Themenbereich: Beginn der Beikost

"isst er zuviel Gemüsebrei?"

Anonym

Frage vom 06.03.2012

Hallo liebe Hebammen,

leider finde ich die Frage nicht im Forum, daher auf diesem Weg.
Ich habe bei meinem 6 Monate alten Sohn mit Gemüsebrei begonnen und er ist wie verrückt danach. Zur Info: er war 4 Wochen zu zeitig, wog bei 43 cm 2100g, nun bei etwa 70 cm 7900 g.
In meinem Breikochkurs wurde empfohlen mit etwa 30 bis 40 g Brei zu beginnen. Er hat beim ersten Mal gleich 70 und seit dem zweiten Tag gleich 100 g verputzt. Es gab nur die ersten zwei Tage leichte Frieseln am Bauch, die sind wieder weg. Auch (tägl.) Stuhl und Verhalten sind prima. Er hat jedoch Morgens ordentlich in seiner Windel zu kämpfen ist aber ok, wenn alles raus ist. ;) Gehe ich mit der Menge alles zu schnell an? Ich fütter nun den 11. Tag schon nur 80 g weil meine Mama mich verrückt macht, dass ich seinem Darm Schaden zufüge bei solchen Mengen. Trinken will er danach trotzdem noch eine ganze Brust (ist sonst die halbe Mahlzeit). Brei mache ich selbst (Möhre) und will nun in 3 Tagen mit Kartoffel anfangen. Sind ja dann 150 g.

Steige ich dann bei einer neuen Gemüsesorte wieder mit 100 g purem Gemüsebrei ein?

ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Merci!

Antwort vom 08.03.2012

Hallo!
Die empfohlene Menge im Beikostkurs ist eine ganz normale „Anfängermenge“. Vielfach lohnt es sich nicht, grössere Mengen zu machen, die dann bei Nichtverzehr verworfen werden müssten. Ihr Sohnemann scheint gerade mehr Interesse zu haben und im Grunde ist das nicht bedenklich. Die Erfahrung zeigt ausserdem, dass Säuglinge sehr unterschiedlichen Hunger haben, also es auch sehr wohl Zeiten geben wird, wo sie nicht mehr als einige Löffel essen. Ihr Kind zeigt mit seinen Daten ein grosses „Aufholwachstum“, was bei zu früh geborenen Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht nichts aussergewöhnliches ist. Normalerweise schwenken diese sich auf eine Kurve ein. Insbesondere gestillte Kinder können nicht überfüttert werden (im Gegensatz zu Pulverfolgenahrungen), weil sie normalerweise ein gut-reguliertes Hunger- und Sättigungsgefühl haben. Ich empfehle Ihnen, gut auf die Signale Ihres Sohnes zu achten beim Füttern der Beikost, um so seine Grenzen zu beachten (u.a. bewehrende bzw. abwehrende Gestik und Mimik). Sie bieten an und Ihr Sohn bestimmt, wieviel er davon isst. Die gekochte Möhre allein macht allerdings noch lange nicht satt, es braucht die Ölbeigabe als Kalorienquelle und zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Auch die Kartoffel sättigt durch die Stärke mehr, ist allerdings vielfach auch schwerer verdaulich. Bei einer neuen Gemüsesorte würde ich mit einer geringeren Menge anfangen, denn vielleicht mag sie Ihr Kind nicht. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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