Themenbereich: Schlafen

"soll ich ihn füttern oder nicht?"

Anonym

Frage vom 30.03.2013

Hallo zusammen,

bin gerade etwas verunsichert.
Mein Sohn bald 7 Monate, geht meistens so um 19 Uhr ins Bett, schläft dann bis ca. 01.00 / 02.00 Uhr und weint dann sehr dolle. Bis jetzt habe ich dann immer ein Fläschchen Pre gemacht. ER trinkt dann so 160-200 ml und schläft dann noch mal bis 05.-06.00 Uhr.
Hatte jetzt mal versucht Abends und Nachts die 1er zu geben weil ich mir erhofft hatte das die länger vorhält, aber bis jetzt sieht das nicht so aus. Er bekommt auch so gegen 18 Uhr seinen Getreidebrei (meistens Reisflocken oder 4 Korn Flocken mit Pre oder halt jetzt 1er, Mittags Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei). Und dann wenn er so sieben, halb acht ins BEtt geht dann trinkt er noch mal 160 ml.
Jetzt lese ich dauernd, das Babys ab dem 6.Monat Nachts nichts mehr zu Essen brauchen, weil sich die Verdauung verlangsamt und die kein Hunger haben. Es wäre nur Gewohnheit.
Das erzählen mir nun auch Bekannte und dann mit so Horror Geschichten, das manche das einfach weiter so gemacht hatten und das Kind dann auch mit drei Jahren Nachts immer noch die Flasche wollte.
Habe heute Nacht mal versucht keine Flasche zu geben. Eine stunde lang habe ich ihn getragen, versucht zu beruhigen, geschaukelt, was gesungen, nur ein wenig Wasser gegeben. Nix eine Stunde nur Geschrei und dann habe ich doch die Flasche gegeben und zack schlief er wieder!
Und nun? Schwanke zwischen "ach dann brauch er die Flasche halt, soll er sie bekommen" und "Mist wenn ich jetzt nicht mal hartnäckig bleibe wird sich das irgendwann böse rächen"
Was meinen Sie?
Danke

Antwort vom 04.04.2013

Hallo!
Den meisten Eltern fällt es schwer eine Entscheidung zu treffen in dieser Situation. Sie nehmen gewisse Zeichen wahr bei ihrem Kind und hören gleichzeitig das Umfeld, dass sie im höchsten Maße warnt und auffordert, dem konsequent nicht mehr nachzugeben. Für mich gibt es nicht DIE Empfehlung für jedes Kind und damit kann ich auch nicht DIE Massnahme für alle Kinder als gleich richtig einstufen. Ich schlage vor, dass Sie Ihren Sohn genau betrachten – welche Massnahme passt zu Ihrem Kind? Ist er sehr aktiv, macht er gerade einen Wachstumsschub durch, sprengt er alle Kleider, ist er vom Gewicht eher auf der oberen Seite oder! an der unteren Grenze? Hat er vielleicht wirklich einfach nur Hunger, wie hören Sie sein Schreien? Wieviel isst er am Tag, wie regelmässig isst er oder lässt er sich viel ablenken und verlegt deshalb seine Mahlzeiten auf die Nacht? Könnte er am Tag noch mehr Zwischenmahlzeiten gebrauchen, bräuchte er eine Flaschennahrung mehr, damit er auf seine Trinkmenge kommt (und nicht vergessen, er ist immer noch ein Säugling, Saugen tut gut, beruhigt, macht den Bauch unkompliziert und schnell warm und wohlig)? Wieviel Körperkontakt bekommt Ihr Sohn am Tag, wieviel Körpernähe von Mama holt er sich in der Nacht? Ich gebe Ihnen Ihre Frage ein bisschen zurück, damit Sie sinnvolle Kopfgedanken mit Ihrem Bauchgefühl verbinden können. Ich hoffe, das ist hilfreich, alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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