Themenbereich: Blähungen & Verdauungsprobleme

"nicht mehr jeden Brei nach Magen-Darm-Infekt"

Anonym

Frage vom 23.04.2014

Hallo,

ich habe zwei Söhne (5 Jahre und 8 Monate alt) mein Großer hat als Baby jegliche Form von Brei gegessen, selbstgekochtes und Gläschen. Bei meinem Jüngsten habe ich mit 6 Monaten angefangen Beikost zu geben, ich koche selber und er hat mit Begeisterung gegessen, Kürbis, Möhren, Zuccinibrei, später mit Fleisch alles prima. Vor 3 Wochen hatte er einen Magen Darm Infekt und hat eine Nacht heftig gespuckt und seit dem fingen die Probleme an. Erst hat er gar kein Brei mehr gegessen, ich hatte wieder voll gestillt, seit einer Woche ißt er wieder Getreide-Obstbrei aber keinen Gemüse-Kartoffel-Fleisch Brei, ich bekomme mit tricksen 4-5 Löffel in ihn rein, das wars, er heult und verzieht angewiedert das Gesicht. Was mache ich jetzt? Auch wegen der Eisenzufuhr? Ich bin echt ratlos von meinem Großen kenne ich das nicht. Ich möchte auch das stillen etwas reduzieren ab so wie es gerade läuft kann ich das nicht. Morgens gebe ich ihm schon kleine Stückchen Brot mi Butter, da ist er ganz wild drauf auch wenn er das meiste verkrümmelt, er hat aber auch noch keine Zähne.

Lieber Gruß


Antwort vom 25.04.2014

Hallo!
Das Verhalten Ihres Kindes nach dem Magen-Darm-Infekt ist typisch und auch gut nachzuvollziehen. Muttermilch wird bei einem Infekt der Verdauungsorgane auch dann noch vertragen, wenn alles andere an Nahrung nicht vertragen bzw. wieder ausgespuckt wird. Selbst bei heftigen Durchfällen werden Bestandteile der Muttermilch aufgenommen und als lindernd verarbeitet (glücklicherweise funktioniert meistens das volle Stillen wieder). Nach einem Magen-Darm-Infekt beginnt jeder von uns mit einer "Schonkost", bis die volle Verträglichkeit wieder hergestellt ist. Das scheint Ihr Sohn auch zu machen mit seinem Getreide-Obstbrei. Im Getreide übrigens befindet sich reichlich Eisen (z.B. haben Hafer und Hirse einen vergleichsweise hohen Anteil), der in Kombination mit dem Vitamin C aus dem Obst gut aufgenommen werden kann; dahingehend müssen Sie sich augenblicklich keine Sorgen machen. Ich empfehle Ihnen einerseits, Ihrem Sohn vom Familientisch mehrere kleine, weiche Nahrungsangebote/evtl. finger-food zu machen, die er selbst auswählen und im Mund "verkrümeln" bzw. lutschen kann. Gleichzeitig spricht nichts dagegen, einfach reichlich Getreidebrei anzubieten mit diversen Obstsorten. Aus der Kombination von dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei würde ich wieder erst einmal "Einzelangebote" machen (z.B. auch in Kombination mit dem Getreide). Ich vermute ausserdem, dass Ihr Sohn aktuell eher die Geschmacksrichtung "süss" gebucht hat. Entsprechend braucht es gerade etwas Geduld und Zuversicht von Ihrer Seite, die kindliche Regeneration braucht oft einfach länger; weiterhin immer wieder anbieten ohne Zwang, auswählen lassen und neu variieren wäre mein Vorschlag. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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