Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"nicht schwanger durch die lange Stillzeit?"

Anonym

Frage vom 10.02.2014

Liebes Hebammen-Team,
ich habe meine Tochter 18 Monate gestillt. Meine Periode hatte ich trotzdem schon nach 6 Monaten wieder. (Schon bei der Nachunterduchung konnte man wieder Follikel sehen) Die anfänglich langen Zyklen (teils 40 Tage) und die sehr starken Blutungen haben sich wieder eingependelt. Seit März 2013 verhüten wir nicht mehr, leider werde ich nicht wieder schwanger. Meine Frauenärztin meint, dass ich die 5 Zyklen vor dem Abstillen Ende Juli nicht zählen darf, da sei die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden einfach sehr gering. Seit Oktober führe ich nun wieder ein Zyklusblatt (ich habe vor der Geburt meiner Tochter 2 Jahre so verhütet) und habe den Eindruck, dass mein Temperaturverlauf eher "schlechter" als "besser" wird. Es ist nicht immer ein Eisprung auswertbar und wenn, dann steigt meine Temperatur nur sehr zögerlich und nur sehr gering an.
Meine leichte Schilddrüsenunterfunktion ist bekannt und gut eingestellt. Mönchspfeffer hält PMS und schlechte Haut in schach. Aber trotz gutem Timings um den Eisprung herum tut sich auch nach weiteren 6 Monaten nichts...
Bei meiner Tochter und bei der Fehlgeburt davor, wurde ich jeweils beim 1. Versuch schwanger.
Meine Frauenärztin meint ich soll es einfach weiter probieren, das wird schon...
Aber ich bin langsam echt frustriert und auch besorgt!

Lange Rede - kurzer Sinn:
Mach ich mir unbegründet so viele Gedanken?
Ist das alles noch auf das "lange" Stillen zurückzuführen?
Gibt es Untersuchungen die Sinn machen würden?

Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie mir irgendwas zu meiner Situation sagen könnten!

Antwort vom 12.02.2014

Hallo!
Ob die Mühe, erneut schwanger zu werden nach zwei unkomplizierten Versuchen (wenn ich das richtig gelesen habe) mit der langen Stillzeit zusammenhängt, wird sich nicht schlüssig sagen lassen. Insgesamt sind Sie und Ihr Mann älter geworden (zwangsläufig…) und mit zunehmendem Alter mit diversen Erkrankungen, Genussmitteln, evtl. Medikamenteneinnahmen etc. ändert sich natürlich auch die Fruchtbarkeit. Üblicherweise bestimmen die Gynäkologen neben den Schilddrüsenwerten auch den Prolaktinwert (Prolaktin ist zuständig für die Milchbildung). Wenn der Prolaktinspiegel zu hoch ist (bzw. bleibt), kann dieser eine ausreichende Follikelreifung behindern und deshalb eine Schwangerschaft verhindern (ein langer Zyklus ist auch dafür oft ein Kennzeichen). Entsprechend würde es wahrscheinlich Sinn machen, dieser Blutuntersuchung nachzugehen. Inwieweit Untersuchungen der Eileiter und der Gebärmutter mittels Ultraschall oder auch per Spiegelung notwendig bei Ihnen sind, müssten Sie mit Ihrer Frauenärztin absprechen. Falls Ihre Tochter per Kaiserschnitt zu Welt gekommen ist, könnte ein Nachforschen auf Verwachsungen etc. dahingehend auch Sinn machen. Es ist natürlich gar nicht so einfach, die Ruhe zu bewahren und hoffnungsfroh zu bleiben, wenn eine erneute Schwangerschaft sehr gewünscht wird. Bleiben Sie zuversichtlich dran rauszufinden, ob es hinderliche Gründe gibt, die sich beseitigen lassen. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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