Themenbereich: Fehlgeburt

"Totgeburt in der 37. SSW. Habe ich etwas falsch gemacht?"

Anonym

Frage vom 08.05.2014

Ich habe meinen Sohn in der 37. Ssw verloren. Er war 52 cm groß und 2600 g schwer. Man fand leider keine Gründe für seinen Tod. Wir wollten ihn aber auch nicht obduzieren lassen. Ich frage mich die ganze Zeit, ob er für seine Größe nicht zu leicht war. Hab ich vielleicht zu wenig gegessen? Hatte keine Mangelerscheinung, nur wenig Hunger. Zugenommen hab ich insgesamt 12 kg. Es ist so schlimm wenn man nicht weiß warum.

Antwort vom 11.05.2014

Es tut mir so leid, dass Ihr Kleiner es nicht geschafft hat. Ich kann mir wahrscheinlich nicht in Ansätzen vorstellen, wie Sie sich fühlen, aber es muss schrecklich sein. Das tut mir sehr leid.
Mit seinen 52 cm und 2600 g war er zwar ein großes, relativ leichtes Kerlchen, aber keineswegs im unnormalen Bereich für die 37. SSW. Auch Ihre Gewichtszunahme entspricht vollkommen dem Durchschnitt, das Lehrbuch gibt die normale Gewichtszunahme in der Schw. mit 8-18 kg an, da sind Sie genau mittendrin.
Es gibt leider oft keine erkennbaren Gründe, warum das passiert ist, wenn ein Baby im Mutterleib stirbt. Sie als Mutter suchen nach Gründen und auch nach Schuld, um zu begreifen, was da passiert ist, das ist sehr verständlich. Trotzdem können Sie davon ausgehen, dass Sie keine Fehler gemacht haben, dass Sie nicht zu wenig, zu viel, das Falsche gegessen oder getan haben. Es war offensichtlich in keiner Weise absehbar, dass das Herz Ihres Kleinen aufhört zu schlagen und Sie haben keine Schuld daran, dass es so gekommen ist.
Trotzdem ist das ein ganz furchtbarer Alptraum, den Sie da durchmachen, und die kommende Zeit wird viel Kraft, Geduld und einfühlsame Freunde brauchen, die Sie begleiten.
Vielleicht können Sie sich das jetzt noch nicht vorstellen, aber evtl tut Ihnen in einiger Zeit der Austausch mit anderen betroffenen Eltern gut. Oft hilft es zu hören und zu erleben, dass andere Menschen, die ihr Baby verloren haben, ähnliche Gedanken und Gefühle haben; es kann auch heilsam sein, sich immer wieder über das Erlebte auszutauschen, bis es angenommen werden kann. Unter www.initiative-regenbogen.de finden Sie AnsprechpartnerInnen in vielen Gegenden, wenn Sie kontakt aufnehmen möchten. Auch Ihre Hebamme und/ oder FÄ können Ihnen Ansprechpartnerinnen sein oder Ihnen auch weitere geeignete Adressen vermitteln.
Versuchen Sie, den Selbstvorwurf abzulegen - Sie können nichts dafür, dass es so gekommen ist. Der Schmerz alleine ist schlimm genug, da sollten Sie nicht auch noch mit sich selbst hadern müssen.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft für alles, das Sie nun durchstehen müssen und hoffe, dass Sie liebe Menschen um sich haben, die Ihnen dabei helfen.

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