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Themenbereich: Fehlgeburt

Muss eine Ausschabung bei Fehlgeburt sein?

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Liebes Henbammenteam,

ich bin nun auch unsicher- vor allem was ich inzw. hier in der Sprechstunde las- ob ich eine Ausschabung machen lassen soll oder nicht. Ich war auch überumpelt nachdem ich letzten Freitag bei der FA war und diese keine Herztöne mehr feststellte obwohl diese in der Woche zuvor noch zu sehen waren. Sie war sich ziemlich sicher, dass der Embryo nicht mehr lebt. Sie gab mir eine Überweisung für das KH mit auf der missed abortion stand (8+6) und sagte, dass ich mir einen Termin geben lassen soll. Ich wartete nun auf die Blutung. DIese trat übers Woende nicht ein, deshalb rief ich gestern an. Sie sagte nur ich solle nicht auf die Blutung warten sondern mir einen Termin geben lassen sonst müsse ich so lange warten. Vorhin war ein Blutpropf nach dem Toilettengang da und ein bißchen blutiger Schleim ist abgegangen.
Was ist nun besser? Soll ich weiter abwarten oder besser die Ausschabung machen lassen? Mir war vorher nicht klar, dass mich das so belasten wird. Und mir graust es eigentlich vor diesem Termin. Ich muß dazu sagen, dass dese Schwangerschaft nicht geplant war. Ich habe schon 2 Kinder, bin nun schon 41, aber ich hatte mich schon sehr auf dieses Kind gefreut und darauf eingestellt, obwohl ich die Risiken kannte.
VG

Frage vom 25.09.2012

Hallo,

es ist bei einer Fehlgeburt weder zwangsläufig notwendig noch ist es besser eine Ausschabung vornehmen zu lassen. Zwar geht eine Ausschabung schneller, psychisch ist sie jedoch für die Frauen oft belastender und der Prozess des Trauerns um das verlorene Kind geht auch nach erfolgter Ausschabung weiter. Es ist damit nicht "vorbei", wie gerne vermittelt wird. Inzwischen gibt es dazu auch Studien. Näheres finden Sie dazu z.B. in einem Artikel in der "Zeit":
http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten
Sie haben ein Recht darauf, dass Ihre Ärztin mit Ihnen die Alternativen zur Ausschabung bespricht. Anscheinend gibt es diese jedoch nicht für sie. Letztendlich müssen Sie entscheiden, welchen Weg Sie gehen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf und Sie können warten bis Sie eine Entscheidung treffen können, die sich für Sie "richtig" anfühlt. Manchmal braucht es eine Weile bis Körper und Psyche soweit sind, das Kind loszulassen. Bei Ihnen sieht es ja danach aus, als würde sich schon der Beginn einer selbstständigen Fehlgeburt zeigen. Manchmal kann es aber auch dauern, bis sie wirklich einsetzt. Das ist häufig zu dem Zeitpunkt der Fall, an dem auch die Periode wieder eingesetzt hätte. Versuchen Sie nicht zu weit im Vorhinein zu denken, sondern von Tag zu Tag zu sehen, ob Sie weiter abwarten wollen. Sie haben auch die Möglichkeit sich vor, bei und nach einer Fehlgeburt von einer Hebamme betreuen zu lassen, die Sie mit individuellem Rat in der jeweiligen Situation beraten kann. Nicht alle Hebammen betreuen bei Fehlgeburt. Die Wahrscheinlichkeit ist höher bei Hebammen, die auch Geburtshilfe anbieten. Für Nachfragen können Sie sich ansonsten auch nochmal an uns wenden bzw. die Kommentarfunktion zu dieser Frage benutzen.
Liebe Grüße, Monika Selow

Antwort vom 26.09.2012


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