Themenbereich: Stillen allgemein

"beeinflussen die Menstruationshormone das Stillen?"

Anonym

Frage vom 10.12.2012

Hallo,
meine Tochter ist 6,5 Monate alt und wird voll gestillt, bekommt aber mittags Gemüsebrei. Nun ist es so dass ich vor 2 Wochen zum ersten mal wieder meine Periode bekommen habe, und seit dem ist sie schlagartig sehr weinerlich und unzufrieden. Sie schreit manchmal den ganzen Tag und die ganze nacht sobald man sie ablegt, und saugt auch nicht mehr so lange an der Brust. Ich hab die Befürchtung, dass meine Hormone vielleicht den Milchfluss beieinflussen, kann das sein? Kann man da was machen, oder ist es sinnvoller auf Flaschenmilch umzusteigen? Ich wollte eigentlich das ganze erste Jahr stillen... aber mir tut es für sie so leid. Sie ist momentan gesund, und zähnchen hat sie auch schon zwei, an der front ist gerade Ruhe.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Viele Grüße

Antwort vom 12.12.2012

Hallo!
Bei manchen Frauen hat die Periode einen vorübergehenden! Einfluss auf die Milchbildung bzw. auf den Spendereflex und auf den Geschmack. Diese haben das Gefühl, dass die Milchmenge während der Periode etwas geringer ist. Für einige Frauen ist der Blutverlust und auch der Periodenschmerz eine sehr energiezehrende Geschichte. Das bedeutet, dass es gut tut etwas für die Unterstützung der Energie zu tun. U.a. hilft es Einigen, dass sie Stilltee (wärmt! und fördert die Verdauung) oder auch Malzbier trinken (kalorienreich), sich bewusst vollwertig und ausgewogen ernähren (warm, warm, warm Essen und Trinken) sowie viel Schlafen, Kuscheln und Stillen im Bett geniessen. Brustmassage mit oder ohne Milchbildungsöl stimuliert den Milchfluss und die Bildung. Bockshornkleesamenkapseln und einige homöopathische Mittel können nebst dem zusätzlichen Stillen bzw. Pumpen die Milchmenge weiter unterstützen. Entsprechend empfehle ich Ihnen, zuallererst zu probieren, ob Sie mit den obigen Massnahmen diese recht typische Krise umrunden können. Möglicherweise ist Ihre Tochter auch schon bereit für die zweite Mahlzeit zusätzlich zum weiteren Stillen (evtl. Getreide-Obst-Brei). Wenn Ihr Kind mit all den Massnahmen weiterhin unruhig ist und auch nicht an ihrer Kurve zunimmt, braucht sie vielleicht doch zusätzliche Kalorien. Genausogut könnte es aber sein, dass Ihre Tochter eine unruhige Phase hat zum Neubeginn von der Beikostzeit. Die Nächte ändern sich auch und es beginnt eine neue Phase der Anhänglichkeit. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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