Themenbereich: Stillrhythmus

"Stillabstände verlängern"

Anonym

Frage vom 22.07.2011

Stillabstände verlängern

Liebes Team,

meine Kleine ist jetzt etwas über 5 Monate alt und kommt nach wie vor alle zwei Stunden. Sie hat das von Anfang an so gemacht, tagsüber und nachts. Kurzzeitig hatte sie mal einen drei-Stunden-Rythmus, der ist aber von einem Schub zunichte gemacht worden. Seitdem ist alles wieder beim alten.

Ich fange jetzt langsam mit Beikost an, sie bekommt abends einen Milchgetreidebrei (einen fertigen mit Folgemilch, den man nur mit Wasser anrühren muß), mit etwas Obstmus drin. Davon ißt sie noch keine großen Mengen, nimmt ihn aber gut an. Leider hat das bisjetzt keine Auswirkungen auf ihren nächsten Hunger gehabt. Alle zwei Stunden will sie trinken, sie trinkt dann auch zügig und reichlich. Allerdings ist sie eh eher so ein Schnapptrinker, ran und weg, länger als fünf Minuten geht das selten. Hab jetzt schon versucht, ihr beide Brüste zu geben, das nimmt sie auch an und trinkt an beiden Seiten, aber sie hält trotzdem nicht länger durch!!!

Gibt es noch irgendwas, was ich versuchen kann? Tagsüber stören mich die kurzen Abstände nicht so, aber nachts könnte es langsam mal besser werden nach fünf Monaten. Ich habe noch ein zweijähriges Kind und muß einfach wieder etwas länger am Stück schlafen, um meine Tage hinzubekommen.

Ich bin über jeden Tipp dankbar!


Antwort vom 28.07.2011

Hallo!
Ja, es gibt sie immer wieder, diese Zwei-Stunden-Stillkinder; irgendwie scheinen die das genau so zu brauchen, aber es ist sicher mühsam. Ich vermute, Ihre Tochter hat wirklich Hunger?!, wenn Sie trinkt? Darum vermute ich auch, dass jede Form von Hinauszögern der Mahlzeiten im Sinne von Ablenken etc. keinen Sinn hat und Sie auch schon versucht haben? Selbstverständlich bin ich nicht dafür, die Säuglinge hin-zu-halten, die Gewichtskurve sollte schliesslich auch stimmen....wo schläft denn Ihr Kind nachts? Wenn es sich nachts eher wie „Gewöhnung“ anfühlt, statt Hunger, stellt sich die Frage, ob Sie beide sich auch gegenseitig wecken. Macht ein Schlafort-Wechsel Sinn für Sie? Auf der anderen Seite schlafen viele Mütter mit ihren Kindern in einem Bett und merken manchmal noch nicht mal, wie oft sie wirklich gestillt haben, weil sie sowieso weiter schlafen, aber vielleicht ist das nichts für Sie. Mein erster Rat wäre auch gewesen, Ihre Tochter an beiden Seiten trinken zu lassen; kurbelt einerseits die Produktion an, aber scheint bisher noch nicht zu wirken. Es lohnt sicher aber sicher, damit noch ein Weilchen weiter zu machen. Ein Gedanke ist, ob sie die sättigendere, fettreichere Milch nicht vollständig erhält; versuchen Sie doch, so oft wie möglich eine kurze Brustmassage vor bzw. beim Stillen zu machen. Das ist Stimulation und man verspricht sich ein schnelleres Lösen der Fetttröpfchen. Leider habe ich in Ihrem Fall nicht mehr aus der Trickkiste zu bieten. Alles Gute und Geduld und Unterstützung wünsche ich Ihnen, Inken Hesse, Hebamme


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