Themenbereich: Beginn der Beikost

""macht extrem Theater" nach der Hälfte der Breimahlzeit"

Anonym

Frage vom 29.06.2013

Hallo mein sohn mika ist am 10.07. genau 6 Monate alt und wir haben mit 18 wochen mit beikost begonnen alles total super dann haben wir vor 3 wochen mit abendbrei angefangen da er so zuviele flaschen gegessen hat (6 flaschen 235ml 1er nahrung + mittagsgläschen und tee) nun er hat alles super aufgenommen und auch die anzahl der flaschen ist jetzt auf 3 stück allerdings macht er seit paar Tagen extrem theater beim brei essen er ist die hälfte ganz normal und dann geht das theater los bäuerchen hat er dann gemacht und essen wollte er auch weiter..probieren morgen einen anderen brei (bisher grießbrei und reisflocken) wenn das nicht hilft was kann es dann sein?
Sein plan ist um 1:30 235 ml Milasan 1
8:00 235 ml milasan 1
11.30 mittagsgläschen
16 :00 235 Milasan 1
und so 19 /19.30 uhr abendbrei

im vorraus danke

Antwort vom 30.06.2013

Hallo!
Je nachdem, wie weit Ihr Sohn schon motorisch in seiner Entwicklung ist, kann es sein, dass er gerne selbstständiger essen möchte. Möglicherweise macht er "Theater", weil er eigenständig das Essen, den Löffel etc. greifen möchte, es ihm aber nicht erlaubt ist. Das Greifen der Nahrungsmittel ist eine wichtige Übung bzw. "Kinderarbeit" für die Fingermotorik, die Koordination von Hand und Mund und auf dem Weg zur Autonomie. Ausserdem lässt sich damit das Essen, die Nahrung besser be-greifen. Insbesondere, wenn der erste Hunger gestillt ist, möchten Säuglinge gerne mitarbeiten. Von elterlicher Seite ist das manchmal gewöhnungsbedürftig, aber wichtig zu wissen, dass ein Kind damit grundlegende Entwicklungsschritte macht, wenn ihm das erlaubt ist. Falls Sie das Gefühl haben, dass könnte der Grund für seine Unruhe sein, proben Sie, wo Sie "finger-food" einbauen können bzw. erlauben, dass Ihr Sohn auch mit viel Geschmiere sein Essen selbst zum Mund befördern kann. Ein anderer Grund könnte noch folgender sein: ein Säugling sollte erst dann in einen Kindersitz am Tisch (trip-trip o.a.) gesetzt werden, wenn sich er auch sonst alleine hinsetzen kann und eine gute Kontrolle über Kopf und Rumpf hat. Ist ein Kind von der Entwicklung noch nicht so weit und wird zu früh alleine (auch Abstützen mit Kissen macht weder Sinn noch es ist vorteilhaft) in einen Sitz zum Essen gesetzt, dann fällt den meisten Säuglingen das aufrechte Sitzen sehr schwer, sie sacken nach einer Weile zusammen und können damit auch nicht in Ruhe und entspannt weiter essen. Der Hunger bleibt aber und sie beginnen unruhig zu werden. Natürlich können Sie auch beginnen eine weitere Breisorte einzuführen. Manche Säugline lieben halt die Abwechslung und sind neugierig auf neue Geschmäcker. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme


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