Themenbereich: Milchfluss & Milchbildung anregen

"wie kann ich den Milchfluss anregen?"

Anonym

Frage vom 11.10.2011

Hallo!
Ich habe ein kleines Problem, meine Tochter 6 1/2 Wochen kommt zum trinken sehr unregelmaessig, dass heisst mal um sechs mal um sieben, mal verschlaeft sie eine Mahlzeit, will das dann aber im Laufe des Tages wieder einholen.(Pro Tag ca 7 Mahlzeiten, bei ca 100 ml trinken). Leider fehlt meiner Brust staendig der passende Milcheinschuss, Beispiel wenn sie normalerweise sonst um elf ungefaehr kommt und das heute verschlaeft, dann habe ich am naechsten Tag ein Problem, da meine Brust die Produktion gleich wieder minimiert. Selbst durch mehrmaliges anlegen, kann ich den Milcheinschuss nicht anregen und habe dann Probleme sie satt zu bekommen. Was kann ich tun! Ehrlich gesagt, zufuettern mit PreNahrung moechte ich nicht, da ich Angst habe, dass meine Milchproduktion dann zurueck geht und genug Milch hab ich theoretisch und auf Dauer abpumpen und stillen ist sehr anstrengend, sie aber zu wecken nach manchmal nur 10 Minuten Schlaf finde ich nicht gut, da sie ja auch irgendwann Kraft tanken muss und Ruhe braucht. Ueber hilfreiche Tipps wuerde ich mich freun. Beim Abpumpen kommt auch kein Milcheinschuss. Bitte helfen Sie mir! Karamalz akl frei trinke ich auch taeglich und Milchbildungstee eine Tasse, was kann ich noch tun?

Liebe Gruesse und Danke im voraus

Antwort vom 13.10.2011

Hallo!
Ich vermute, Sie meinen nicht den „Milcheinschuss“, sondern den sog. Milchspendereflex. Dieser Reflex ist dafür zuständig, dass die Milch zu fliessen beginnt und ist manchmal wirklich schwerer auszulösen bzw. wird manchmal auch unterdrückt. Prinzipiell lösen die Säuglinge diesen Reflex aus, wenn sie mit schnellen Saugbewegungen zu Beginn der Stillmahlzeit diesen hervorrufen. Grundsätzlich sind aber auch folgende Tipps hilfreich: Brust vorher massieren (evtl. mit Stillöl) oder generell vorwärmen, Rotlichtbestrahlung, etwas „ausstreicheln“. Wärme auch auf die Schulter, etwas warmes trinken (Mineralwasser z.B. ist oft sehr hinderlich!!), es sich bequem machen, einige Atemübungen, Schulterübungen zur Entspannung, Lieblingsmusik, genug Ruhe. Der Milchspendereflex fehlt oder ist unzureichend bei Schmerzen, Stress, Hektik, Kälte, fehlende Privatssphäre. Insgesamt hört sich Ihr Bericht so an, als seien Sie sich ingesamt nicht sicher, wie Sie beide sich einspielen könnten. Damit Sie sich keine Gedanken um die Milchmenge machen müssen (und z.B. Ihr Kind einfach schlafen lassen können), sollte eine Hebamme Ihr Kind für einige Zeit immer mal wieder auf die Waage legen und schauen, ob es an seiner Kurve entlang wächst. Das würde Sie beruhigen und Sie bräuchten sich keine Gedanken um Pumpen und Wecken u.a. machen, sondern einfach den Rhythmus beobachten. Vielen Müttern hilft es, sich einige Tage lang die Zeiten vom Stillen und anderen Aktivitäten aufzuzeichnen. Das gibt einen Überblick und Orientierung. Möglicherweise gibt es noch einen anderen Grund, warum Sie denken, dass die Milchbildung immer wieder schnell nachlässt. Sie selbst z.B. sollten gut und ausreichend genährt sein (insbes. warmes Essen hilft) und genug schlafen. Falls Sie noch keine Wochenbetthebamme hatten, dürfen Sie nach wie vor eine zur Beratung heranziehen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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