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"Was muss ich beim Stillen mit Piercing beachten?"

Anonym

Frage vom 25.08.2012

Hallo Liebes Hebammen-Team,

Ich habe eine Frage dir mir etwas unangenehm ist..

Ich bin jetzt in der 33 Ssw und habe ein Brustwarzenpiercing.

Der Piercer sagte mir damals das es kein Problem sein würde zu stillen.
Natürlich hab ich vor das Piercing während des Stillens immer raus zu nehmen.

Jetzt kreist mir allerdings seit paar tagen der Gedanke im Kopf ob die Milch dann auch aus dem Loch vom Piercing kommt und das Baby sich vielleicht verschlucken kann? ?

Ja also meine eigentliche Frage ist ob das denn jetzt Probleme beim Stillen geben kann, oder ob das so geht wie ich es mir gedacht habe das ich das Piercing dann einfach während des Stillens raus nehme? !

Ich danke schonmal im voraus :-)

Ganz viele Liebe Grüße
Antonella

Antwort vom

Hallo, je nachdem wie alt das Piercing schon ist, wie der Stichkanal liegt usw. sind die Erfahrungen ganz unterschiedlich. Manchmal wird empfohlen von Anfang an abzustillen. Das ist auf keinen Fall nötig und völlig übertrieben. Stillen ist trotz Piercing möglich. Dann gibt es die Empfehlung das Piercing schon in der Schwangerschaft rauszunehmen und den Stichkanal zuheilen zu lassen. Erstens heilt er nicht immer zu und zweitens ist auch das nicht nötig, wenn die Frau nicht von sich aus zukünftig auf das Piercing verzichten möchte. Bei Entfernung des Piercings kann es zu vermehrtem Milchfluss aus den Piercingkanälen kommen. Vorhersehbar ist das nicht und es gibt auch keine Möglichkeit das zu vermeiden.
Schließlich gibt es einige Erfahrungen mit Stillen bei verbleibendem Piercing. Es ist durchaus möglich, das Piercing jeweils zum Stillen rauszunehmen und danach wieder einzusetzen oder, wenn das nicht gut praktikabel ist, das Piercing überwiegend raus zu lassen und nur einige Stunden am Tag zu tragen. Manchmal kommt es zu starkem Milchfluss sobald das Piercing draußen ist. Ich würde empfehlen das einfach mal abzuwarten und zu sehen wie das Baby damit zurecht kommt. Möglich wäre dann die Verwendung eines Stillhütchens. Das würde ich aber nicht von vorne herrein empfehlen, sondern wirklich nur falls und solange wie nötig. Bei Beschwerden mit dem Piercing durch die Veränderung der Brust, muss evtl. ein anderes Schmuckstück gewählt werden. Manche Frauen setzen auch (zeitweilig) einen Silikonsteg ein. Sinnvoll ist es sich für die Wochenbettbetreuung eine Hebamme zu suchen, die Tipps geben kann, wenn sie benötigt werden.

Alles Gute, Monika Selow

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