Themenbereich: Milchmenge

"hat mehr Hunger nach Brechdurchfall"

Anonym

Frage vom 04.11.2012

Hallo, mein Sohn ist neun Monate alt und will seit einem Brech-Durchfall vor etwa zwei Wochen wieder mehr aus der Brust trinken. Von seinem Abend-Milchbrei, den er vorher gegessen hat , isst er höchstens noch ein paar Löffel. Mittags und Nachmittags isst er Brei. Vormittags nimmt er etwas Muttermilch. Nachts kommt er aber alle zwei Stunden und zumindest die ersten Male hat er wirklich Hunger. Wir geben ihm jetzt abends 150 ml Folgemilch, aber er wacht weiterhin alle zwei Stunden auf und trinkt an der Brust. Ich würde gern die Milchproduktion wieder erhöhen, damit ich aufs Fläschchen-Machen verzichten kann und auch morgens fürs Frühstück noch genug Milch da ist. Da habe ich nämlich wie abends das Gefühl, dass er wirklich Hunger hat undan der Brust nicht richtig satt wird. Ich trinke jede Menge Stilltee, aber ich habe das Gefühl, dass die Milch nicht mehr wird.

Antwort vom 06.11.2012

Hallo!
Sie haben mit Ihrem Sohn etwas erlebt, was häufig passiert nach einer Phase der Krankheit: alle Entwicklungsschritte der letzten Wochen sind wie verschwunden, das Kind braucht wieder deutlich mehr Nähe und Körperkontakt und manch ein Ritual oder eine Regelmässigkeit (wie der Schlaf) scheint wie weggeblasen. Bei vielen Müttern wird dann die Milchbildung schon damit alleine angekurbelt, wenn das Kind ungestört über mehrere Tage so oft trinken oder auch nuckeln darf, wie es möchte und die Milch fliesst wieder mehr und/oder schneller. Stilltee (nicht mehr als drei Tassen) kann da nur bis zu einem gewissen Masse hilfreich sein, die Hauptwirkung liegt im zusätzlichen Anlegen (oder zusätzlichem Pumpen), reichlich Körperkonktakt und Ihrer erhöhten Energiezufuhr vom Essen, Trinken und ausreichend Schlaf. Eine weitere Massnahme ist die Einnahme von Bockshornkleesamenkapseln, die deutlich milchsteigernd wirken. Sprechen Sie sich wegen der Dosierung und möglichen Nebenwirkungen mit Ihrer Hebamme ab. Manche homöopathische Mittel helfen ebenfalls mit Rücksprache einer entsprechenden Fachperson. Normalerweise wird eine Wirkung innert der ersten 2-3 Tage erwartet. In dem Augenblick, wo Ihr Kind tagsüber wieder mehr isst, hören Stück für Stück auch die nächtlichen Unruhe- und Hungerzeiten auf. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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