Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Geht es meinem Baby noch gut?"

Anonym

Frage vom 17.10.2013

Hallo,

ich war am Donnerstag (10.10.) in der KiwWu Praxis. Dort haben sie bei 6+1 die Fruchthöhle, den Dottersack, den Embryo und den Herzschlag gesehen.
Am Montag bei 6+5 hat meine normale Frauenärztin die Fruchthöhle gesehen. Nach vielem Suchen und Vergrößern meinte sie dann auch den Embryo zu sehen. Vermessen konnte sie ihn aber nicht. Ich solle in einer Woche noch mal zu Kontrolle kommen.

Am Donnerstag wurd SSL 3,5 mm gemessen.

Heute morgen wurde mir dann total schwindelig. Ich musste mich abstützen, damit ich nicht umkippe. Sind das jetzt die ersten Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt?

Jetzt weiß ich nicht ob es meinem Baby noch gut geht.
Ich bin so verunsichert, da ich im Februar bereits eine Missed Abortion hatte.

Bitte nehmen Sie mir meine Angst.

Antwort vom 18.10.2013

Hallo, Schwindel kann in der Schwangerschaft vorkommen durch die veränderte Hormonlage. Häufig ist der Blutdruck eher niedriger als sonst, weil die Gefäße sich tendenziell weiten. Das ist kein Anzeichen für eine Fehlgeburt und vermutlich ist einfach alles in Ordnung.
Wenn man sich sehr ein Kind wünscht, besteht oft das Bedürfnis sich möglichst oft zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Bei zu häufigen Untersuchungen tritt statt der Bestätigung aber leicht eine Verunsicherung ein, wie es bei Ihnen gerade der Fall ist. Die Bestätigung durch die Kinderwunschpraxis war alles, was derzeit möglich und sinnvoll ist. Sie sind schwanger und die Schwangerschaft hat sich in der Gebärmutter angesiedelt. Also alles Bestens und bis zur 9.-10. Woche sind weitere Ultraschalls nicht erforderlich. Sie bringen keine zusätzliche Sicherheit.
Anscheinend hat Ihre Ärztin ein schlechteres Gerät. Ich würde Ihnen raten auf die Untersuchung in einer Woche zu verzichten und den regulären US- Termin in der 9.-11. SSW wahrzunehmen. Wenn schon mal ein Embryo zu sehen war, dann verschwindet der ja nun nicht plötzlich wieder und nur, weil die FÄ weniger sieht, müssen Sie jetzt nicht solange in kurzen Anständen zur Kontrolle bis die Ärztin den schon vorhandenen guten Befund der KiWu-Praxis bestätigen kann. Ich rate Ihnen darauf zu verzichten, weil die dadurch Verunsicherung eintritt, die unnötig belastet. Sich einfach zu freuen, dass es mit der Schwangerschaft geklappt hat und "guter Hoffnung" zu bleiben, unterstützt die Schwangerschaft besser als ständige Kontrolle von außen mit widersprüchlichen Angaben. Um so mehr Leute in kurzen Abständen nachsehen, desto unterschiedlichere Aussagen werden Sie bekommen. Das liegt nicht an Ihnen oder dem Kind, sondern an den unterschiedlichen Fähigkeiten und Geräten der Untersucher und ist damit ganz normal.
Solange Sie selbst keine Anzeichen einer Fehlgeburt merken (Blutungen, Schmerzen), können Sie davon ausgehen, dass die Schwangerschaft intakt ist.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die weitere Schwangerschaft, Monika Selow, Hebamme

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