Themenbereich: Ernährung in der Schwangerschaft

"Angst vor Listerien"

Anonym

Frage vom 02.07.2013

Hallo,
ich habe während meiner Schwangerschaft eine starke Angst vor Listeriose entwickelt.Obschon ich weiß, dass diese Erkrankung sehr selten ist, habe ich ständig Ängste vor Listerien. Nun hat der Hund einer Freundin, der ausschließlich mit Rohfleisch gefüttert wird neulich in meine Wohnung gepinkelt. Nachdem ich den Urin weggewischt habe und mir ordentlich die Hände gewaschen habe, habe ich mir plötzlich wahnsinnige Gedanken darüber gemacht, ob ich mich durch mögliche Listerien im Urin angesteckt haben könnte. Und noch heute, eine Woche später, habe ich das Gefühl, dass an dieser Stelle der Wohnung Listerien lauern könnten. Und das, obwohl ich den Boden komplett geputzt habe.
Vielleicht könnten sie mich diesbezüglich beruhigen oder eine Einschätzung geben, wie wahrscheinlich eine Ansteckung über Hundeurin ist.

Vielen Dank!

Antwort vom 03.07.2013

Hallo,

eine Ansteckung mit Listerien erfolgt über die Nahrungsaufnahme. Ein anderer Übertragungsweg von Tier zu Mensch oder Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Durch reines "Anfassen" von etwas, können Sie sich also nicht anstecken.
Listerien werden über Stuhlgang ausgeschieden, nicht jedoch über Urin.
An Listerien erkranken hauptsächlich Wiederkäuer bzw. Tiere, die Pflanzen fressen, Raubtiere so gut wie gar nicht.
Aus all dem folgt, dass Sie sich durch den Vorfall nicht angesteckt haben können.
Wenn Sie bei der eigenen Nahrungsaufnahme also auf Rohmilchprodukte und rohes Fleisch verzichten, sowie Gemüse gut waschen, tun Sie alles, was möglich ist, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Eine gewisse Furcht vor Listerien oder anderen Infektionen in der Schwangerschaft ist normal und gesund, da sie die Vorsicht fördert. Wenn sich daraus jedoch Ängste entwickeln, die sich verselbstständigen und wenn sie durch den Verstand nicht nicht wesentlich beruhigt werden können, ist es manchmal hilfreich oder notwendig, die Angst an sich anzugehen.
Sollte die Listerien-Angst Ihre Lebensqualität wesentlich einschränken, würde ich Ihnen empfehlen einen Therapeuten/eine Therapeutin in Anspruch zu nehmen. Ängste lassen sich meistens sehr erfolgreich und schnell behandeln.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow, Hebamme

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