Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"Soll ich die Geburt vorzeitig einleiten lassen?"

Anonym

Frage vom 15.05.2013

Hallo, ich habe eine Frage zur Geburtseinleitung.
Ich bin in der 38.SSW, mein 1.Kind wurde eine Woche nach ET eingeleitet, er wog 4255g,56cm,KU38cm.
Nun macht mich mein Arzt nervös,dass das 2.Kind viel größer wird als das erste und empfiehlt mir eine vorzeitige Geburtseinleitung.
In der 36.SSW habe ich mich im KH vorgestellt, da wurde der Kleine auf 3450g geschätzt, die Ärzte im KH meinten auch ich solle die Geburt vor ET einleiten lassen.
Was halten Sie davon?
Ich bin sehr hin und her gerissen, ich möchte gerne eine natürliche Geburt, andererseits warnen mich die Ärzte davon, dass das Kind mit den Schultern hängen bleiben könnte.
Meine 1.Geburt war sehr schmerzhaft, mit Saugglocke und Dammschnitt. Ich möchte auf keinen Fall das Leben meines Kindes aufs Spiel setzen, nur weil ich unbedingt eine natürliche Geburt möchte.
Halten Sie eine Einleitung für angemessen? Wenn ja- wann würden Sie frühestens einleiten lassen? Was würden Sie mir raten?
Ich danke vorab für Ihre Antwort!
Gruß
D

Antwort vom 16.05.2013

Hallo, zunächst einmal ist ein geschätzes Gewicht von 3400g in der 36. SSW nicht besonders viel, so dass ich den Druck zur Einleitung zur Zeit noch gar nicht sehe. Sie können selbst etwas tun, damit dass Baby nicht übermäßig schwer wird, indem Sie auf Zucker und übermäßige Kohlehydratzufuhr in der Ernährung verzichten. Dazu gehören auch gesüßte Getränke und süßes Obst in größeren Mengen. Die zweite Geburt geht meist wesentlich einfacher als die erste, auch bei eher kräftigen Kindern. Eine Einleitung vor Termin bietet keinen Vorteil gegenüber dem Abwarten auf einen spontanen Geburtsbeginn. Bei einem natürlichen Geburtsbeginn hat das Baby Zeit sich optimal zu positionieren und ans Becken anzupassen. Das gilt auch für kräftige Kinder. Ein erhöhtes Risiko auf eine Schulterdystokie besteht erst bei über 4500g. Davon sind Sie noch weit entfernt, so dass ich Ihren Wunsch nach einer natürlichen Geburt nur unterstützen kann.
Sie können sich von einer Hebamme beraten lassen zu den Möglichkeiten die rund um die Geburt des Babys bestehen.Je nach Befund kann die Ihnen auch Empfehlungen geben, wie Sie die Geburt anregen können, falls absehbar ist, dass die Geburt auf sich warten lässt.
Insgesamt rate ich Ihnen nicht zu weit im Voraus zu denken und die weiteren Entscheidungen erst dann zu treffen, wenn auch tatsächlich etwas vorliegt (z.B. eine Terminüberschreitung oder ein Schätzgewicht, das in die Nähe von 4500g kommt). Derzeit ist noch alles im grünen Bereich und Sie haben noch die Möglichkeit unterstützend auf eine normale Geburt hinzuarbeiten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow, Hebamme

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