Themenbereich: Beginn der Beikost

"wird er vom Brei dick?"

Anonym

Frage vom 21.09.2012

Hallo!
Ich habe eine Frage zur Babyernährung.
Mein Sohn ist jetzt 7 1/2 Monate alt. Er war bei seiner Geburt schon recht groß (55 cm, 3.640 g). Er ist jetzt 72 cm groß und wiegt 9.100 g. Er bekommt in der Früh sein Fläschchen Alete Folgemilch 2 (235 ml), mittags ein ganzes Glas Gemüse/Fleischbrei (190 g), nachmittags ein ganzes Glas Obst (190 g) und abends nochmals das Fläschchen Alete Folgemilch 2 (235 ml). Das hat bisher ausgereicht damit er uns von 20 Uhr bis ca. 6 Uhr durchschläft.
In den letzten Nächten ist es allerdings mit ihm recht schwierig. Er wacht ständig auf und ist kaum zum einschlafen zu bringen. Wir haben es immer mit viel Geduld versucht und es hat mal mehr, mal weniger geklappt. Letzte Nacht war er gar nicht mehr zu beruhigen, erst als mein Mann ihm nochmal ein Fläschchen gegeben hat, konnte der Kleine schlafen.
Nun meine Frage: Da unser Sohn recht kräftig ist, scheue ich mich davor ihm abends einen Brei zu geben. Allerdings befürchte ich, dass ihn die Milchflasche nicht mehr satt macht und er deshalb ständig aufwacht. Am zahnen ist er im Moment nicht. Würden Sie mir empfehlen dennoch auf Brei umzustellen? Ich habe einfach die Angst das er zu dick wird.
Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort!

Antwort vom 23.09.2012

Hallo!
Ich sehe an der Gewichtsentwicklung Ihres Sohnes nichts, was Ihnen Sorgen machen sollte. Für das Alter Ihres Kindes ist es nicht ungewöhnlich, dass er im erneuten Wachstumsschub mit viel Drehen, Bewegung, evtl. Krabbeln einfach mehr Nahrung braucht. Falls Sie im Obstglas am Nachmittag nur Obst und kein Getreide beigefügt haben, nehme ich fest an, dass Ihrem Sohn die Menge an Kalorien da schon nicht reicht. Obst ist gesund und schmackhaft, sättigt aber nur bedingt. Obst mit Getreide (als Flocken) und gleichzeitig etwas Mandelmus führt zu einer kompletten, ausgereiften Mahlzeit mit ausreichend Kalorien. Gleichzeitig wachen Kinder mit sechs Monaten plus nachts häufiger wieder auf. Und ja, es sind wirklich nicht immer die Zähnchen. Mit Beginn der Beikost auf dem Weg zum Familientisch stellt sich natürlich immer die Frage, was ein Kind dick werden lässt. Da ist es Elternaufgabe insgesamt die Ernährung der Familie zu betrachten und das Angebot an Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder. Z.B. empfinde ich das Angebot eines Stracciatella-Breis zur Nacht eine Zumutung und natürlich als ein Produkt, welches weder nötig ist (Schokolade gehört nicht auf den Speiseplan von Säuglingen) noch der Gesundheit förderlich. Auch Gläschen mit Spaghetti carbonara sind zu dem Zeitpunkt nicht säuglingsgerecht, sondern es reicht, wenn sie Teil des Familientisches werden nach dem ersten Lebensjahr. Entsprechend empfehle ich Ihnen, wie Sie den Nachmittagsbrei kalorisch aufwerten und evtl. einige gesunde Zwischenmahlzeiten für Ihr Kind bereitstellen können. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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