen Mitteln behandeln?
Welches weitere Vorgehen empfehlen Sie mir in dieser Situation?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn ich bald Antwort auf meine Fragen bekommen könnte. Ich lebe mit meinem Mann im Ausland und habe deshalb nicht die Möglichkeit in Deutschland einen Spezialisten aufzusuchen.

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort vom 15.05.2011

Leider geben Sie nicht die Einheit des Protein-S-Werts an; es gibt nämlich versch. Daten, die gemessen worden sein könnten: Die Protein-S-Konzentration liegt bei Erw bei 17-35 mg/ l; die Aktivität bei 60 - 140% (vgl www.laborlexikon.de).
Ein erhöhter Wert scheint ein Zeichen für Entzündungsprozesse zu sein, daher würde ich auf jeden Fall zu einer Kontrolle des Wertes u erneuter ärztl. Beratung raten. Um den Gerinnungsstatus zu bestimmen, müssen mehrere Werte bestimmt werden, auch diese Werte finden Sie bei der o.g. www-Adresse.
Leider kann ich Ihnen nicht mehr dazu sagen, da Gerinnungsstörungen und Protein-S-Werte unbedingt in ärztl Zuständigkeit fallen. Alles Gute für Sie!

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