Themenbereich: Dammschnitt / -riss

"Diskussion um Epi-No- Trainer"

Anonym

Frage vom 18.10.2012

Hallo Hebammenteam,

mir ist bewusst, dass es bereits eine Frage und Antwort in eurem Katalog bezüglich des Geburtstrainers EPINO gibt, allerdings möchte ich gerne noch etwas präziser nachfragen, weil die Hebamen Vorort bei diesem Thema immer sofort abblocken. Da ich aber meiner Frau helfen möchte, die Geburt so schmerzfrei wie möglich zu überstehen, kann ich die Sache mit dem EPINO noch nicht ad acta legen. Aber natürlich möchte ich auch nicht, dass sie dadurch einen zusätzlichen Schaden erleidet. Verzeiht bitte, wenn ich jetzt etwas aushole, aber die bisherigen Antworten, die ich zu diesem Thema bekommen habe, waren einfach nicht zufriedenstellend, deshalb versuche ich es hier noch einmal ausführlich:

Langsames antrainieren einer übermäßigen Dehnung wie z.B. beim Spagat beugt dem Verletzungsrisiko vor, bzw. macht den Spagat überhaupt erst möglich. Hört man mit dem Üben auf, geht auch die Dehnfähigkeit sehr schnell wieder zurück. Dieses einfache Prinzip lernt man praktisch bei jeder Sportart. Gleiches kann ich mir als Laie auch für den Geburtskanal vorstellen, womit also zumindest die zugrunde liegende Idee des Epino plausibel erscheint. Zumal der Erfinder ja auch kein Maurer ist, sondern Gynäkologe, der ja immerhin mit dem Hypokratischen Eid der Gesundheit des Menschen und nicht seinem Geldbeutel verpflichtet ist. (Auch wenn es natürlich unter den Medizinern schwarze Schafe gibt, aber davon kann man ja nicht pauschal ausgehen.)

In den Erfahrungsberichten, die ich gefunden habe, schreiben die Frauen, die den Epino verwendet haben, entweder nur positives(hat geholfen) oder neutrales(hat nicht geholfen aber ist auch nicht schlimmer geworden), einen seriösen negativen Bericht konnte ich nicht ausfindig machen. Allerdings solche, in denen die Frauen berichten, dass sowohl Ärzte als auch Hebammen klar davon abgeraten haben, ohne jedoch eine auf Fakten fundierte Erklärung dafür liefern zu können. Die Antworten hörten sich so an, als wenn die Fachleute dies einfach unter den Tisch kehren, weil sie sich das nicht vorstellen können oder einfach noch nie davon gehört haben. Häufigstes Argument dagegen, war nicht die akute Verletzungsgefahr während der Anwendung, die die Geburt negativ beeinflussen könnte, sondern vielmehr die möglichen Spätfolgen durch die über 4 Wochen immer wiederkehrende sich langsam steigernde Dehnung. Hier wird argumentiert, dass eine kurze heftige Dehnung weniger schlimm sei, als eine Dehnung, die über längere Zeit trainiert wird. Dies wiederum finde ich einfach nicht plausibel. Aber übertreiben darf man es natürlich auch nicht, ist in der Anleitung zum Epino allerdings auch explizit beschrieben.

Natürlich gibt es jede Menge Studien zu dem Gerät, deren Tenor ein positiver bis neutraler ist. Allerdings weiß man bei solchen Studien natürlich nie, von wem sie in Auftrag gegeben wurden und wem sie nützen. Daher würde ich diese Studien zwar zur Kenntnis, aber nicht übermäßig ernst nehmen.

Inzwischen gibt es aber auch schon mindestens eine Dissertation zu diesem Thema, der man sicherlich deutlich eher trauen kann:

"Einfluss des Geburtstrainers EPINO auf die mütterliche Beckenbodenfunktion sechs Monate nach Entbindung - Follow up einer prospektiven und randomisierten Studie" von Cornelia Gertrud Maria Baur durchgeführt an der Polyklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Großhadern und eingereicht bei der Ludwigs-Maximilians-Universität München im Jahr 2006. Kurz zusammengefasst geht es um folgendes:

Eine Gruppe nutzt den Epino vor der Geburt, die Kontrollgruppe nicht. Durch Befragungen und Untersuchungen werden diverse Parameter erfasst, die eventuell durch den Epino langfristig beeinflusst werden könnten, wie Harn-, Stuhl- und Windinkontinenz, sexuelles Empfinden sowie in medizinisches Kaudawelsch verpackte andere Veränderungen des Körpers. Leider wurde die Studie in einem Krankenhaus durchgeführt, das sowieso häufig vorsorglich Dammschnitte durchführt, daher können dort keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Grupppen festgestellt werden. Eine eventuelle Erleichterung des Geburtsvorganges wird leider auch nicht explizit untersucht. Das wichtige dabei ist allerdings, dass Spätfolgen klar ausgeschlossen werden können, keine Verletzungen während der Anwendung aufgetreten sind und auch keine negativen Erfahrungen während des Geburtsvorganges gemacht wurden.

Nun ist es leider so, dass die Homepage der Hebamme (www.into-life.de), die als Ansprechpartnerin für den Epino in Berlin genannt wird, einem überteuerten Kosmetikshop gleicht, was ich als nicht besonders seriös empfinde. Den Epino konnte ich allerdings auf der ganzen Seite nicht finden, dennoch macht uns dies schon stutzig.

Lange Rede, kurzer Sinn, was wir uns von euch erhoffen ist eine seriöse Stellungnahme von Fachleuten, die in der Praxis mit dem Epino in Berührung gekommen sind. In unserem Geburtshaus hat die Hebamme bei Erwähnung des EPINO gleich entsetzt die Hände über den Kopf geschlagen und gesagt sie kennt Frauen, die Probleme damit hatten. Was das genau für Probleme waren, konnte oder wollte sie nicht sagen und auch sonst fand ich die Reaktion etwas theatralisch, weil ihr keine plausible Begründung gegen den EPINO einfiel, außer dass der Körper für die Geburt konzipiert sei und man doch Vertrauen haben solle. Mit einer Antwort, die in den Bereich des Glaubens geht, können wir nichts anfangen. Wir benötigen eine plausibel begründete Antwort, die aus klar nachvollziehbaren Gründen für oder gegen den Einsatz des Epino spricht.

Also wenn ihr Frauen betreut habt, die schlechte Erfahrungen mit dem Epino gemacht haben, würden wir gerne genau erfahren, was das für Probleme waren.
Zum anderen würde ich dann gerne wissen, ob der EPINO in diesen Fällen auch sachgemäß angwendet wurde.

PS: Natürlich wollen wir ergänzend eine Dammmassage machen.

Bereits im Voraus vielen Dank für eure Antwort.

Viele Grüße

Ehepaar im 4. Monat

Antwort vom 21.10.2012

Hallo,

Auf Ihre zuletzt gestellten Fragen finden Sie in unserem Archiv eine Antwort unter:

http://www.babyclub.de/hebammensprechstunde/fragen/11374355.probleme-mit-dem-epi-no-geraet.html

Es gibt also Frauen, die Probleme mit der Anwendung haben. Die "sachgerechte Anwendung" lässt sich dabei nicht oder nur schwer beurteilen. Frauen haben eine unterschiedliche Anatomie und beim Epi-No handelt es sich um ein Standardgerät, was nicht auf individuelle Gegebenheiten angepasst ist. Deshalb wird es auch bei 100% gleicher Anwendung zu unterschiedlichen Ergebnissen und Erfahrungen führen. Unter gleichem Link befindet sich auch schon eine ausführliche Antwort zu den vielen Fragen zu Epi- No, die ich empfehle zunächst zu lesen, da ich das dort geschriebene nicht wiederholen möchte.

Sie schreiben: "Mit einer Antwort, die in den Bereich des Glaubens geht, können wir nichts anfangen. Wir benötigen eine plausibel begründete Antwort, die aus klar nachvollziehbaren Gründen für oder gegen den Einsatz des Epino spricht." Tja, da ist zu fürchten, dass Sie mit meiner Antwort nicht zufrieden sein werden, weil ich ohne Ihre Frau zu kennen und mit ihr gesprochen zu haben weder zu noch abraten kann.
Der Einsatz des Epino ist eine Intervention und jede Intervention bedarf einer sorgfältigen INDIVIDUELLEN Abwägung, wobei die letztendliche Entscheidung alleine von der Frau getroffen wird.

Ich seh es so: Über lange Jahre wurden in den Kliniken nun sehr viele Dammschnitte gemacht, die mit vielerlei Studien und Annahmen begründet wurden. Der "vorsorgliche" Dammschnitt sollte allerlei Beschwerden in der Zukunft vorbeugen, ein Schnitt sollte besser zu nähen sein und besser heilen als ein Riss und vieles mehr. ALLE dieser angeblichen Gründe haben sich als nicht haltbar, um nicht zu sagen Unfug rausgestellt für die Allgemeinheit der Frauen. Ein Dammschnitt ist nur sehr selten notwendig und das noch viel seltener weil der Damm nicht genug dehnbar wäre.
Auch einem Dammriss lässt sich durch vielerlei Maßnahmen vorbeugen, wovon die Damm- Massage nur eine ist. Weit mehr liegen im Management der Geburt. Ein wesentlicher Faktor ist "Zeit geben", ein weiterer die freie Wahl der Geburtsposition durch die Frau, wenig eingreifen. Am ungünstigsten für die Frau ist die Rückenlage mit angezogenen Beinen, die aber bei Geburtshelfern am beliebtesten ist.
Nachdem sich die Theorien zur Sinnhaftigkeit des Dammschnittes nicht halten ließen, forscht man nicht etwa daran wie auch Dammrisse vermeidbar wären (indem das eigene Management geändert wird), sondern es wird eine neue Intervention erfunden, die die erste ersetzen soll. Mit anderen Worten: wenn die Frau keine unnötige Dammverletzung haben will, muss sie ein Gerät benutzen, dass sie gar nicht bräuchte, wenn sie nicht allen möglichen anderen unnötigen Zwängen ausgesetzt wäre. Das kann doch wohl nicht der Weg sein, um mit dem Thema Dammverletzung umzugehen.
Es ist für mich kein Zufall, dass der Epino von einem Mann erfunden wurde und auch keiner, dass die von Ihnen beschriebene Studie an einer Klinik mit vielen Dammschnitten durchgeführt wurde, wo dann kaum Unterschiede festzustellen sind. Wie auch: Ändern müssten sich nicht die Frauen, sondern die Umstände unter denen sie gebären. Die Vorstellung wie Segensreich der Epino wirken kann, ist eine rein mechanische, die ganz viel anderes (z.B. Psyche) nicht berücksichtigt. Mit einer guten Geburtshilfe haben nur sehr wenige Frauen Auswirkungen durch Dammschnitte/Risse. Erstens ist fraglich, ob die durch den Epino wirklich verschont wären (eher nicht, weil mangelnde Dehnung nicht die Ursache ist). Wichtig ist aber auch folgende Frage: Ist es gerechtfertigt, dass sich die überwiegende Mehrheit mit einem empfohlenen Epino- Training belastet, obwohl sie auch ohne weder einen Schnitt noch einen Riss hätte?
Vor dem Hintergrund sollte dann jede Frau selbst entscheiden, was sie tun möchte.
Noch eine letzte Bemerkung am Rande, die rein subjektives Empfinden von mir betrifft und nicht richtig sein muss: Ich bin eher skeptisch wenn Männer sich sehr intensiv mit so etwas wie dem Epino beschäftigen, weil sich mir die Frage stellt, ob hinter der "Begeisterung" auch bewusste oder unbewusste sexuelle Motivationen liegen. Jedenfalls empfinde ich eine email adresse wie "in-n-out" (rein und raus) nicht mehr als neutral zu der Frage.
Grüße, Monika Selow


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Kommentare zu "Diskussion um Epi-No- Trainer"
IngoGiani
Gelegenheitsclubber (0 Posts)
Kommentar vom 25.03.2015 17:29
EPI-NO
Gleich vorneweg, und um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich alle Leser wissen lassen, daß der Verfasser dieser Zeilen seit 2004 Mitarbeiter und seit 2008 der Leiter des Medizinproduktunternehmens ist, das EPI-NO herstellt und selbst weltweit vertreibt, und so in mancher Augen sicher nicht unvoreingenommen sein kann. Nichtsdestoweniger gestatten Sie mir bitte, zu einigen offensichtlich immer wieder verbreiteten Missverständnissen und Mysterien rund um EPI-NO doch einiges richtig zu stellen.

Der Erfinder des EPI-NO war nicht einfach irgendein ‚Mann‘ – Dr. Horkel war und ist ein sehr engagierter Gynäkologe und in dieser Funktion weit über 40 Jahre praktisch tätig. Heute ist er im Ruhestand. Er war u.a. auch Mitbegründer der ersten Klinik für ‚sanfte Geburt‘ in Starnberg. Ende der 70er Jahre besuchte er einen befreundeten Arzt in Uganda. Hier entdeckte er eine Methode zur Geburtsvorbereitung, die afrikanische Hebammen dort praktizieren – die Vorbereitung mittels verschieden großer getrockneter Kürbiskalebassen, die der Flexibilisierung des Geburtskanals dienten. Hieraus entstand dann letztlich die Idee, ein Medizinprodukt mit einem weichen, aufblasbaren Ballon zu konzipieren, das eine vergleichbare Anwendung ermöglicht. Wenn sie so wollen, haben also eigentlich Hebammen diese Methodik im weitesten Sinn entdeckt und angewendet. Ebenso wie Sie empfand auch Dr. Horkel die vor Jahren geübte Praxis des routinemäßigen Dammschnitts (Raten bis zu 80%) als schreckliche Fehlentwicklung. Nicht zuletzt diese Tatsache hat seine Suche als Arzt nach Alternativen beflügelt. Ihre Überlegung, daß ‚ hinter der "Begeisterung" auch bewusste oder unbewusste sexuelle Motivationen liegen‘, entbehren nun wirklich jeder Grundlage. Eine Email-Adresse wie "in-n-out" (rein und raus) verwenden wir nicht und haben wir nie verwendet.

EPI-NO ist keinesfalls ein „Standardgerät, was nicht auf die individuellen Gegebenheiten angepasst ist“ – Im Gegenteil – gerade der aufblasbare Ballon gestattet eine individuelle Anpassung an die unterschiedliche Anatomie der einzelnen Schwangeren. Dies ermöglicht es jeder Frau, EPI-NO ausschließlich nach dem eigenen Körpergefühl anzuwenden, und genau dies ist der eigentliche ‚Sinn der Sache‘.

Dazu Stimmen von Schwangeren:

" ... Ich bin überzeugt, dass Epi No ein absolut geniales Produkt ist, kein High-Tech-Geschwafel, keine teuren Kursunterlagen, stattdessen Eigenverantwortung und Auseinandersetzung mit der bevorstehenden Aufgabe, Training, das ganz auf das eigentlich Geforderte konzentriert ist. ..."

oder auch „" ...Gefallen hat mir an dem Gerät, dass ich alles selbst kontrollieren konnte: Wann ich die Übungen durchführe, wie lange ich trainiere, wie schnell ich den Ballon aufpumpe bzw. wenn es zwickt, dass ich die Größe auch blitzschnell und einfach verringern kann. ..."
(Quelle: http://www.epino.de/erfahrungsberichte-epino.html) – bei diesen Berichten ist im Übrigen – wie oft unterstellt - nichts ‚selbst gebastelt‘! )

Weiter zu der vom Fragesteller erwähnten Studie – es handelt sich hierbei um eine Follow-Up Untersuchung, die im Rahmen der an 5 Kliniken erfolgten Münchner Multicenterstudie (veröffentlicht 2009 im ANZJOG) erstellt wurde. Diese Kliniken hatten im Übrigen keine überdurchschnittlichen Dammschnittraten, wie Sie schreiben. Allerdings wurden hier neben dem Kernthema, der Reduzierung des Risikos von Geburtsverletzungen, auch weitere Aspekte, etwa eines erhöhten Risikos von Keiminfektionen durch die Anwendung untersucht – es wurde kein erhöhtes Infektionsrisiko festgestellt. Die Veröffentlichung (neben vielen anderen) finden Sie auf http://www.epino.de/studien-epino.html. Auch wenn es immer vermutet wird, wir haben Studien nie ‚bezahlt‘ – dazu fehlen uns die Mittel. Lediglich die für die Studien erforderlichen Produkte haben wir zur Verfügung gestellt. Zwei weitere Anfragen von britischen Universitäten liegen derzeit vor – dort ist es sogar üblich, die Kosten für Produkte selbst zu tragen.

Ich selbst bin allerdings auch kein großer Freund von Studien, denn es liegt in ihrer Natur, Gruppen zu isolieren, um Effekte zu messen (die eine Gruppe soll dies tun, das andere nicht, und umgekehrt). EPI-NO ist jedoch kein entweder-oder Produkt, sondern ein sowohl-als auch Produkt, das heißt, es soll im Rahmen der Geburtsvorbereitung alles, was möglich und sinnvoll ist, auch angeboten werden. EPI-NO kann immer nur ein Teil dieses Rahmens sein. Erfahrungsberichte, wie des Geburtshauses Stans in der Schweiz (finden Sie auch auf unserer Website), wo seit Jahren 6 diplomierte Hebammen EPI-NO verwenden (bis 2008 waren es schon über 500 Schwangere), Kolleginnen von Ihnen also, finde ich viel aussagekräftiger. Und die sollten doch auch in Deutschland mehr Hebammen einmal zur Kenntnis nehmen und ihre Schlüsse ziehen. Es ist doch eigentlich traurig, daß der Anteil der Frauen, die EPI-NO zur Geburtsvorbereitung benutzen, in der Schweiz, in Australien und sogar in Israel etwa zehnmal (!) so hoch ist, wie hierzulande, dem Land des Herstellers.

Aus unseren Bestellrückfragen wissen wir, daß inzwischen jedes zweite bei uns direkt bestellt EPI-NO von einer Hebamme empfohlen wurde (2005 waren es gerade mal 5%). Es hat sich also eigentlich viel geändert. Sehr viele Hebammen haben auf eine entsprechende Anfrage hin von uns ein auch Muster bekommen, auch weil mehr und mehr Schwangere in den Kursen danach fragen. Die deutschen Hebammeninstitutionen jedoch, mit Ihren Veröffentlichungen, und die Hebammen, die sich tatsächlich öffentlich äußeren, sind eher negativ eingestellt – die es befürworten schweigen weiter.

Besorgniserregend – darüber sind wir uns sicher einig – ist der wachsende Trend zum ‚Wunschkaiserschnitt‘ – in Deutschland liegt die Rate m.W. bereits über 30%, in Italien um die 50 % und Spitzreiter Südafrika liegt bei 60%. Ein Kaiserschnitt ist eigentlich eine Notoperation und sollte nicht zur Routine werden – wie seinerzeit der Dammschnitt. Ist EPI-NO nicht auch so etwas wie ein Angebot, das Schwangere dazu ermuntern kann und darin bestärkt, natürlich zu entbinden? Könnte es nicht sein, daß dies auch Ihre Arbeit unterstützt kann?

Es wäre zumindest von Vorteil, wenn die Diskussionen um EPI-NO etwas weniger voreingenommen geführt werden und man sich dem Thema sachlich näherte. Ich schließe mit den ernst gemeinten Worten, die Sie auf unserer Startseite finden:

„EPI-NO ersetzt keinesfalls die Arbeit der Hebammen, viele Hebammen verwenden und empfehlen jedoch inzwischen dieses Training zusätzlich und als sinnvolle Ergänzung zur Geburtsvorbereitung. … Ob Sie sich nun für EPI-NO entscheiden möchten oder nicht - wir empfehlen Ihnen in jedem Fall einen Geburtsvorbereitungskurs bei einer Hebamme - die Kosten werden in aller Regel von den Krankenkassen übernommen.

Ingo Giani

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