Themenbereich: Abstillen

"möchte schneller abstillen "

Anonym

Frage vom 16.04.2012

Hallo!
Ich suche Rat zum Abstillen meiner 7 Monate alten Tochter.
Wir haben Anfang März mit der Beikost begonnen, erst nur Gemüse, dann Kartoffeln, dann Fleisch dazu. Am Anfang fand sie es spannend und hat recht gut gegessen. Den Mittagsbrei isst sie nun mehr schlecht als recht ( mal 5 Löffel, mal ein fast ganzes kleines! Gläschen)
Den Nachmittagsbrei ( Hirse mit Apfelpüree) isst sie besser, aber auch nicht sehr viel.
Ich habe es auch schon mit Untermischen von PRE Nahrung versucht, damit es süßer schmeckt und satter macht, aber auch das verändert nichts an der Menge, die sie isst.
Nach einigen Löffeln dreht sie sich weg und meckert sehr laut.
Ich würde einfach so wahnsinnig gerne eine Mahlzeit ersetzt haben, um mal abkömmlich zu sein:
Sie nimmt nämlich keine Flasche auch keinen Trinklernbecher. Und aus dem normaln Erwachsenenbecher trinkt sie nur Wasser. Wenn ich Pre Milch hineingebe, spuckt sie diese wieder aus.
Ich habe schon überlegt, abzupumpen, traue mich aber nicht so richtig, da ich zu Beginn so eine wahnsinnige Milchüberproduktion durchs Abpumpen hatte, dass sie sich immerzu verschluckt hat und ich dauernd Milchstau und ewig nasse Klamotten hatte. Das war wirklich eine Qual.
Haben Sie eine Rat, was ich tun kann, um eine Mahlzeit komplett zu ersetzen bzw sie doch an die Flasche zu gewöhnen?
Gibt es viele Babys, die die Flasche ablehnen?
Mein Gefühl sagt mir, dass sie die Brust zur Beruhigung braucht. Sie ist ein sehr aktives Kind, was schwer zur Ruhe zu bringen ist. Das Stillen ist eines der wenigen Zeitpunkte, wo sie zur Ruhe kommt.
Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr sehr dankbar.
Viele Grüße

Antwort vom 18.04.2012

Hallo!
Sie sind wirklich in einer Situation, die viele Mütter kennen: der Übergang vom Stillen zur Beikost und dem gleichzeitigen Abstillen gestaltet sich nicht so schnell, wie die mütterlichen Bedürfnisse manchmal sind. Selbstverständlich ist das nichts, wo Ihr Kind Sie mit ärgern möchte, sondern ganz logisch betrachtet führt Ihre Tochter etwas fort, was sie in der Stillzeit kompetent gelernt hat: sie zeigt ihre Hunger- und Sättigungszeichen sehr deutlich und verweigert deshalb alles, was da gerade zuviel ist. Gleichzeitig merken Sie selbst, das Stillen Ihre Tochter eine wertvolle „stille Zeit“ ermöglicht; diese Form der Entspannung lässt sich sicher noch lange nicht durch etwas anderes ersetzen; später ist es häufig das Kuscheln allgemein, das Vorlesen, das Massieren, das gemeinsame Singen, das Ruhe in den Alltag hineinbringt....vielleicht passt davon auch schon etwas für Sie beide. Das sie keine Flasche nimmt ist etwas, was einige Stillkinder zeigen und nicht vorauszuahnen ist. Für Ihre momentane Beschreibung gibt es neben einer gehörigen Portion Geduld gerade nur folgende Tipps: viele Säuglinge sind neugieriger und aufgeschlossener, wenn ihnen Brei angeboten wird, bevor sie überhaupt richtig hungrig werden. Da gilt es also, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Ob Ihre Tochter Ihre Muttermilch eher aus der Flasche nehmen würde als die PreMilch, weiss ich nicht und Sie bräuchten noch den Mut es auszuprobieren. Mit Ihren bisherigen Erfahrungen kann ich Ihre Sorge verstehen. Möglicherweise könnten Sie über den Tag verteilt immer eine kleine Menge abpumpen und gleich danach!!! für ca. 20 Minuten Ihre Brüste kühlen, um die Zusatzstimulation wieder herauszunehmen. Möglicherweise hatten Sie die vermehrte Milchmenge auch nur am Anfang; die Regulation stellt sich meist erst nach 3-6 Wochen ein. Ein Versuch ist es wert, insbesondere, wenn grundsätzlich jemand anderes als Sie! die Flasche anbietet. Alles Gute und Gelassenheit, Inken Hesse, Hebamme

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