Themenbereich: Risikoschwangerschaft

"Tiefsitzende Plazenta - wie soll die Schonung aussehen?"

Anonym

Frage vom 16.03.2014

Guten Tag,
ich bin aktuell in der 18. SSW. Meine Schwangerschaft zeichnete sich bisher durch immer wiederkehrende, bräunliche Schmierblutungen aus, für die aber lange Zeit keine Ursache gefunden wurde. Ende der vergangenenen Woche wurde die Schmierblutung stärker, sodass ich im Krankenhaus war. Dort wurde mir nach einem Ultraschall mitgeteilt, dass ich eine tiefsitzende Plazenta und ein Hämatom daran hätte. (Genaueres äußerte die Ärztin auch auf Nachfragen nicht) Ich solle mich in den kommenden Tagen schonen. Die Ärztin wollte sich jedoch nicht festlegen, wie lange eine solche Schonung dauern sollte. Da meine Frauenärztin im Moment im Urlaub ist, würde ich eine Krankmeldung vom Hausarzt besorgen. Der wiederum wird auch nicht wissen, wie viele Tage ich nun liegen sollte. Können Sie mir evtl. einen Tipp geben? Gestern und heute hatte ich jeweils nur Reste einer sehr leichten Schmierblutung in der Binde, aber recht starkes Ziehen im Unterleib. (trotz Magnesium)
Ich bin nun etwas verunsichert und würde mich über einen Tipp freuen. Achja: Ich arbeite in einem Beruf, bei dem ich viel laufen, Treppensteigen und mich bücken muss. Bei Büroarbeit würde ich mir vermutlich weniger Gedanken machen.

Antwort vom 18.03.2014

Die tiefsitzende Plazenta ist oft schwer einzuschätzen: Manchmal zieht sie sich mit der wachsenden Gebärmutter weiter nach oben und die Blutungsneigung wird geringer, manchamal ist das aber auch nicht der Fall und die Gefahr der (Schmier-)Blutungen bleibt länger bestehen. Im letzten Fall sollten Sie tatsächlich auf körperliche Anstrengungen weitgehend verzichten, um die Gebärmutter nicht zu unnötigen Kontraktionen zu bringen (die normalerweise gar nichts ausmachen). Auch Ihre FÄ wird Sie eher im Wochen-Rhythmus arbeitsunfähig schreiben als länger und Sie eher engmaschig kontrollieren wollen. Arbeits-Fähigkeit bzw -Unfähigkeit hängt dabe eng mit Ihrerm Befinden und den Blutungen zusammen, und beides kann sich ja ändern.
Besser als zum Hausarzt zu gehen ist, wenn Sie zur Vertretung Ihrer FÄ, also zu einer anderen FÄ gehen, da diese Ihnen genauer sagen kann als der Hausarzt, welche Form von "Schonung" bzw Dauer von Arbeitsunfähigkeit angemessen ist - zumindest bis Ihre FÄ wieder erreichbar ist. Ihr Hausarzt ist dafür eigentlich nicht kompetent und würde Sie evtl sowieso zu einer FÄ schicken. Achten Sie auch im privaten Bereich darauf, sich nicht mit körperlichen Aktivitäten zu überlasten. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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