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"Schwangerschaft und Stillen eines Kleinkindes"

Anonym

Frage vom 21.07.2011

hallo !
mein name ist ...... und habe bereits eine 15 monate alte tochter die ich sehr gerne bis zu ihrem ersten lebensmonat voll und ohne beikost gestillt habe und ab dem ersten voll mit der beikost angefangen hab.
vor zwei wochen stellte ich heraus das ich schwanger bin weil meine periode ausfiehl und ich ein test machte wobei ich alle schwangerschaftssymptome wie brustschmerzen,übelkeit,übelnder geruchssinn,übelkeit,ständiges schlafen wollen,lustlosigkeit,kraftlosigkeit,appettitlosigkeit und erbrechen.
jedoch wollte ich es nicht wahr haben weil ich sehr gerne gestillt habe :(
nach dem frauenarzt besuch und eintragung ins mutterpass und blutkontrolle, sagte mir meine ärztin das ich abstillen muss :( ich versuche nun seit mehr als zwei wochen abzustillen mit kältetaschen aus dem kühlfach setze sie vorm schlafen gehen ein bis zum aufwachen, quarkkompressen, im bad ausleeren aber es wird nicht weniger habe vor einem milchstau angst weil es gefählich sei wenns dazu käme (laut der ärztin)
was können sie mir raten ? was kann ich noch tuen? homöopathische kügelschen nehmen? noch weiter stillen? kein bh tragen (habe das gefühl wenn ich welche trage das es dann mehr produziert) ?

habe übermäßige bauchschmerzen und die würden durch die milch hervorkommen und starke übelkeit wobei ich es in der ersten schwangerschaft bis zur geburt hatte jedoch nicht schlimmer wie jetzt, habe gar kein appettit ,zwinge mich etwas zu essen, beim sitzen-liegen-schlafen-trinken-fernsehen-toilette-duschen-spatzieren-zu besuchen ist mir ständig übel.

meine hebamme hatte mir damals empfolen keine rohkost nur flüssiges wie suppe zu verzehren und hat mir akupunktur angewendet so weit sie es mitbekommen hat ,hat nicht genützt bei mir :(

Antwort vom 24.07.2011

Hallo!
Es hört sich so an, als würde gerade alles auf Sie einstürzen. Eine neue Schwangerschaft, das plötzliche Abstillen und dann auch noch das körperliche Unwohlsein, das den Alltag sehr beeinträchtigt. In erster Linie empfehle ich Ihnen, Kontakt zu Ihrer Hebamme aufzunehmen. Diese wird mit Ihnen sicherlich in Ruhe das „Chaos“ ein bisschen ordnen können. Die Empfehlung zum Abstillen in einer neuen Schwangerschaft ist aus verschiedenen aerztlichen Gründen leider sehr üblich. Die Gefahr für eine Fehlgeburt in der Stillzeit ist in Studien beschrieben, wenn! es schon vorher zu Fehlgeburten, Blutungen oder Frühgeburten kam. Da es, wie Ihnen auch, allen Müttern einen grossen Stress macht, eine funktionierende, liebevolle Stillbeziehung abrupt zu beenden und es in den meisten Fällen auch keinen Grund gibt, Angst zu verbreiten, verstehe ich die Empfehlung Ihrer FÄ nicht (insbesondere, wenn Sie ohne weitere Tipps damit alleine stehen). Bitte besprechen Sie das mit Ihrer Aerztin und Hebamme, so dass Sie sich vollständig informiert fühlen und emotional entlastet sind. Das Stillen von Kleinkindern in einer erneuten Schwangerschaft ist sehr wohl möglich, in manchen Ländern überhaupt nicht ungewöhnlich und in den meisten Fällen ohne Gefahr für die neue Schwangerschaft. Da ich nicht weiss, wie oft Sie Ihre Tochter noch gestillt haben, habe ich keine Vorstellung, wieviel Milch noch da ist. Eine funktionierende Methode zum Abstillen ist folgende: die Abstände zwischen Stillen/bzw.Pumpen oder Ausstreichen zunehmend verlängern und nur so viel Milch entleeren bis Erleichterung da ist. Damit ist zunehmend weniger Milchanregung da; wie lange das dauert, ist unterschiedlich von Frau zu Frau und auch vorheriger Milchmenge. Unterstützend wirkt sofort nach dieser Massnahme Kühlung für ca. 20min mit Quark u.a.. Gleichzeitig können Sie noch Salbeitee trinken, bis zu drei Tassen am Tag (ca. 600ml); auch Pfefferminztee hat bei manchen Frauen eine gute Wirkung. Ein Milchstau ist unangenehm und Sie vermeiden ihn mit obigen Massnahmen. Eine Gefahr besteht meines Erachtens nur, wenn Sie eine Brustentzündung kriegen und Antibiotika bräuchten. Homöopathische Kügelchen müssen Sie bitte mit Ihrer Hebamme absprechen. Interessanterweise ist es wirklich so, dass manche Frauen das Gefühl haben bzw. sie feststellen, der BH stimuliert mit der Enge noch mehr Milch. Bitte machen Sie das, was für Ihre Beobachtung das Richtige ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute und drücke die Daumen für einen guten Verlauf in jeder Hinsicht Inken Hesse, Hebamme

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