Themenbereich: Medikamente in der Schwangerschaft

"Ibuprofen in der Schwangerschaft?"

Anonym

Frage vom 18.08.2011

Hallo,

ich habe ein paar Fragen bezüglich der Einnahme von Ibuprofen AL 600 in der SSW 23.
Ich habe seit ca. 3 Wochen starke Schmerzen am linken Schambein. Es tut immer im Stehen und nach längerem Gehen weh. Auch beim Aufstehen nach längerem Sitzen tut es weh. Keine Schmerzen habe ich, wenn ich liege oder sitze, oder auch kurz gehe. Die Schmerzen fühlen sich wie eine entzündete Sehne an und sind auch sehr punktuell auf diese eine Stelle begrenzt. Es ist wie ein Stechen und wenn der Schmerz länger anhält, z. B nach langem Stehen, dann brennt es richtig. Ansonsten habe ich keine nennenswerten Schwangerschaftsbeschwerden.
Mein Frauenarzt meinte, es sei evtl. ein Leistenbruch, den man jetzt erst mal nicht behandeln würde. Ich war jetzt nochmal beim Hausarzt (auch Sportmediziner). Er hat sich das etwas genauer angeschaut und meinte, dass es kein Leistenbruch sei, weil er beim Husten dort nichts fühlen würde und die Stelle auch zu weit Richtung Schambein liegen würde. Er vermutet, dass es sich um eine Reizung des Leistenansatzes handelt. Er hat mir jetzt Ibuprofen AL 600 (3 x täglich = 1800 mg) für eine Zeit bis zu fünf Tagen verschrieben. Er meint so könnte man die Entzündung stillen und den Schmerz hemmen bevor es chronisch wird. Er hat mich auch aufgeklärt, dass ich das Mittel nur bis zur 28. SSW nehmen darf.
Da mein Frauenarzt und meine Hebamme derzeit im Urlaub sind, stell ich die Frage jetzt an dieser Stelle und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.
Wie schädlich ist Ibuprofen AL 600 in der Dosierung 3 x täglich 5 Tage lang für das Kind?
Welche möglichen Schäden können auftreten?
Könnte es noch eine andere Diagnose geben, Symphyse z. B.?
Was könnte ich alternativ gegen die Schmerzen tun?

Hoffentlich könnt ihr mir helfen und vielen Dank schon mal.

Antwort vom 21.08.2011

Die Einnahme von Medikamenten sollte in der Schwangerschaft immer mit dem Arzt/ Ärztin abgesprochen werden. Das haben Sie getan, sind aber nicht ganz einverstanden bzw sicher, ob die Auskunft des Arztes korrekt ist. Dann sollten Sie eineN andereN ÄrztIn zu Rate ziehen oder sich beim Hersteller des Mittels kundig machen (Hotline meist auf dem Beipackzettel), dort werden Patientenanfragen meist sehr schnell und kompetent beantwortet. Da in Ihrem Fall eigentlich ja immer noch die Diagnose unklar ist, würde ich sowieso einen weiteren Arztbesuch empfehlen.
Ansonsten könnten Sie es mit Wärme oder Kälte gegen Ihre Schmerzen versuchen - einfach ausprobieren, was besser entspannt (bei Entzündung, wenn es denn eine ist, meist eher Kälte), evtl helfen sanfte Massagen des schmerzenden Bereiches, vielleicht sollten Sie auch abklären lassen, ob die Beschwerden etwas mit der Harnblase zu tun haben.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung!

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