Themenbereich: Entwicklung des Ungeborenen

"Kürettage oder Abwarten?"

Anonym

Frage vom 14.12.2013

Hallo! Ich hatte am 8.10.2013 den ersten Tag meiner letzten Menstruation (Zykluslänge 28 Tage), am 22.10.2013 hatte ich eine ganz leichte Zwischenblutung. Vom 24.10 bis 30.10.2013 hatte ich stärkere Zwischenblutungen, wobei ich mir aber nichts dachte, da ich 39 Jahre bin. . Den ersten SS-Test machte ich am 21.11.2013, Ergebnis positiv. Beim ersten FA-Besuch am 27.11.2013 war nur ein Fruchtsack zu sehen, worauf die FÄ einen erneuten Termin in 2 Wochen vorschlug. Bei diesem Termin am 11.12. war wieder nur ein Fruchtsack mit der Größe entsprechend der 7 SSW zu sehen. Sie sprach von einer gestörten SS und einer Kürettage, wollte aber vorher noch die ß-HCG Werte bestimmen. ß-HSG am 11.12. 40054.0 U/l, am 12.12.2013 42012.0 U/l. Befundbesprechung inkl. US am 13.12., es war eine Vertretung der FÄ da, diese sah wieder nur einen leeren Fruchtsack und überwies mich ins KH zur weiteren Behandlung/Therapie. Dort wurde wieder ein US gemacht, wo wieder nichts zu sehen war, weiters wurde der ß-HCG Wert bestimmt, dieser lag nur knapp über dem Wert vom Vortag. Ich soll am Montag wieder ins KH zu einem Kontroll-Ultraschall und zur Terminvereinbarung für die Kürettage. Außer einem leichten Ziehen im Unterleib habe ich keinerlei Beschwerden. Soll ich noch abwarten oder ist es sinnvoll die Kürettage durchzuführen? Besten Dank für Ihre Antwort.

Antwort vom 15.12.2013

Hallo,

ein sinkender HCG-Wert ist ein recht sicheres Zeichen, dass eine Fehlgeburt bevorsteht, wenn auch ansonsten die Entwicklung der Schwangerschaft nicht so recht voran geht. Wenn der HCG- Wert deutlich abfällt, kommt es meist zu einer spontanen Fehlgeburt. Das ist bei Ihnen noch nicht der Fall, da lediglich der Anstieg nicht so deutlich ist wie es zu erwarten wäre.
Sollte sich bei der Untersuchung am Montag weiterhin kein Fortschritt zeigen, würde ich Ihnen trotzdem empfehlen abzuwarten und erst in Ruhe zu überlegen, ob Sie eine Kürettage vornehmen lassen wollen oder lieber eine spontane Fehlgeburt abwarten. Eine spontane Fehlgeburt lässt sich oft besser verarbeiten und es besteht überhaupt keine Eile für einen operativen Eingriff, solange Sie sich nicht sicher sind, dass wirklich keine Hoffnung mehr besteht. Mehr dazu können Sie in dem Artikel unter folgendem Link lesen:
http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten
Liebe Grüße, Monika Selow, Hebamme

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