Themenbereich: Stillen

"Gefahr und Zeichen des Austrocknens bei Säuglingen"

Anonym

Frage vom 05.06.2011

Hallo,
usere 4 Monate alte Tochter wird ausschließlich gestillt. Braucht sie bei diesen heißen Temperaturen eventuell zusätzlich Flüssigkeit, in Form von Tee oder abgekochtem Wasser? Muss diese dann körperwarm sein, oder reicht zimmerwarm? Oder kann ich sicher sein, dass sie sich zusätzlichen Bedarf selbst einfordert? Bisher ist eigentlich nur die Nachtpause etwas kürzer geworden, aber auch nicht jede Nacht, tagsüber ist es wie sonst auch. Kann sie dehydrieren, ohne dass man es merkt, oder würde sie immer weinen und Nahrung fordern?
Danke für eine Antwort!

Katrin

Antwort vom 07.06.2011

Hallo!
Die Gefahr des Dehydrierens eines Säuglings unter 6 (bzw. 12) Monaten besteht vor allem, wenn er erbricht, Durchfall und/oder Fieber hat. Gefahr besteht auch dann, wenn der Säugling so schwach ist, dass er seinen Durst nicht mehr spürt oder nicht mehr stillen kann. Frühe Zeichen sind trockene Lippen, Zunge und Mundschleimhaut, der Urin wird dunkel, die Windel ist aber noch feucht. Späte Zeichen bestehen, wenn ein Säugling kaum noch Urin lässt und die Windel des Säuglings länger als acht Stunden trocken ist. Er sieht blass aus, hat eingefallene Augen und wird zunehmend schläfrig und teilnahmslos. Ein gesundes Stillkind kann zu heissen Aussentemperturen entweder immer an der Brust den Durst stillen (möchte in sehr kurzen Intervallen an die Brust) oder kann zwischen den Stillmahlzeiten mit Wasser oder verdünntem Tee versorgt werden. Bieten Sie Ihrem Kind doch das ein oder andere immer wieder an. Im Grunde reicht eine zimmerwarme Temperatur für wässrige Getränke, aber Milch wird selbstverständlich auch an heissen Tagen besser vertragen und verdaut, wenn sie warm ist. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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