Themenbereich: Gesundheit allgemein

"Schreit sich gegen Abend weg"

Anonym

Frage vom 08.10.2013

Hallo,


ich habe eine 13 Monate alte Tochter Celine die ist seit ca 14 tagen nur noch am schreien sie will nicht im ihrem Bettchen schlafen und so recht essen will sie auch nicht aber das schreien mit weg schreien fängt meistens so gegen abend an . Ich möchte ja auch nicht das sie wieder abnimmt immoment hat sie 8,5 kg was kann ich tun

gruss,

Antwort vom 10.10.2013

Hallo!
Ich lese, dass Sie gerade in einem ganz anstrengenden und aufreibenden Kreislauf mit Ihrer Tochter sind. Es ist für Sie anscheinend nicht ersichtlich, warum sich Ihre Tochter abends so aufregen und schreien muss. Wenn Sie davon schreiben, dass sie sich "wegschreit", vermute ich, dass sie in dem Augenblick nicht wirklich ansprechbar und erreichbar ist. Gleichzeitig machen Sie sich Sorgen, ob sie genug isst. Sie ist anscheinend ein eher schmales Kind und hat auch schon mal abgenommen. Das alles macht Sie selbst sehr hilflos in der Situation. In erster Linie könnte Ihnen ein Gespräch mit einer Fachperson gut tun (Kinderarzt oder eine professionelle Begleiterin einer Krabbelgruppe) bzw. mit einer erfahrenen Mutter, einer wohlmeinenden guten Freundin o.a.. Sie könnten die Situation am Abend genauer beschreiben und vielleicht auch herausfinden, ob die Reaktion Ihrer Tochter ein Teil ihrer Entwicklung ist. Mit Beginn des Kleinkindalters werden sich die Kinder mehr und mehr ihrer selbst bewusst, unterscheiden zwischen ja und nein, fordern heraus und suchen Grenzen. Sie haben gleichzeitig noch Mühe sich auszudrücken in Worten und können selbst die eigenen Gefühle schwer einschätzen. Sie sind oftmals selbst überwältigt und hilflos und fühlen sich sehr allein. Das fordert Sie als Mutter auf sich Gedanken zu machen, was wirklich wichtig und richtig ist in der Situation. Und wie Sie die Ruhe bewahren können. Was dabei immer hilft, ist zu verstehen, was Kinder in dem Alter wirklich schon können und was man als Mutter noch gar nicht erwarten kann! Wenn Sie das nicht wissen, können Sie sich selbst und Ihr Kind überfordern. Wenn Ihr Kind ansonsten über Wochen unter Appetitmangel leidet und schlecht zunimmt, braucht es die Abklärung vom Kinderarzt (z.B. suchen die u.a. nach einem Harnwegsinfekt o.a. etc.). Vielleicht gibt es aber auch große Veränderungen in Ihrer Familie (Umzug, Trennung, Trauer, Krankheit etc.), die belastend sind und sich auch auf Ihre Tochter auswirken. Auch da braucht es dann jemand, der Sie begleitet. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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