Themenbereich: Fehlgeburt

"Was kann ich tun, um eine Fehlgeburt anzuregen?"

Anonym

Frage vom 22.04.2013

Hallo,
am Wochenende mussten wir unser ersehntes Kleines bei 6+2 leider gehen lassen. Ich war mit Blutungen in der Klinik und es wurde festgestellt, dass das Kleine nur eine Größe von 5+0 hatte.
Ich habe seit Samstag morgen Blutungen. Diese sind aber leider schwach und es kommt nur wenig Gewebe mit. Mein Unterbauch krampft, dies wurde auch im Ultraschall nachgewiesen. Meine FÄ meinte nun, dass ich am Mi zur Kürettage muss, wenn bis dahin nicht alles abgeblutet ist. Die Ärzte im Krankenhaus (Facharzt und Assistenzärztin) meinten aber, ich könne ohne Probleme 1 Woche bis 10 Tage ausbluten lassen, nur das Hcg im Blut müsse weiterverfolgt werden.

Was kann ich tun, wem soll ich glauben? Eine Kürettage möchte ich nicht, wenn sie nicht sein muss. Wir haben weiterhin starken Kinderwunsch und ich habe Angst vor möglichen Risiken des Eingriffs.

Am liebsten wäre mir, wenn alles abblutet. Was kann ich tun, um die Krämpfe oder Blutungen zu verstärken? Nach Cytogest habe ich im KKH gefragt, sie dürfen es mir auch haftrechtlichen Gründen nicht geben. Meine FÄ gibt es mir nicht mit der Begründung, sie müsse mich damit engmaschiger kontrollieren und das könnte sie nicht leisten. Ich würde es sofort nehmen, wenn ich daran käme.

Antwort vom 23.04.2013

Hallo, es tut mir sehr leid für Sie, dass sich die Schwangerschaft nicht gehalten hat. Wenn die Größe der 5. SSW entspricht, ist nicht damit zu rechnen, dass viel Gewebe abgeht, weil es noch nicht vorhanden ist. Die ganze Fruchtblase ist nur wenige Millimeter groß, der Embryo höchstens 1-2 Millimeter. Was sichtbar abblutet ist im wesentlichen die Schleimhaut der Gebärmutter. So früh ist es eigentlich nicht nötig medikamentös oder mit Cürettage nachzuhelfen, zumal Sie ja auch von selbst Blutungen bekommen haben. Weder Krämpfe noch Blutungen müssen stärker sein, als wenn Sie sonst Ihre Periode hätten. Cytogest ist ein Mittel, das für diesen Zweck nicht zugelassen ist und schwere Nebenwirkungen haben kann. Von einer ambulanten Einnahme würde ich daher abraten. Sie können sich eine Hebamme suchen, die Sie bei und nach der Fehlgeburt betreut. Diese kann Ihnen individuell raten, ob und wann eine Unterstützung sinnvoll sein könnte.
Ihren Wunsch nach Abwarten statt einer Cürettage kann ich nur unterstützen.
Näheres dazu können Sie hier nachlesen:
www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow, Hebamme

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