Themenbereich: Schlafen

"Entwicklung von Schlafrhythmus"

Anonym

Frage vom 21.05.2011

Hallo liebes Team!

Meine Tochter Luisa ist 20 Wochen alt. Der Nachtschlaf ist kein Problem bei ihr, sie schläft schon seit Wochen von 20 Uhr abends bis 7 Uhr morgens (seit ein paar Tagen zwar nicht mehr, aber das rechne ich einem Schub zu und hoffe, dass es sich wieder gibt...). Der Tagesschlaf ist allerdings noch sehr unregelmäßig bei ihr, wie mir auch ein Schlafprotokoll über 14 Tage zeigte. Sie macht zwar in der Regel ein Vormittagsnickerchen, dann entweder einen Schlaf oder ein Nickerchen um die Mittagszeit herum und noch ein oder zwei Nickerchen am Nachmittag/frühen Abend. Bisher habe ich - genauso wie das Trinken - das Schlafen nach Bedarf geregelt: Wenn Luisa die ersten Müdigkeitszeichen zeigt, dann lege ich sie schlafen bzw. schläft sie einfach (z. B. im Kinderwagen), wenn ihr danach ist. Das bedeutet allerdings auch, dass das eher sehr unregelmäßig über den Tag verteilt ist und auch von Tag zu Tag mitunter unterschiedlich.

Stören tut mich das ganze überhaupt nicht (z. B. da wir auch an manchen Tagen viel unterwegs sind zum Babyspielen, Schwimmen etc.) und meinetwegen bräuchte sich daran auch nichts zwingend was ändern, da ich mich gerne auf mein Kind einstelle und auch die Möglichkeit dazu habe. Allerdings frage ich mich, ob es langsam für Luisa besser wäre, wenn sie einen halbwegs festen Tagesrhythmus angewöhnt bekäme. Oder hat das vielleicht auch noch ein wenig Zeit? Ich würde gerne herausfinden, ob sie selber zu einer Art Rhythmus findet - was den Nachtschlaf betrifft, so hat sie schließlich auch ganz alleine "entschieden", wann sie zu Bett will, dass sie nachts keine Flasche mehr braucht und wann sie aufsteht... Ich weiß jedoch nicht, ob das gut für mein Kind ist und ob ich eventuell den Zeitpunkt verpasse, ihr etwas anzugewöhnen, falls sie selber doch keinen Rhythmus findet.

Vielen Dank schon jetzt für die Hilfe :-)

Liebe Grüße
Sabrina mit Luisa


Antwort vom 22.05.2011

Hallo!
In aller Regel haben alle Kinder einen festen, oft 1-3stündigen Mittagsschlaf meist schon vor dem Ende des ersten Lebensjahres. Dieser Schlaf entwickelt sich insbesondere aus der grösseren, körperlichen Aktivität heraus wie Krabbeln, Laufen etc., so dass die Kinder eine längere Erholungszeit einfordern. So beginnt damit ein längerer Abschnitt, wo viele Aktivitäten um diese Mittagszeit herum organisiert werden. Selbstverständlich ist es so, dass diese stille Zeit auch ermöglicht werden muss von uns Eltern. Sprich, wenn diese Zeiten immer mit Aktivitäten belegt werden, wird der Schlaf immer wieder unrhythmisch verschoben. Genau wie wir, benötigen alle Kinder einen Tagesrhythmus mit aktiven und ruhigen Zeiten im Wechsel. So gesehen beschreiben Sie mir sehr wohl, dass Ihr Kind diese Phasen hat und durchläuft und dazu passend den insgesamt ruhigen Nachtschlaf zeigt. Wenn Sie jetzt auch die Beikostzeiten von Mittagsbrei, Abendbrei etc. installieren und in den Tagesablauf integrieren, entwickeln Sie mit Ihrem Kind zusammen einen weiteren Teil des normalen familiären Rhythmus`. Da der Bereich des „Essen lernen`s“ auch mit Umstellung und Anstrengung verbunden ist, empfehle ich Ihnen zu schauen, ob nicht dieser Entwicklungsschritt schon genug an Beschäftigung ist und alles weitere wie z.B. Wassergewöhnung etc. auch zuviel sein könnte. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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