Themenbereich: Beginn der Beikost

"Gewicht verläuft nicht mehr an der Kurve entlang"

Anonym

Frage vom 30.01.2013

liebes hebammenteam,
meine tochter nimmt nur sehr schlecht zu.ich mache mir solangsam sorgen.
14.06. geburt. 3330g, 52cm
27.07.12 - u3: 4430g, 55cm
16.10.12 - u4: 5870g, 62cm
17.01.13 - u5: 6590g, 67cm
30.01. 6600g, 67 cm

wir sind jetzt also von der 50ger linie auf die 10er abgerutscht.

die ersten 6 monate war sie eine sehr schlechte esserin und trinkerin.
seit ca. 6 wochen hat sich das aber gebessert und mittlerweile seit ca 4 wochen
hat sie folgenden essensplan:

02.00h: 150-190ml milch
06.30h: 100-120ml milch
12.00h 190-220g gemüse-fleisch-brei
16.00h 3/4 portion obst-getreide-brei
19.30 100-120ml milch
seit ca. 4 wochen habe ich auf 2ermilch umgestellt, in der hoffnung, dass sie jetzt ein bisschen
mehr zunimmt.
ansonsten ist sie fit und macht einen interessierten und neugierigen eindruck.
muss ich mir sorgen machen?
stuhlgang passt nach der zuerst schwierigen brei-einführung auch wieder.
täglich, nur ein bisschen hart.

was kann ich tun, bzw. muss ich mir sorgen machen?

Antwort vom 01.02.2013

Hallo!
Die Entwicklungskurven eines Säuglings schliessen auch den Kopfumfang als wichtiges Wachstumskriterium mit ein. Bei gleichmässigem Längen- und Kopfumfangswachstum wird öfter auch eine nicht ganz so gleichmässige Gewichtszunahme toleriert. Wenn alle wichtigen Entwicklungsschritte vorliegen, ein Säugling nicht andauernd krank ist (lässt die Kurve auch meist stagnieren!), keine anhaltenden Darmprobleme hat und der Familienalltag nicht übermässig gestresst ist (!), vermute ich, toleriert Ihr Kinderrzt diesen Verlauf. Bitte wenden Sie sich also mit Ihrer Sorge nochmals an ihn, um sich informieren und beruhigen zu lassen. Gleichzeitig klingt Ihr Essensplan für das Alter Ihres Kindes angemessen und gut so. Je nach Neugierde und Appetit dürfen Sie Ihrer Tochter auch Zwischenmahlzeiten anbieten (z.B. ein zweites Frühstück mit Ihnen zusammen) bzw. die Essensportionen in Menge und Angebot erweitern. Ich rate Ihnen nur bedingt dazu, die 2er Nahrung als ein Lebensmittel zu nehmen, dass Ihre Tochter zwangsläufig mit mehr Kalorien versorgt. Wenn die Kalorien in der Milch (je nachdem, welches Produkt Sie nehmen) nur durch eine Anreicherung von verschiedenen Zuckersorten erhöht wurden, kommt das einem Vorgehen nahe, bei dem Sie Ihr Kind mit Schokolade und Keksen zu mehr Gewicht verhelfen wollten. Was Ihr Kind braucht sind sinnvolle, körperaufbauende Nährstoffe, aber keine leeren Kalorien. Falls Sie entdecken, dass Ihre Tochter mehr auf Ihren Mittagsteller starrt und weniger auf den eigenen, dann ist sie vielleicht schon früh daran interessiert, auch andere Lebensmittel auszuprobieren. Wie bei fast allen Menschen steigt übrigens der Appetit auf Essen, wenn die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden. Möglicherweise profitieren Sie alle davon, wenn Sie den Übergang zum Familientisch etwas schneller vonstatten gehen lassen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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