Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"wie wird ein Baby intelligent?"

Anonym

Frage vom 20.11.2013

Inwieweit ist der Intelligenzgrad des Vaters auf das Kind vererbbar?
Hat ein Kind trotzdem gute Chancen, auch wenn der Vater nicht ganz so helle ist?
Kann man die Entwicklung des babys diesbezüglich in der Schwangerschaft beeinflussen?
Danke schonmal für Antwort.

Antwort vom 23.11.2013

Es ist nicht eindeutig festzustellen, wieviel der Intelligenz eines Menschen tatsächlich aus genetischer Veranlagung besteht und was davon Produkt ist des sozialen Umfeldes und des Zugangs zu Bildung. Bildung wird vor allem "sozial vererbt", das heißt, dass Kinder meist in ihrem Bildungsniveau den Eltern gleichen. Wenn Sie Ihrem Kind altersgemäße Entwicklungsmöglichkeiten geben und das Kind in seinen Entwicklungsprozessen unterstützen, dann tun Sie das Allerbeste. Das heißt zum Beispiel, von Geburt an (und ruhig auch schon vorher) mit dem Kind sprechen und singen, mit ihm kuscheln, um ihm Sinn für Sprach(melodie) und Geborgenheit zu vermitteln; dem wachsenden Bewegungsdrang entgegenkommen, indem Sie Ihr Baby auf eine Decke am Boden legen, wo es gefahrlos liegen, strampeln, sich drehen kann etc...
In einer Krabbelgruppe, in der KiTa und auf dem Spielplatz hat das Kind dann die Möglichkeit, mit anderen Kindern umzugehen und mit und von ihnen zu lernen und sich zu entwickeln.
Es gibt viele Förderangebote für Kinder, bei denen immer auch die Gefahr besteht, dass man das Kind überfordert und seinen Speilraum zur Selbstentdeckung und Entfaltung einengt durch zu viele Angebote, mit denen das Kind konfrontiert ist. Wichtig ist, dass ein Kind spielen kann, dass es begleitet wird von liebevollen Erwachsenen und anderen Kindern um vielfältige Formen von "Intelligenz" und Werten kennen und schätzen zu lernen. Ein hoher IQ sagt meist über die sozielen Kompetenzen gar nichts aus, die im Leben sehr wichtig sind für das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Auch emotionale Intelligenz lässt sich nur schwer messen und kann bei einem Menschen, der "nicht besonders helle" ist, wie Sie es formulieren, trotzdem sehr ausgeprägt sein, was eine wertvolle Begleitung für das heranwachsende Kind ist - auch wenn diese Person vlt nicht geeignet ist, mit dem Kind Lateinvokaben und Algebra zu pauken.
Wichtig ist, dass jeder Mensch im Umfeld des Kindes, der das Aufwachsen begleitet, seinen Teil dazu beitragen kann, dass dieses Kind seinen Weg im Leben findet und eine Vielfalt an Eigenschaften und Möglichkeiten kennen lernt, die es mit der Zeit selbst zu schätzen und einzusetzen weiß. Eltern sind immer wichtige Menschen im Leben eines Kindes - völlig unabhängig davon, ob sie arm, reich, groß, klein, schön oder noch schöner usw ... sind. Jedes Kind will von seinen Eltern geliebt und wertgeschätzt werden - und diesen Anspruch wollen Eltern in der Regel erfüllen, entsprechend ihren eigenen Erfahrungen, Vorstellungen und Eigenschaften.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!

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