Themenbereich: wunder Po

"Seit Wochen wunden Po"

Anonym

Frage vom 26.10.2011

Ich habe einen 5 Wochen alten Sohn und ein riesen Problem seit er eine Woche alt ist. Er hat einen wunden Po und ich weiß nicht mehr weiter und KA auch eher nicht (meine Meinung). Anfangs dachte der KA es sei ein Pilz, eine Woche Nystatin- keine Besserung nur der "Glanz" war weg. Ich habe sonst immer erfolge mit Acker-Schachtelhalmtee- Bad gemacht. Aber das geht leider nicht er trägt seit der ersten Woche eine Tübinger Schiene, die ich nur einmal in der Woche zum Baden abmachen sollte. Ich benutze seit vier Wochen keine Pflegetücher, nur Wasser (oder tageweise auch Schachtelhalmtee) und habe die fünfte Windelmarke durch. Heilwolle und Calendula von Weleda, Mitosyl N wurde mir von der Apotheke empfohlen, oder nur reine Penatencreme zur Versiegelung, alles ohne Erfolg. (Natürlich nicht alles gleizeitig)
Anfangs lag er morgens und abends mindestens eine halbe- eine Stunde unten Ohne. Jetzt den ganzen Tag, wenn ich zu Hause bin. Ist aber sehr anstrengend: er mag nicht mehr so lange auf' m Bauch liegen und Jungs haben einen enormen Streukreis (trotz Handtuch), wenn sie auf'm Rücken liegen.
Da ich ihn stille, trinke ich nur noch Wasser und auf scharf stehe ich selber nicht.
Überall liest man, man soll wickeln, sobald Stuhl drinne ist. Aber ich habe nie eine nur nasse Windel, er hat 24 h Stuhlgang. Es läuft sehr flüssig und das kontinuirrlich.
Mittlerweile gibt es die ersten Löcher um den After drumherum, die trotz vorsichtigen Abtupfen bluten und Wundwasser herausläuft.
Er tut mir so leid und ich weiß nicht mehr weiter. Mag doof klingen, weil es eigentlich nicht im Zusammenhang steht, abe rmanchmal glaube ich, es hängt mit der Schiene zusammen. Es fing ein Tag später an und er wehrt sich bis heute noch sehr dagegen. Von wegen er gewöhnt sich dran.

Ich danke euch für jeden Tipp

Tinka

Antwort vom 30.10.2011

Hallo!
Eine Windeldermatitis, wie Sie Ihr Sohn zu haben scheint, kann wirklich eine langwierige Sache sein und ist sehr frustrierend! Natürlich ist es am wichtigsten herauszufinden, welche Ursache dahinter steht. Da sind nicht immer nur Pilze, sondern auch Bakterien , eine grundlegende Hauterkrankung oder auch ein Zinkmangel Verursacher. Falls Ihnen an Ihrem Kind noch woanders wunde Stellen auffallen (z.B. an den Fingern, Füssen, Fusssohlen etc.) oder er auch einen Milchschorf hat, sollte das in die Diagnose mit einbezogen werden. Mir sind in Ihrer Beschreibung folgende Dinge aufgefallen: falls es wirklich ein Pilz war oder noch ist, langt normalerweise eine nur 7tägige Behandlung nicht; meistens braucht es die Creme noch über einige Tage der Besserung oder Abheilung hinweg. Leider ist auch das Nystatin nicht das immer erfolgversprechende Mittel, sondern oft lohnt es sich noch auf Produkte mit z.B. Miconazol zu wechseln. Wenn Ihr Kind auf den Schachtelhalmtee bisher nicht positiv reagiert hat, würde ich da nicht weiter machen, weil auch auf Kräuter allergisch reagiert werden kann, insbes. bei Daueranwendung. Es gibt natürlich noch Alternativen wie z.B. Eichenrinde, die es sich lohnen könnte auszuprobieren. Auch Heilerde äusserlich angerührt auf das Gesäss aufgetragen und einfach in der Windel belassen ist, ist ein billiges und unbedenkliches Produkt. Kann auch mit einem Tee angerührt werden. Manche empfehlen auf diese blutigen Stellen, wie Sie beschreiben, kleine Pflaster aus „Sorbalgon“ zurecht zu schneiden. Stillkinder haben fast immer einen sehr flüssigen Stuhlgang, aber nicht zwangsläufig „24 Stunden am Tag“, wie Sie es beschreiben. Gibt es gewisse Nahrungsmittel, die Sie gerade besonders gern und mehr als ausreichend essen (sehr viele Milchprodukte o.a. z.B.)? Reagieren Sie auf gewisse Dinge allergisch? Je älter auch die Stillkinder werden, desto eher verändert sich die Häufigkeit der Stuhlentleerung nochmals, sie wird geringer und fester, eine kleine Hoffnung vielleicht. Homöopathie gut ausgesucht kann hilfreich sein (individuell) und der Wechsel auf Stoffwindeln kann ebenfalls noch Erfolg bringen. Ob die Schiene der Auslöser sein kann? Am ehesten von der Seite des Stresses her, denn Neugeborene haben eigentlich sehr selten ein sog. allergisches Kontaktekzem (welches immer sehr juckend ist). Ich wünsche Ihnen, dass irgendetwas klappt, alles Gute, Inken Hesse,

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